Lebt in Harmonie mit eurem ursprünglichen Gemüt

Der Lehrer, der euch am nächsten steht, ist euer eigenes, ursprüngliches Gemüt. Euer ursprüngliches Gemüt ist wertvoller als euer engster Freund, ja sogar wertvoller als euer Vater oder eure Mutter. Ihr solltet euer ursprüngliches Gemüt um Rat fragen. Gott wohnt dort. Ihr solltet lernen, auf das zu hören, was euer ursprüngliches Gemüt euch sagt. Diesen Zustand müsst ihr erreichen. Der buddhistische Ausdruck wäre, dass ihr eure innere Natur reinigen müßt. Was Buddha mit den Worten meinte: „Ich bin mein eigener Herr im Himmel wie auf Erden“, ist, dass ihr feststellen werdet, dass Gott, der Herr, in euch wohnt, wenn ihr in euer eigenes Herz blickt. Nichts wäre dann unmöglich. (133-178, 10.07.1984) 

Liebende Gemüter versuchen immer zu opfern, nachzugeben, zu geben und zu geben. Wenn ich zum Beispiel zehn Milliarden Dollar besitzen würde und auf die Straße hinausginge, um alles zu verteilen, hätte ich immer noch nicht allen Menschen auf der ganzen Welt geholfen. Mein Gemüt würde noch immer keine Ruhe finden in seinem Verlangen, mehr zu geben. Es gibt dafür keine Grenze. Gottes Herz ist zu groß, um ganz ergründet zu werden. Deshalb sollt ihr nicht prahlen. Auch wenn ihr die großzügigste Tat vollbracht hättet und dies dann mit eurem liebevollen Gemüt überprüfen würdet, würde es antworten: „Du musst mehr tun!“ (133-180, 10.07.1984)

Ihr müsst euer Gemüt reinigen. Ihr müsst es säubern. Euer ursprüngliches Gemüt ist besser als ich. Es ist euer ewiger Meister. Deshalb solltet ihr darin keine bösen Gedanken aufbewahren. Stattdessen solltet ihr immer die Einstellung haben, aus einer öffentlichen Position heraus zum Wohl des Ganzen beitragen zu wollen. (133-178, 10.07.1984)

Wenn ihr jemanden anschaut, kann euer Gemüt auf einen Blick feststellen, was für eine Person er oder sie ist. In einem Moment habt ihr euch bereits eine Meinung gebildet. Somit ist euer vertrautester Lehrer euer eigenes Gemüt. Deshalb sollt ihr es nicht quälen. Ihr sollt es nicht unglücklich machen. Wenn ihr es tut, macht ihr den Eigentümer des Universums und mich unglücklich. Euer Gemüt ist der Meister eures Lebens. Wenn ihr deshalb euer Gemüt traurig macht, macht ihr den Meister eures Lebens traurig. Ihr sollt stattdessen einen Weg gehen, der ihm Freude bringt. (133-188, 10.07.1984)

Ihr solltet euch Zeit nehmen, Freude mit eurem Gemüt zu erleben. Für andere mag es so aussehen, als ob ihr ganz allein seid; aber während dieser Zeit sollt ihr euch mit eurem Gemüt anfreunden. Setzt euch mit eurem Gemüt an einen ruhigen Ort und meditiert. Dann werdet ihr in einen Zustand tiefen Gebetes versetzt. Ihr werdet auf diese Weise eine Welt betreten, die niemand außer euch kennt. Ihr braucht solche Erfahrungen. (133-181,10.07.1984)

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 1541-1542)