Gott hat keine materielle Form

Gott hat keinerlei Form. Wenn wir uns vorstellen, dass Er groß ist, dann ist Er unendlich groß, und wenn wir uns vorstellen, dass Er klein ist, dann ist Er unendlich klein. (35-156, 13.10.1970) 

Existiert Gott wirklich? Kann Gott realer empfunden werden als der Schmerz, der euch „autsch“ rufen lässt, wenn euch jemand zwickt, oder realer als das Erlebnis zu essen, wenn ihr richtig hungrig seid? Das ist die Frage. Wenn wir sagen können, dass Gott wirklich existiert, werden alle Probleme gelöst werden. (89-72, 11.07.1976) 

Wir haben ein Gemüt. Das Gemüt ist unsichtbar und scheint nicht zu existieren, aber trotzdem existiert es. Existiert es im Kopf oder im Herzen? Das Gemüt existiert überall in eurem Körper; es gibt nicht einmal eine Zelle in eurem Körper, wo es nicht gegenwärtig ist. Das gleiche gilt für Gott. Weil diese Welt wie Sein Körper ist, ist Er überall in der Welt gegenwärtig. (38-242, 08.01.1971) 

Ihr könnt Gott nicht sehen. Könnt ihr Energie sehen? Da Gott die ursprüngliche Energie ist, könnt ihr Gott sogar in der Geistigen Welt nicht sehen. (105-193, 21.10.1979) 

Der weise, allwissende und allmächtige Gott dachte, es wäre am praktischsten, als ein Wesen ohne materielle Form zu herrschen, das sich mitten unter den Dingen frei bewegen kann. Da Gott keine Form hat, kann Er ohne Probleme durch Dinge hindurchgehen, wie es Ihm gefällt. Gott kommt vielleicht in deinen Körper und bewegt sich durch ihn hindurch, aber du würdest es nicht bemerken. Wenn du einschläfst, geht Gott vielleicht nach Belieben auf deinem Körper herum, ohne dass du es bemerkst. Wie praktisch! Darum ist es einleuchtend zu sagen, dass Gott sich dafür entschied, unsichtbar zu bleiben, weil Er dachte, dass dies am praktischsten sein würde. (138-167, 21.01.1986) 

Normalerweise sind wir uns der Luft nicht bewusst, die uns umgibt. Die Luft ist da, aber wir spüren sie nicht. Wenn wir uns der um uns zirkulierenden Luft nicht bewusst sind, wie können wir uns dann der Gegenwart Gottes bewusst sein? Es ist am praktischsten für Gott, unsichtbar zu bleiben. Zur gleichen Zeit muss Er mehr als groß genug sein, um dieses riesige Universum umfassen zu können. Obwohl Gott ohne Form ist, muss Er ein Gemüt haben, das größer als dieses Universum ist. (138-167, 21.01.1986)

Habt ihr alle Liebe? Habt ihr Leben? Ihr alle habt Samen- oder Eizellen, um eure Erblinie fortzuführen, nicht wahr? Habt ihr auch ein Gewissen? Aber habt ihr jemals die Liebe gesehen? Habt ihr das Leben, die Erblinie oder das Gewissen jemals gesehen? Obwohl ihr wisst, dass sie existieren, könnt ihr sie weder berühren noch sehen. Ihr könnt über sie nur Bescheid wissen, indem ihr sie mit eurem Herzen empfindet. Ebenso könnt ihr, wenn ihr gefragt werdet, ob Gott existiert oder ob ihr Ihn gesehen habt, nicht sagen, dass ihr Ihn nicht gesehen habt. (275-13, 30.10.1995)

Wenn Gott in eurem Herzen ist, dann weiß euer Herz das. Wenn Gott in eurem Herzen ist, könnt ihr die Schutzmauern durchbrechen und mit den Heiligen kommunizieren, die vor Tausenden von Jahren gestorben sind. Ihr könnt dies tun, wenn der ewige Gott in euer Herz kommt. Ihr könnt die Ewigkeit nicht durch die Zeit erfassen, sondern die Zeit existiert innerhalb der Ewigkeit. Aus diesem Grund kennt unser Herz Gott, auch wenn wir Ihn nicht sehen können. (41-285, 17.02.1971)

Auf welche Weise liebt Gott? Das ist eine schwer zu beantwortende Frage, nicht wahr? Da Gott keine Form hat, kann Er überall hingehen – in die Augen einer Dame, in ihr Herz … Er kann überall hingehen. Es gibt keinen Ort, an den Er nicht gehen kann. Wo lebt Gott dann? Wo ist Sein Zuhause? Gottes Zuhause ist in der Mitte unseres Herzens. Gottes männliches Herz lebt im Herzen des Mannes und Sein weibliches Herz lebt im Herzen der Frau. (128-325, 02.10.1983) 

Nehmen wir an, dass Gott, der allmächtig und allwissend ist und Himmel und Erde kontrolliert, genau hier wäre. Mit Seiner Macht könnte Er den Berg Taebek wegblasen und ein Loch durch die Erde bohren. Denkt ihr, ihr könntet überleben, wenn ihr einen solchen Gott beobachtet? Darum ist es gut, dass Gott unsichtbar ist. Wenn Er sichtbar wäre, würden eure Nerven zittern und ihr könntet noch nicht einmal eine Stunde lang überleben. Darum solltet ihr dankbar dafür sein, dass Gott unsichtbar ist. Das ist keine Angelegenheit, über die man lachen sollte. Was ich euch gerade erzählt habe, kommt von meinen eigenen ergreifenden Erfahrungen. Es ist ein Bericht meiner eigenen Erfahrungen, nicht der Erfahrungen anderer. (38-244, 08.01.1971) 

Was wäre, wenn Gott beschließen würde, die ganze Luft der Welt bis auf zwei Liter wegzunehmen? Dies wäre eine boshafte Methode, aber wenn Gott dies täte, wäre die Vereinigung der Welt kein Problem. Vielleicht würde Er sie in fünf Minuten herbeiführen. Wenn Er uns die ganze Luft wegnehmen und fragen würde: „Wollt ihr euch vereinigen oder nicht?“, dann würde die gesamte Menschheit mit einer Stimme rufen: „Ja, wir wollen!“ Gott könnte die Welt in einem Moment durch diese Methode vereinen. Aber wir sind dankbar, dass Gott nicht so arbeitet. Ohne Luft können wir nicht leben. Luft ist absolut lebensnotwendig. Trotzdem atmen Menschen die Luft ein wie Diebe, ohne dafür dankbar zu sein. (38-244, 08.01.1971)

Wenn Gott, der große Meister des Himmels und der Erde, für menschliche Augen sichtbar wäre, würden Menschen dann nicht gegeneinander kämpfen, um Gott für sich zu beanspruchen? Es gäbe dann keinen Weg, diesen Kampf zu beenden. Darum ist es gut, dass Gott unsichtbar ist. Amerika und die Sowjetunion würden Gott als ihr Eigentum beanspruchen und einander deswegen bekämpfen. Ja, das würden sie tun. Wer wäre fähig, diesen Kampf zu beenden? Der allwissende Gott bleibt unsichtbar, damit solche Kämpfe nicht ausbrechen. Es wäre töricht zu wünschen, dass Gott sichtbar ist. Es ist besser, dass Er es nicht ist! (41-285, 17.02.1971) 

Das Universum ist von einem Mysterium umhüllt. Dieses großartige Universum misst ungefähr 21 Milliarden Lichtjahre im Durchmesser. Ein Lichtjahr ist die Distanz, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Das Licht kann die Erde in einer Sekunde siebeneinhalb Mal umrunden; von daher könnt ihr euch eine Vorstellung machen, wie weit das Licht in einem Jahr reist. Wie groß muss dann der Meister sein, der dieses riesige Universum regieren kann? Wenn Gott einen Körper hätte, wie groß würde Er sein? Wenn Gott so groß ist, wie wir sagen, wäre Er dann fähig, Seinen schwerfälligen Körper umherzubewegen? Wie unpraktisch es doch wäre, wenn Er so herumtrampeln müsste! Bei jeder Seiner Bewegungen würde das Universum vor Überraschung umfallen. Gott ist eine weise Person. Deshalb hat Er entschieden, ein unsichtbarer Herr zu sein. (138-167, 21.01.1986)

Habt ihr jemals über Gottes Gewicht nachgedacht? Wie schwer ist Er eurer Meinung nach? Wie viele Kilogramm wiegt Er? Vielleicht Milliarden von Tonnen? Wenn Er so schwer wäre, hätte Er ein großes Problem, sich fortzubewegen. Aber es ist ideal für Gott, dass Er keine materielle Form hat. Auch wenn ihr Ihn in eurer Brieftasche tragen würdet, würdet Ihr überhaupt kein Gewicht spüren. Da Er keine Form hat, kann Er sogar durch das kleinste Nadelöhr gehen. In anderen Worten, Er kann gehen, wohin Er will. Da Er unendlich groß, aber auch unendlich klein ist, kann Er sich frei überall im Universum bewegen. (136-106, 22.12.1985) 

Wenn ihr etwas habt, das ihr als äußerst wertvoll betrachtet, würdet ihr es immer bei euch tragen und davon nicht einmal einen Moment getrennt sein wollen. Wenn Gott, der größte von allen Schätzen, sich in eurem Eigentum befände, wo würdet ihr euch Ihm widmen wollen? Gibt es einen Ort, wo ihr Ihn sicher aufbewahren könnt und wo ihr euch Ihm widmen könnt? Dieser Ort ist kein anderer als euer Herz und Gemüt. Das menschliche Herz und Gemüt ist der Ort, wo man sich Gott sicher widmen kann. (41-285, 17.02.1971) 

Da Gott keine Form hat, kann man folgern, dass Er Wesen mit Form mehr Bedeutung beimisst als sich selbst. Nur dann werden Dinge anfangen sich zu drehen. Umgekehrt sollten Menschen ihr unsichtbares Gemüt und Gott mehr wertschätzen als ihren Körper. (111-49, 18.01.1981) 

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 59-61)