Warum erschuf Gott das Universum? Weil Er durch die geschaffene Welt Freude empfinden wollte. Obwohl Gott ein absolutes Wesen ist, kann Er allein keine Freude spüren. Freude kann nicht erlebt werden ohne einen Objektpartner. Gott braucht weder Wissen noch Geld oder Macht. Weil Gott selbst absolut und allmächtig ist, braucht Er solche Dinge nicht. Ganz gleich wie weit die Wissenschaft sich auch entwickeln mag, sie wird dem, was Gott geschaffen hat, niemals gleich werden oder es übertreffen. Das große Universum existiert in einer gewissen Hierarchie und in Übereinstimmung mit den Gesetzen der Natur. Wenn wir uns die Tatsache vor Augen halten, dass Gott der Schöpfer ist, der dieses großartige Universum in Gang hält, das weit über das Verständnis oder die Wissenschaft der Menschen hinausgeht, dann können wir mit Sicherheit sagen, dass Gott ein absoluter Wissenschaftler ist. Unter allem, was existiert, gibt es keine Macht, die sich mit der Macht Gottes messen könnte. Das ist so, weil Gottes Kraft allmächtig und absolut ist. Außerdem ist Gott ewig, unveränderlich und existiert aus sich selbst heraus. Halten wir uns all dies vor Augen, dann fragen wir uns, was sich Gott dann noch wünschen könnte? Was würde sich Gott wünschen, was jenseits von Geld, Wissen oder Macht ist? Die Frage, um die es geht, lautet: Wonach sehnt sich Gott am meisten? Es gibt nur eine Sache, die Gott unbedingt braucht. Diese Sache ist nicht nur für Gott unbedingt notwendig, sondern auch für die Menschen; und dieses Etwas ist nichts anderes als wahre Liebe. Ist es für Gott möglich, diese Liebe allein zu erlangen? Einige Menschen mögen sagen, dass Gott selbst allein lieben kann, wenn er es will, aber das geht nicht. Was Gott am meisten benötigt, ist ein Objektpartner, mit dem Er wahre Liebe teilen kann. Niemand hat das bis jetzt gewusst. (Chukbokkajeong, 302)
Wenn Gott vollkommen ist, dann taucht die Frage auf: „Warum erschuf ein so absolutes Wesen die Menschen?“ Nicht wegen Geld, Wissen oder Macht; Er erschuf die Menschen, weil dies die einzige Möglichkeit für Gott war, zu lieben. In diesem Szenario formt die Beziehung zwischen Gott, dem Vater, und den Menschen als den Söhnen und Töchtern eine Achse. Wenn die Verbindung durch diese Achse geschaffen worden wäre, dann wäre es unmöglich gewesen, die Menschen und Gott in ihrer Beziehung der Liebe voneinander zu trennen. Glaubt ihr, dass ein Mann oder eine Frau, die Gottes ursprüngliche Liebe erlebt haben, jemals wieder davon getrennt werden wollten? Im Frühling erleben Bienen den Geschmack von Nektar. Wenn ihr am Unterleib einer Biene zieht, die gerade Nektar saugt, dann könnte sogar ihr Unterleib abreißen, aber die Biene wird sich nicht vom Nektar trennen. Was würde geschehen, wenn ihr den Geschmack einer solchen Liebe erleben würdet? Auch wenn ihr irgendwie davon getrennt werden würdet, ihr würdet zurückkehren und euch für immer daran festhalten. Wenn die Grundlage, das Universum in Verbindung mit der Achse der Liebe in Gang zu halten, geschaffen ist, dann wird aus der Vereinigung eines vollkommenen Mannes und einer vollkommenen Frau das Fundament für eine Familie gebildet, ausgerichtet auf Liebe. Auf der Grundlage dieser Liebe können ein Stamm, ein Volk und eine Welt geformt und verwirklicht werden. (137-57, 18.12.1985)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 444-445)
