Kinder sind die Frucht der Liebe ihres Vaters und ihrer Mutter und das Ergebnis von deren Investition. Sie sind die Erweiterung des Lebens ihrer Mutter und ihres Vaters und die Verwirklichung der Ideale ihrer Eltern. Diejenigen, die Kinder haben und ihnen ihre Liebe gegeben haben, werden das wissen. Darum sagen sie über ihre geliebten Söhne: „Dies ist die Substanz meiner Liebe, die Erweiterung meines Lebens und die Verwirklichung meiner Ideale – mein zweites Selbst.“ Da Kinder auf dem Fundament der Liebe, des Lebens und der Ideale geboren werden, werden sie, je mehr ihre Eltern sie sehen, umso liebenswerter; umso mehr füllt sich ihr Leben mit Vitalität und umso mehr erscheinen sie als ideale Partner. (69‐78, 20.10.1973)
Können Eltern sich verändern? Ihr solltet wissen, dass es die Zeitalter der Geschichte hindurch keine Zeit gegeben hat, in der die Liebe der Eltern revolutioniert wurde. Das bedeutet, dass es keine Rolle spielt, wie viele Revolutionen es gibt; die Liebe muss ewiglich weitergehen, weil Liebe nicht etwas ist, das revolutioniert werden kann. Solche Eltern, als Subjektpartner einer solchen Liebe, brauchen euch unbedingt. Sie haben ein einzigartiges, unveränderliches und ewiges Bedürfnis nach euch. (74‐18, 10.11.1974)
Warum sehnen sich Kinder nach ihren Eltern? Das ist deshalb so, weil dort das Haus ihrer Liebe ist. (137‐140, 01.01.1986)
Warum respektieren wir die Liebe der Eltern? Weil sie sich aufopfern, ohne etwas dafür zu erwarten. Sie wollen dafür nichts zurück. Sie sind zufrieden damit, sie zu lieben, und sie sind glücklich damit. Sie sind glücklich, einfach nur geben zu können. Alles zu bekommen, macht euch nicht immer glücklich. Derjenige, der gibt, hat größeren Segen, als der, der erhält. Warum ist er gesegnet? Weil er Gottes Seite repräsentieren kann. (46‐35, 18.07.1971)
Die Liebe der Eltern für ihre Kinder ist nicht bloß eine alltägliche Liebe, sondern eine Liebe, die aus ihrem Knochenmark entspringt. Sie können sie nicht vergessen, auch wenn sie es versuchen; sie können sie nicht abtrennen, auch wenn sie es versuchen; solcherart ist das liebende Herz von Eltern. Wenn sie spüren, dass sie eine Lebensverbindung mit ihren Kindern haben, dann entwickeln Eltern natürlicherweise ein liebendes Herz für sie. (32‐14, 14.06.1970)
Was ist wahre Liebe? Es ist eine Liebe, die für das Wohl anderer lebt; sie gibt und vergisst, dass sie gegeben hat. Sie bemüht sich nicht darum, sich an das Geben zu erinnern. Darüber hinaus ermüdet sie auch nicht, ganz gleich, wie viel sie gibt. Wenn Eltern zu ihrem 70 Jahre alten Sohn sagen: „Pass auf, damit du nicht von einem Auto überfahren wirst!“, dann fühlt er sich weder unbehaglich dabei, noch wird er müde, das zu hören, obwohl es bereits unzählige Male wiederholt wurde. Wenn Eltern sogar in der gefallenen Welt so sind, werden dann die Menschen in der ursprünglichen Welt dem überdrüssig werden, wenn sie Gottes Liebe geben und empfangen? (Nambuk Tong‐il, 346)
Eltern lieben ihre Kinder nicht zur Selbstbestätigung, sondern lieben sie selbstlos. Eltern lieben ihre Kinder nicht immer in einer würdevollen Weise und auf der Grundlage ihrer Autorität. (59‐298, 30.07.1972)
Obwohl die Eltern vielleicht sich selbst dabei aufopfern, wollen sie dennoch ihre Kinder als wunderbare Menschen aufwachsen sehen. Eltern sind beständige Meister der Liebe. Eltern haben ein unwandelbares Herz für ihre Kinder, auch wenn diese alle möglichen ausgefallenen Dinge tun. Diese unveränderliche Liebe von Eltern ist deshalb so kostbar. (141‐241, 26.02.1986)
Auch wenn Eltern in einem solchen Ausmaß für ihre geliebten Kinder leiden, dass ihre Knochen hinwegschmelzen, empfinden sie dies nicht als Mühsal. Warum nicht? Weil sie ihre Kinder lieben! Schneiden sie etwa ihr Fleisch heraus und geben ihr Fleisch und Blut, um dann in einem Notizbuch festzuhalten, was es gekostet hat? Nein. Sie sind vielmehr besorgt und bedauern, dass sie nicht alles geben können. (39‐334, 16.01.1971)
Was ist die Eltern‐Kind‐Beziehung? Was für eine Beziehung ist das in Bezug auf die Liebe? Ich sehe das so: In der Eltern‐Kind‐Beziehung ist die Liebe der Eltern die Ursache und die Kinder sind die Früchte und das Ergebnis der Liebe. Das Ergebnis und die Ursache begannen nicht getrennt voneinander, sondern am gleichen Ort. Was bedeutet es, wenn man sagt, dass die Liebe eurer Eltern die Ursache ist, und ihr als deren Ergebnis erschienen seid? Es bedeutet, dass ihr als Resultat der Liebe eurer Eltern in die Gegenwart gelangt seid. In einer Eltern‐Kind‐Beziehung wurden also die Kinder in gleichen Positionen geboren wie Ursache und Wirkung, die in Liebe vereint sind. (127‐13, 01.05.1983)
Die Eltern‐Kind‐Beziehung repräsentiert den vertikalen Aspekt. Folglich kann sich die Liebe in der Eltern‐Kind‐Beziehung nicht verändern. Das ist die ganze Geschichte hindurch der Fall gewesen, nicht wahr? Eheliche Liebe erstreckt sich in vier Richtungen, weil sie mit dem horizontalen Aspekt verbunden ist. Daher können weder Eltern ihre Kinder verlassen noch die Kinder ihre Eltern. (145‐274, 25.05.1986)
Die Freude, die Kinder empfinden, wenn sie mit ihren Eltern zusammen sind, sollte wirklich eine Freude sein, die die Welt repräsentiert; und die Freude, welche die Eltern durch ihre Kinder erleben, sollte eine Freude sein, die die Sehnsucht der Welt stillen kann. Die Eltern‐Kind‐Beziehung muss tatsächlich die grundlegende Wurzel des Universums sein. Wir schließen daraus, dass die elementare Wurzel der Freude hier ihren Ursprung hat, und wenn der Kummer hier seinen Ausgangspunkt hat, dann gibt es keinen Platz, der kummervoller ist als dieser. (62‐17, 10.09.1972)
Worauf basiert die Eltern‐Kind‐Beziehung? Sie basiert auf der Blutsverbindung. Das Wort „Vater“ beinhaltet Liebe und Erblinie. Um Kinder der direkten Erblinie zu sein, solltet ihr in Liebe eins sein. Ihr solltet durch die Erblinie verbunden sein. Blut schafft Leben. Es besitzt das Leben, das die Tradition der Eltern geerbt hat. Wodurch? Durch Liebe! (142‐266, 13.03.1986)
Wo wurden wir geboren? Wir wurden an einem Ort geboren, an dem die Liebe unserer Eltern wie eine Blume in großer Schönheit erblüht ist. Diese Blume blühte sehr schön, und mehr noch, sie besaß einen Duft; sie blühte als vollkommene Blume, deren Duft von den Vätern, Müttern, Gott und sogar vom ganzen Universum geliebt wurde. Wir wurden in der Mitte von dem geboren. Kinder werden als Samen an einem Ort der Freude gepflanzt, einem Ort, an dem ihre Väter und Mütter, die als Männer und Frauen geboren wurden, die das ganze Universum verkörpern, ihre Liebe zum Blühen brachten. (83‐162, 08.02.1976)
Wer seid ihr? Ihr seid diejenigen, die an der fundamentalen Wurzel beteiligt waren, die den Anfang der Liebe eurer Eltern darstellt. Diese Beziehung kann nicht getrennt werden, weil die Ursache und die Wirkung an demselben Ort begannen. Die Quelle der Elternliebe, welche die Ursache darstellt, und die Liebe im Verlauf eures Lebens, welche die Wirkung darstellt, sind eins. In diesem Sinne ist es möglich zu sagen, dass Eltern und Kinder ein Körper sind. Ohne Liebe können wir nicht über einen Körper oder über Einssein sprechen. Wir erhalten die Liebe unserer Eltern von der Zeit an, in der wir uns im Mutterleib befinden. Die Liebe und die ganze Aufmerksamkeit unserer Eltern sollten von dem Moment an auf uns konzentriert sein, an dem unsere Mütter mit uns durch die Essenz der Liebe schwanger werden. Warum ist das so? Weil wir die Frucht der Liebe sind. Wir wurden also in Liebe geboren und erhielten eine Lebensverbindung durch die Liebe; wenn wir dann in Liebe aufwachsen und die Zeit kommt, dass wir unseren Partner treffen können, dann erhalten wir unseren Partner. (127‐13, 01.05.1983)
Nichts kann die Eltern‐Kind‐Beziehung zerstören. Sie kann nicht einmal durch eine Atombombe zerstört werden. Sie kann niemals zerstört, zerbrochen oder aufgegeben werden. (21‐68, 09.09.1968)
Die Eltern‐Kind‐Beziehung kann nicht getrennt werden, wie sehr man es auch versuchen mag. Der Grund dafür liegt darin, dass eure Kinder die Natur eines Subjektes für eure Liebe und euer Leben haben. Wenn ihr das unterbindet, begebt ihr euch in eine Position, in der ihr euch selbst und sogar euer Leben verleugnet. Daher könnt ihr die Frucht eurer Liebe nicht verleugnen. Das führt uns zu der Schlussfolgerung, dass Eltern fähig sind, ihr eigenes Leben für das Wohl ihrer Kinder aufzugeben. (83‐161, 08.02.1976)
Unabhängig davon, wie glücklich ein Ehemann und eine Ehefrau zusammenleben und einander lieben, welches von zwei Paaren wäre glücklicher, eines ohne Kinder oder eines mit Kindern? Ein Paar ohne Kinder ist wie ein noch unvollendetes Werk, ein unvollständiges Paar. Stimmt das oder nicht? (92‐218, 17.04.1977)
Es gibt kein Prinzip, das Eltern bestraft, die ihre Kinder lieben. Sie können nicht geschlagen werden. Das Universum beschützt sie auf ganz natürliche Weise. Das müsst ihr wissen. Ein Ort, an dem liebevolle Eltern ihre sie liebenden Kinder umarmen und dabei Freude empfinden, kann nicht von den Prinzipien des Universums angegriffen werden; er genießt vielmehr dessen natürlichen Schutz. Das haben Menschen nicht gewusst. (130‐151, 08.01.1984)
Wenn ein Kind krank oder verkrüppelt wird, dann ist es natürlich, dass das erhabene und tiefe Herz seiner Eltern sich diesem verkrüppelten Kind zuwendet. Ist das falsch? Das Herz eines behinderten Menschen ist wie ein Tal und das Herz seiner Eltern wie eine weite Ebene auf einer Anhöhe. Das Herz solcher Eltern fließt von oben in das tiefe Tal. (147‐165, 07.09.1986)
Es gibt nichts Schlechtes im Herzen von Eltern, die zum Wohl ihrer Kinder leben. Je abgewetzter ihrer Kleidung und je elender ihre Situation ist, desto tiefer graben sie in das tiefe Tal der Tränen. (173‐262, 21.02.1988)
Meine Damen und Herren, was wäre, wenn ein Baby sich schämen würde, sein großes Geschäft zu machen? Es empfindet keine Scham, selbst nachdem es auf den Fußboden gepupt oder gepinkelt hat. Eher lächelt es und schaut neugierig zu, wie die Mutter das Ganze saubermacht. Das ist nur durch die Liebe möglich. In der Liebe gibt es nichts Schmutziges. Liebe kann alles überwinden. (116‐84, 20.12.1981)
Eine Mutter, die ihr Kind stillt und es in ihrem Schoß erzieht, hat ein aufrichtiges Herz. Das Herz der Eltern ist so beschaffen, dass sie, auch wenn ihr Kind einen Haufen oder Pipi macht und anfängt zu stinken, auf Grund ihrer Liebe diese Situationen vergessen. Wenn sogar das Herz gefallener Eltern ihren Kindern gegenüber so ist, um wie viel erwartungsvoller muss dann erst das Herz Gottes gewesen sein, der als der Subjektpartner der Liebe Adam und Eva mit dem ursprünglichen Herzen lieben wollte? Wir sollten darüber noch ein weiteres Mal tief nachdenken. (20‐209, 09.06.1968)
Das Herz von Eltern empfindet, als ob noch immer etwas fehlt, auch nachdem sie bereits gegeben haben. Sie wollen noch mehr lieben und fragen sich, ob sie schon genug geliebt haben, selbst nachdem sie geliebt haben, und sie fühlen Bedauern, auch nachdem sie gegeben haben. Weil das so ist, kann dieses Herz zum essentiellen Kern der ewigen Liebe gezählt werden. Das ist die ursprüngliche Motivation am Anfang der Liebe. (60‐82, 06.08.1972)
Wenn sich Eltern scheiden lassen, dann ist das so, als würden sie ihre Kinder mit einem Messer in zwei Teile schneiden. Das öffentliche Gesetz des Universums erlaubt das nicht. Eltern, die dieses Gesetz verletzen, werden eine Bestrafung erhalten und überall vom Unglück verfolgt werden. Sie werden kein Glück finden können. (298‐300, 17.01.1999)
Wenn ein Baby hungrig wird, schwellen die Brüste der Mutter an, weil Milch produziert wird. Wenn die Milch sich ansammelt und die Brüste anfangen zu schmerzen, entsteht ein großer Druck. Das Herz der Mutter, die ihr Kind umarmt und ihm ihre Milch gibt, ist in Worten schwer zu beschreiben. Wenn die Schwellung der Brüste nachlässt, fühlt sich die Mutter erleichtert und glücklich. Niemand kann dieses Gefühl verstehen, ohne eine Mutter zu sein. Wenn dann eine Mutter beobachtet, wie ihr Baby an ihrer Brust saugt und sie berührt, dann entspringt ihrem Herzen Liebe im Übermaß. (187‐99, 06.01.1989)
Wenn ihr eine Mutter mit einem Kind fragen würdet, wen sie eher bereit wäre zu verlieren, ihren Ehemann oder ihr Kind, dann würde sie, wenn sie ihr Kind wirklich liebt, sagen, dass sie niemals ihr Kind aufgeben würde, sondern eher ihren Ehemann, wenn es sein müsste. Ehemänner hören das vielleicht nicht gern! Heutzutage sagen durchschnittliche Menschen: „Na ja, wenn dein Kind stirbt, kannst du ja noch ein weiteres haben, nicht wahr?“ Das ist jedoch nur eine letzte Möglichkeit. Wenn wir das Prinzip bezüglich Fragen der Ordnung untersuchen, dann sehen wir, dass Ehemann und Ehefrau horizontal verbunden sind und das Schlussglied bilden. Die Geschichte der Liebe zeigt uns das. (48‐212, 19.09.1971)
Was um alles in der Welt ist ursprüngliche Liebe? Es ist jene Liebe, durch die Eltern ihr Leben für ihr Kind geben können. Ihre Liebe übersteigt ihr eigenes Leben. Warum muss das so sein? Das Universum wurde ursprünglich nicht um des Lebens willen geschaffen. Weil es für die Liebe geschaffen wurde, steht die Liebe an erster Stelle. Folglich ist es eher so, dass das Leben der Liebe folgt, und nicht umgekehrt. Aufrichtige Liebe handelt deshalb so, dass sie das Leben opfert und über das Leben hinausgeht. Ihr solltet wissen, dass dies die Liebe des Himmels ist, eine Liebe, die sich mit dem Universum verbinden kann. (132‐152, 31.05.1984)
Denkt einmal an das Leben der Lachse. Lachse sterben, nachdem sie ihre Eier gelegt haben. Trotzdem werden der männliche und der weibliche Lachs miteinander eins, wenn sie ihre Eier legen… Das bedeutet, dass Lachspaare sehr verliebt ineinander sind, als wären sie zum Tod verurteilt worden. Wenn der weibliche Fisch die Eier legt, macht das Männchen ein Loch in den Boden, um sie dort zu beschützen. Das ist wahrlich ein ideales Paar. Nachdem sie ihre Eier gelegt haben, sterben sie. Die unterschiedlichen Situationen des Sterbens von männlichen und weiblichen Lachsen zu beobachten, ist sehr schockierend. Durch ihren Tod wird der Körper der Mutter zur Nahrung für ihre Jungen. (128‐259, 28.08.1983)
Wenn es einen Schöpfer gibt, warum, glaubt ihr, hat Er den Lachs in dieser Weise geschaffen? Wenn wir dies sehen, können wir begreifen, wie wichtig unser Nachwuchs ist und wie wichtig Liebe ist. Es ist völlig natürlich zu sagen, dass Gott den Lachs als Modell dafür geschaffen hat, um zu zeigen, dass Liebe und unsere Kinder die kostbarsten Dinge sind. Das Leben des Lachses ist wahrhaft ein erstaunliches Lehrbuch für die Menschheit. (128‐259, 28.08.1983)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 364-369)
