Gott ist die erste Ursache des Universums und der Schöpfer aller Dinge unter der Sonne. Er ist ebenfalls unser geliebter Vater. Er machte alle Dinge der Schöpfung, um Seinen einzigartigen Willen zu erfüllen. Sein Zweck liegt in der Manifestation der Liebe. Obwohl Er der Ursprung wahrer Liebe und allmächtig sein mag, kann Er für sich allein die Freude der Liebe nicht fühlen. Er braucht ein Objekt für Seine Liebe und wünscht sich eine freiwillige Liebe als Erwiderung. Der Höhepunkt der gesamten Schöpfung, geschaffen für die höchste Position, sind Mann und Frau. Folglich haben wir einen Zweck in unserem Leben. Dieser Zweck erfordert, dass wir reif werden und eine Beziehung ewiger, wahrer Liebe mit Ihm verwirklichen. Dies ist das fundamentale Prinzip, durch welches Harmonie zwischen Ihm und uns erreicht werden kann. (166-131, 01.06.1987)
Es mag wichtig sein, im Überfluss zu leben und im Leben etwas zu tun; doch vor allem anderen müsst ihr eure Pflichten der kindlichen Treue und der Loyalität den vertikalen himmlischen Eltern gegenüber erfüllen. Ihr solltet dabei in eurer Hingabe Ihm gegenüber lebende Heilige noch übertreffen. Derartig ist der ursprüngliche Zweck der Geburt der Menschheit. Er schuf uns, damit Er solchen Menschen begegnen kann. Solcherart ist unser eigentlicher Zweck. (58-231, 11.06.1972)
Wo finden wir den rechtschaffenen Lebensweg? Von was stammen die Menschen ab? Sie sind aus der Liebe geboren! Welchen Weg sollten sie dann im Leben gehen? Es ist der Weg der Liebe. Wofür sollen sie sterben? Die logische Schlussfolgerung heißt, für die Liebe. Was für eine Art von Liebe ist das? Es ist diejenige, die auch vom Makrokosmos, nicht nur vom Mikrokosmos, willkommen geheißen werden kann. Der Zweck des Lebens kann wahrgenommen werden, als vom Herzen des Makrokosmos stammend und wird somit von Gott, der Engelwelt, der gesamten Schöpfung, allen Menschen und unseren Eltern, anerkannt. Dieser Zweck ist, im Universum zu leben, in ihm zu lieben und in ihm zu sterben. (83-164, 08.02.1976)
Wenn sich die Menschen über etwas freuen, dann wünschen sie sich, diese Freude mit ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten zu teilen. Vergnügen bringt Glück. Glück ist ewig, und was ewig ist, ist das Herz der Liebe. Was ist das Zentrum des Universums? Es sind Eltern und Kinder, das heißt Eltern und wir. Es ist Gott und wir. Gott ist unser Vater, und wir sind Seine Kinder. Unser höchster Zweck im Leben besteht darin, unseren Vater zu finden und unbegrenzte Freude darüber zu empfinden, eine unzertrennliche Beziehung zu Ihm aufzubauen. (12-104, 16.12.1962)
Ich ging einmal eine Straße entlang und es ergab sich ein Gespräch mit einem alten Mann. Ich fragte ihn: „Wohin gehen Sie?“ Und er antwortete mir: „Wohin sollte ich schon gehen? Wohin sonst, als zum Haus meines Sohnes?“ Dann fragte ich: „Wenn das so ist, was werden Sie dort machen?“ Und er antwortete: „Ich werde essen, was immer man mir anbietet, und wenn sie so gut sind, mir Hühnchen anzubieten, werde ich es genießen etwas davon zu nehmen.“ Ich fragte ihn nochmals: „Was werden Sie danach tun,
wenn Sie Ihr Mahl gehabt haben?“ Und er gab mir diese Antwort: „Nicht viel.“ Müssen wir unser Leben auf diese Weise verbringen? (19-289, 10.03.1968)
Beim Errechnen der Finanzen eines Geschäfts müsst ihr die Einkünfte und Ausgaben genau kalkulieren. Beim Errechnen der Konten eines Geschäfts müsst ihr große Sorgfalt anwenden. Verwendet ihr auch die gleiche Sorgfalt, wenn ihr die Bilanz der Konten eures Lebens zieht? Habt ihr je versucht, die Konten eures Lebens zu errechnen? Seid ihr in den roten Zahlen oder in den schwarzen? Wenn ihr rote Tinte seht, solltet ihr dies schmerzlich beklagen. Die Menschen sollten in der Lage sein, auf ihrem Totenbett vor Freude zu singen. Wenn ihr euch aber dagegen wehrt, die Tatsache des nahenden Todes zu akzeptieren, zeigt diese Abwehr, dass ihr ein Leben in den roten Zahlen gelebt habt. Wir sollten unser Leben in den schwarzen Zahlen im Bereich des Herzens, basierend auf dem absoluten Standard, führen. (19-289, 10.03.1968)
Für wen leben die Menschen? Wenn ihr darauf antworten würdet: „Ich lebe für mich“, würdet ihr die Note „ungenügend“ bekommen. Könnte sich eine Familie durch diejenigen erhalten, die nur für sich selbst leben? Sie könnten keine hoffnungsvolle Familie bilden. Kann sich eine Nation durch sie aufrechterhalten? Sie kann es nicht. Kann die Welt sich durch diese erhalten? Sie kann es nicht. Es gäbe in deren Leben keinen Platz für die Welt. Das öffentliche Bewusstsein des Himmels und der Erde würde sie zurechtweisen: „Ihr individualistischen Ganoven! Raus mit euch!“ Wenn Menschen sich immer an die erste Stelle setzen, wird es dann einen Platz für ihre Familien geben? Würde es dann einen Platz für eine ideale Nation geben? Könnten sie durch ein Loch eintreten, das kleiner ist als die Spitze eines Messers? Wie sehr sie es auch versuchten, sie könnten niemals durch eine so enge Stelle eintreten. (57-66, 28.05.1972)
Ihr solltet die Liebe verstehen. Der Zweck von jeglicher Existenz ist die Liebe. Ihr müsst dieses unveränderliche Prinzip in eurem Herzen bewahren; es sagt euch, dass ihr lieben und für die Liebe existieren solltet. Die Vögel fliegen umher, sie zwitschern und freuen sich an der Gesellschaft der anderen, alles nur aus Liebe. Die positiven und negativen Pole der Magneten ziehen einander an und kleben aneinander, alles nur, weil sie in Liebe vereint sein wollen. Die Menschen wollen immer ihre andere Hälfte treffen, um mit ihr vereint sein zu können. (67-159, 01.06.1973)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 1532-1534)
