Gott und Menschen sind als Eltern und Kinder miteinander verwandt

Gott und Menschen sind als Eltern und Kinder miteinander verwandt, aber wie ist diese Beziehung entstanden? Wenn ihr eine meditative Haltung einnehmt und fragt, was das Zentrum des Universums ist, werdet ihr als Antwort hören, dass es die Eltern-Kind-Beziehung ist. Was ist das Zentrum des Universums? Kurz gesagt, es ist die Eltern-Kind-Beziehung. (48-208, 19.09.1971)

Wenn ihr betet und Gott fragt: „Was ist das Zentrum von Himmel und Erde und was ist der Ursprung des Universums?“, wird Er sagen, dass es die Beziehung zwischen einem Vater und seinen Söhnen und Töchtern ist, also die Eltern-Kind-Beziehung. Menschen, die diesbezüglich unwissend sind, mögen denken, dass sich dies auf die Beziehungen zwischen physischen Eltern und ihren Söhnen und Töchtern bezieht, aber wir reden über die fundamentale Beziehung zu Gott. (19-158, 01.01.1968) 

Gott erschuf Menschen, weil Alleinsein keine Stimulation erzeugt. Freude entsteht durch eine Beziehung. Allein kann man keine Stimulation der Freude erleben. Wenn wir in der Position von Gottes Partner stehen, können wir schließlich die höchste Liebe erhalten. Gottes innere Natur wird so substantiell. Wenn Gott kummervoll ist, wird die Menschheit unweigerlich kummervoll sein. Aus diesem Grund ist die Beziehung zwischen Gott und Mensch eine schicksalhafte Beziehung, die nicht getrennt werden kann. Wie sehr ihr auch immer nachforschen werdet, das wird eure Schlussfolgerung sein. (Hananim tteut, 279) 

Ich sagte, dass Gott und Mensch in einer Eltern-Kind-Beziehung stehen, aber was ist das Besondere an dieser Eltern-Kind-Beziehung? Der höchste Ort, an dem Vater und Sohn einander treffen können, ist das Zentrum, wo sich ihre Liebe, ihr Leben und ihre Ideale kreuzen. Liebe, Leben und Ideale befinden sich dann an einem Ort. An diesem einen Ort ist Gott Liebe, und wir sind das auch; Gott ist Leben, und wir sind es auch, und Gottes Ideale sind unsere Ideale. Der erste Ort, wo dies verwirklicht werden kann, ist die Eltern-Kind-Beziehung. (69-78, 20.10.1973)

Wenn Gott uns Liebe gibt, wie viel würde Er uns dann geben wollen? Gottes Liebe hat keine festgelegte Grenze. Er möchte unendlich geben. Sogar nachdem Er alles gegeben hat, sagt Gott noch: „Wegen dir möchte Ich in dir leben.“ Was macht dies möglich? Es ist die Liebe. Gott würde gern als ein Diener leben, wenn dieses Leben in der Liebe gelebt würde. Ein Vater könnte Freude empfinden, selbst wenn er seinen geliebten Sohn auf seinem Esstisch seine Notdurft verrichten sieht. Liebe übersteigt Gesetze. Gott hat beständig den Menschen Seine Liebe gegeben, aber das heißt nicht, dass Er sich beklagen und sagen wird: „Ich habe euch alles vorbehaltlos gegeben. Warum gebt ihr nichts zurück? Wie könnt ihr nur so sein?“ Der Gott der absoluten Liebe ist noch immer frustriert, dass Er bisher nicht all die Liebe geben konnte, die Er geben möchte. Gott kann sich in unserem Leben nicht unbeschränkt Geltung verschaffen. Wenn es Gottes Zweck der Schöpfung des Menschen war, vollkommene Liebe zu geben, so möchte Gott noch immer Seine Liebe in die menschliche Welt ließen lassen, obwohl Er bis heute daran gehindert wurde, dies zu tun. Je mehr wir uns Gott als ein so bedingungslos gebendes Wesen vorstellen, desto besser fühlen wir uns. Wäre Gott jemand, der sagt: „Ich habe alles gegeben, und jetzt gebt ihr etwas zurück“, dann bräuchten wir Ihn nicht. (36-77, 15.11.1970)

Gott ist der Vater der Menschen und die Menschen sind Gottes Söhne und Töchter. Er schuf sie, indem Er das Innerste Seiner Knochen, das Innerste Seines Fleisches und das Innerste Seines Knochenmarks vollständig in sie investierte. Wenn sie an Gott ziehen, muss Er ihnen einfach folgen. (20-207, 09.06.1968)

Gott schuf um der Liebe willen. Deshalb sieht Er gern, wie ein Mann und eine Frau sich lieben. Aus diesem Grund erscheint Gott in der existierenden Welt als die Essenz der Liebe. (86-82, 07.03.1976) 

Ein Kind ist die Frucht und der Ausdruck der Liebe der Eltern, die Fortsetzung ihres Lebens und die Verkörperung der Ideale der Eltern. Kinder werden auf der Grundlage der Liebe, des Lebens und der Ideale der Eltern geboren; deshalb werden sie umso liebenswerter, je öfter die Eltern sie sehen, sie werden umso mehr zu idealen Menschen, mit denen man sich austauschen kann, und umso pulsierender wird dann das Leben. (69-78, 20.10.1973) 

Die Menschen werden durch die Beziehung der Liebe als Gottes absolute Partner geboren. So wird Gott Vater und wir werden die Söhne und Töchter. Wenn es etwas noch Höheres gäbe, dann würde es das Verlangen des Menschen sein, jene Position zu erlangen. Da das menschliche Verlangen immer nach dem Besten strebt, muss Gott es uns geben, wenn es etwas Besseres gibt. Aus dieser Sicht ist Gott sicherlich der Vater der Menschheit und die Menschen sind Seine Söhne und Töchter. (48-205, 19.09.1971) 

Es ist ofensichtlich, dass Gott uns nicht ohne Wert geschaffen hat. Hätte Er dies getan, wäre Er ein sonderbarer Gott. Da Gott das absolute Wesen ist, weiß Er alles. Wenn Er geschaffen hätte, ohne diese Dinge zu wissen, wäre Er ein unvollkommener Gott. Gott ist aber das absolute Wesen und hat uns deshalb als Seine absoluten Partner geschaffen. (54-87, 20.03.1972)

Was für ein Wesen ist Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde? Er ist ein Wesen des absolut Guten, die Wurzel aller Dinge und das Subjekt der Liebe. Er wollte deshalb nach der Erschaffung von Himmel und Erde der Menschheit alle wertvollen Dinge des gesamten Universums geben. Wenn es jemanden gibt, dem Gott wirklich glauben, ihn lieben und ihm alles anvertrauen kann, wird Er ihm das Wertvollste in vollem Umfang geben wollen. (13-247, 12.04.1964)

Wenn Gott unser Vater ist, kann Er es nicht gewollt haben, uns als mittelmäßige und unfähige Wesen zu schaffen. Da Er uns geschaffen hat, um in der gleichen Position und auf der gleichen Stufe wie der allwissende und allmächtige Gott zu stehen, strebt unser Gewissen nach dem Höchsten und Besten. (53-224, 28.02.1972)

Wenn Gott ein absolutes Wesen ist, warum hat dann dieses absolute Wesen den Menschen geschaffen? Es war nicht um des Geldes, des Wissens oder der Macht willen. Er schuf den Menschen, weil das der einzige Weg für Ihn war, Liebe zu fühlen. Aus dieser Sicht bilden Gott als der Vater und die Menschen als Söhne und Töchter eine Achse. Wenn die Verbindungen für diese Achse einmal geschaffen sind, kann absolut nichts die Beziehung der liebenden Einheit zwischen Gott und Menschheit wieder trennen. (137-57, 18.12.1985)

Bei der Erschaffung der Menschen investierte sich Gott vollkommen, um sie in der wertvollsten, idealen und perfekten Form zu gestalten. Als Gott Adam und Eva erschuf, wollte Er für ihr Wohl existieren, nicht für Sein eigenes. Die Zeit, in der Gott für sich selbst lebte, entwickelte sich zu der Zeit, in der Er für Seine Objektpartner existiert. Ein ideales Wesen existiert nicht für sich selbst, sondern zum Wohle anderer, zum Wohle seines Objektpartners. Dieses Prinzip bildet den inneren Kern des Universums. (69-81, 20.10.1973)

Wie groß, wie absolut und wie allwissend und allmächtig Gott auch immer sein mag, Er kann allein nicht glücklich sein. Die Worte „Glück“ und „es ist gut“ machen keinen Sinn, wenn man allein ist. Ihr könnt nur sagen, dass es gut ist oder dass ihr glücklich seid, wenn ihr eine Beziehung zu einem Partner habt. Gibt es irgendjemanden, der sagt, er sei glücklich, wenn er allein ist? Wie allwissend und allmächtig Gott auch sein mag, Er ist nicht glücklich, wenn Er allein ist. Wenn ein guter Sänger beispielsweise ganz allein ein Lied singt, wird er glücklich sein? Er braucht jemanden, der sein Lied hört. Er wird nur Freude erleben, wenn dieses Geben und Empfangen existiert. Genauso braucht auch Gott einen Objektpartner, um Freude zu erleben. (65-20, 13.11.1972) 

Indem Gott sich vollkommen investierte, schuf Er Sein Objekt der Liebe, weil Er ein Objekt der Liebe brauchte. Man kann nicht lieben, wenn man allein ist. Auch ein absolutes Wesen kann ohne ein Objekt der Liebe nicht lieben. Folglich schuf Gott die Menschen als diese Objekte der Liebe. Deshalb schuf Gott sie nicht leichtfertig. Die Bibel offenbart, dass Er sie durch das Wort erschuf, aber Er war bei Seiner Arbeit nicht entspannt. Er schuf sie durch qualvolle Mühen und Schwierigkeiten, indem Er sich dabei zu 120 Prozent investierte und das viele Hundert Mal. (197-164, 13.01.1990)

Wenn manche Christen an Gottes Schöpfung von Himmel und Erde denken, konzentrieren sie sich auf Gottes Allwissenheit und Allmacht und glauben deshalb, dass Er einfach durch Sein Wort geschaffen hat. Aber die Schöpfung entstand nicht durch irgendeinen Zaubertrick. Er schuf Seine Söhne und Töchter, indem Er sich vollständig und mit ganzem Herzen investierte. (65-20, 13.11.1972)

Darum lieben wir Ihn. Um einen Vergleich heranzuziehen: Wir werden nicht etwas voll lieben, für das wir uns nicht mit größter Anstrengung eingesetzt und unser Fleisch und Blut gegeben haben. Wir machen etwas zum Objekt unserer tiefsten Hoffnung, weil wir in dieses Objekt das Innerste unserer Knochen, das Innerste unseres Fleisches, das Innerste unserer Gedanken und das Innerste unseres gesamten Wesens investiert haben. Was nahm Gott als den idealen Ausgangspunkt der Schöpfung? Er sagt uns nicht, wir sollten alles zu Seinem Wohle geben. Lieber, als uns zu vereinnahmen, indem Er sagt: „Kommt her und bleibt hier bei mir“, setzt Er sich für uns ein. Er verlangt nicht: „Bleibt bei mir“, sondern investiert sich. In anderen Worten bedeutet dies: Er nahm als idealen Ausgangspunkt der Schöpfung das „Prinzip, zum Wohle anderer zu leben.“ Das ist der Grund, warum sich Gott um der Menschheit willen investierte. Gott existiert zum Wohl der Menschheit. (78-111, 06.05.1975)

Was meinte Gott, als Er sagte: „Ich bin die Liebe“? Er lehrte uns, die Liebe bei Tag und Nacht wertzuschätzen, während der Arbeit und den Pausen, beim Tanzen oder beim Weinen. In gleicher Weise könnte Er sagen: „Ich habe die Liebe, Ich besitze sie in vollem Umfang.“ Liebe in vollem Umfang zu besitzen bedeutet, dass man alles in sie investiert hat. Derjenige, der die Liebe am meisten wertschätzt, ist Gott. Er hat diese Liebe vollständig; wenn wir sie jedoch einmal gekostet haben, können wir sogar im Tod nicht mehr von ihr lassen. (44-188, 07.05.1971)

Für Gott als ein allwissendes, allmächtiges und allgegenwärtiges Wesen gibt es nichts, das Er für sich selbst zurückhalten möchte; Ihm fehlt nichts. Wenn es eine Sache gibt, die Gott, der alles besitzt, am meisten schätzt und für die Er den größten Stolz empfindet, dann ist es die Liebe. Er braucht nichts anderes als Liebe. (108-223, 16.10.1980)

Wo beginnt die Vollendung des Schöpfungsideals? Die Vollendung beginnt nicht mit Gott, sondern mit den Menschen. Sie beginnt mit den Dingen der Schöpfung, weil das Schöpfungsideal sie dazu bestimmt. Die Menschheit steht im Zentrum der Schöpfung. Aus diesem Grund gibt es keine Vollkommenheit für Gott ohne menschliche Vollkommenheit. Denn Gott und Mensch sind eins. (149-9, 01.11.1986)

Was lässt uns mit Gott und Seinem Willen eins werden? Was ist es, das sich eher mit dem inneren Kern des Willens, der vollendet ist, vereint, als mit dem Willen, der sich in Entwicklung befindet? Ist es Gottes Allmacht? Allmacht ist es nicht. Ist es Seine volle Autorität? Nein. Ist es dann Seine Allgegenwart? Wieder nein. Was sollte es dann sein? Gott ist lebendig und lebt in der Geistigen Welt jenseits von Zeit und Raum. Was ist das Zentrum Seines Lebens? Es ist nicht Seine unendliche Macht, Allgegenwart, volle Autorität oder irgendetwas Ähnliches. Gott lebt mit Liebe als Seinem zentralen Schwerpunkt. So sehe ich das. Er hat von Anfang an bis in die heutige Zeit auf Liebe ausgerichtet gelebt und Er wird so leben bis in alle Ewigkeit. Das ist deswegen so, weil Gott Freude empfindet, wenn Er ein wahres Objekt Seiner Liebe hat. (126-223, 24.04.1983)

Da Gott absolut, allwissend und allmächtig ist, hat Er ein Vorratshaus voll von Liebe, das sich immer wieder auffüllt, selbst wenn Er immer wieder gibt und gibt. Wenn wir nun eine Menge Liebe von Gottes Vorratshaus stehlen und sie Tag und Nacht ausgeben würden, wird Gott uns dann bestrafen und sagen: „Ihr Halunken, Diebe der Liebe!“? Da Gott allwissend und allmächtig ist, würde Er stattdessen sagen: „In Ordnung, macht das. Das ist gut. Nehmt, soviel ihr wollt. Tut es in alle Ewigkeit. Auch, nachdem ihr in meinem Vorratshaus gewesen seid, ist immer noch etwas übrig. Darum bin Ich Gott. Darum bin Ich das Subjekt!“ Er wird sagen: „Ich bin der Subjektpartner, und der Subjektpartner muss mehr haben, als er dem Objektpartner geben kann. Als Subjektpartner muss Ich mehr haben, als Ich euch, Meinen Objektpartnern, geben kann, andernfalls wäre Ich nicht Gott. So bin Ich!“ Er wird auch sagen: „Wenn ihr Liebe von mir stehlen und sie wie Mein Kraftwerk der Liebe verteilen wollt, dann werde Ich so viel liefern, wie ihr braucht.“ Wenn ihr dann sagt: „Wenn ich alles verbraucht habe, werde ich mehr haben wollen; darf ich mich deshalb mit Deiner Pipeline der Liebe verbinden?“ Gott würde sagen: „Wenn ihr wollt, könnt ihr das tun!“ (116-240, 01.01.1982)

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 72-76)