Was ist das Gemüt? Es ist euer Meister und Lehrer. Da euer Körper eurem Gemüt ähnlich ist, ist das Gemüt der Ursprung des Körpers. Deshalb steht das Gemüt auf der horizontalen Ebene an der Stelle eures Vaters und eurer Mutter, eures Lehrers und eures Meisters. (222-157, 03.11.1991)
Euer ursprüngliches Gemüt braucht keinen Lehrer. Es ist euer zweiter Gott. Versucht nicht einem Lehrer oder mir zu folgen; versucht stattdessen eurem Gemüt zu dienen. Was ist mit dem Gemüt? Ihr wacht am Morgen ganz allein auf, es ist so still, dass ihr sogar das Quieken einer Maus oder das Summen einer Fliege hören könnt, und ihr denkt bei euch: „Gut, ich sollte dieses oder jenes mögen. Ich sollte versuchen, etwas Gutes zu tun.“ Euer ursprüngliches Gemüt wird euch sagen: „Gut! Gut! Tue es jetzt!“ Wenn ihr dagegen nur böse Gedanken hegt, wird euch das Gemüt tadeln und sagen: „Nein! Nein! Du Narr!“ Würde es etwa nicht wissen, was ihr denkt? Natürlich weiß es das. Es weiß es nur zu gut. (138-124, 19.01.1986)
Habt ihr je über den Wert eures ursprünglichen Gemüts nachgedacht, wie wertvoll es unter allen euren Eigenschaften ist? Immer wenn der Körper etwas Falsches tun will, versucht das Gemüt, ihm davon abzuraten und ihn daran zu hindern, es zu tun. Der Körper jedoch greift immer an, ignoriert, trampelt auf dem Gemüt herum und versucht zu machen, was er will. Habt ihr je darüber nachgedacht, wie euer Gemüt in eurem Körper immer wieder Opfer bringen muss, um seine Pflichten als Subjektpartner zu erfüllen, und zwar sogar inmitten von Verfolgung, als euer Kamerad und Lehrer bis zum Tod? (217-91, 04.05.1991)
Unser Gewissen ist unser Meister. Wie oft hat euch euer Gewissen ermahnt, wenn ihr böse Gedanken im Kopf hattet? Wie sehr hat es sich Sorgen darüber gemacht, wie es euch über Berge und Flüsse führen könnte, wobei es euch unermüdlich auf den rechten Pfad zurückrief? Auf diese Weise versucht das Gewissen, euch in der Form des rechten Meisters zu beschützen. Der treulose Körper hat diesen Lehrer jedoch geringschätzig behandelt, obwohl er der einzige ehrbare Lehrer war, der euch von Gott und dem Universum gesandt wurde. Der Körper ist auf dem Gewissen herumgetrampelt, das anstelle der Eltern gesandt wurde, um den Körper mit dem Gemüt der ursprünglichen Liebe zu verbinden. Liebt ihr diesen Körper, welcher zum Feind des Gemüts geworden ist? Nein, das solltet ihr nicht! (201-353, 30.04.1990)
Jetzt ist die Zeit vorbei, in der wir auf die Worte eines anderen hören sollten. Mehr als auf die Worte eines brillanten Lehrers, der tausendmal größer ist als ihr, oder mehr als auf irgendeine andere Wahrheit in der Welt, solltet ihr auf die Worte eures ursprünglichen Gemüts hören. Ganz gleich, wie viel ihr von ihm gehört habt, ihr solltet immer wieder zurückkommen, um noch etwas mehr zu hören. Dann würdet ihr etwas von unbegrenzter Größe von ihm hören, etwas Unvorstellbares, welches die größten Geheimnisse der Schöpfung offenbaren würde. (7-201, 06.09.1959)
Ihr könnt euch nicht im Geringsten vorstellen, wie sehr sich das Gewissen für den Körper aufgeopfert hat. Versteht ihr die Umstände des Gewissens, auf welchem sein Leben lang herumgetrampelt worden ist? Es ist immer müde, weil es euch Tag und Nacht leiten muss: Dennoch gibt es nicht auf, euren Körper davon abzuhalten, etwas Falsches zu tun. Es sagt dem Körper: „Du hast mehr als genug getan. Solltest Du nicht aufhören und mir jetzt zuhören?“ Es ist euch am nächsten und steht an der Stelle Gottes, eurer Eltern und eurer Lehrer. Es muss nicht erzogen werden. Der Körper jedoch benötigt definitiv eine Erziehung. (214-282, 03.02.1991)
Wenn ihr an euer Gemüt und an euren Körper denkt, wie bemitleidenswert ist euer ursprüngliches Gemüt? Es steht an Gottes Stelle. Es repräsentiert alle eure Vorfahren, eure Vorläufer. Das ursprüngliche Gemüt repräsentiert den Lehrer und auch den Herrscher. Dennoch wurde es nicht respektiert und eine endlos lange Zeit mit Verachtung behandelt. Als Zentrum des Universums steht es in der Position von wahren Eltern, wahren Lehrern, wahren Meistern und in der Position des einen Subjektwesens mit wahrer Liebe. Es opfert sich immer und immer wieder, um euch während eures Erdenlebens zu retten. Ist es nicht so? Obwohl es so viel opfert, hat es sich nicht ein einziges Mal beklagt! Obwohl es unablässig herumgeschubst und verächtlich behandelt wird – in einem Maße, dass man es für tot halten könnte – rührt es sich wieder, wann immer ihr einen schlechten Gedanken hegt oder eine üble Tat vorhabt, um euch davon abzuraten. Es versucht, euch mit den Worten zur Vernunft zu bringen: „He, du Teufel!“ Wie sehr habt ihr euch über das Gemüt lustig gemacht? Das ursprüngliche Gemüt steht in der Position von Eltern, Lehrern und Meistern. In der Welt des Gemüts ist kein Bedarf für ein Gerichtsverfahren, da ihr selbst am besten wisst, was ihr getan habt. Man braucht keine Dritten als Zeugen. (209-154, 28.11.1990)
Niemand wusste, dass sich in uns ein großer Lehrer befindet. Das ursprüngliche Gemüt steht an der Stelle eines großen Vaters und einer großen Mutter. Der Rat einer Mutter oder eines Vaters steht niemals im Gegensatz zum ursprünglichen Gemüt. Immer wenn es euch berät, wie es euer Vater und eure Mutter tun würden, sollt ihr lernen zu gehorchen. Ein geregeltes Leben benötigt einen moralischen Standard, der als ursprüngliche Vergleichsbasis dienen kann. Eine solche Formel, die auf dem ursprünglichen Gemüt basiert, muss noch gebildet werden. Ihr dürft euer Gemüt nicht quälen. Hätte jemand von euch gern eine gespaltene Persönlichkeit? Das ursprüngliche Gemüt steht an der Stelle des Lehrers, der Eltern und an der Stelle Gottes. Es gibt keinen Lehrer, der das Gemüt lehren kann. (207-266, 11.11.1990)
Alle Menschen tragen während ihres Lebens den wichtigsten Lehrer in sich. Dennoch misshandeln und missbrauchen sie ihn häufig und trampeln auf ihm herum. Dieser Lehrer ist nichts anderes als unser eigenes Gewissen. Um uns zu helfen, spricht es immer zu uns und versucht uns mit der wahren Liebe zu verbinden. Es ermutigt uns, so wie unsere Eltern, gut und selbstlos zu werden, und führt uns dahin, in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes zu handeln. Es gibt jedoch einen Rebellen in uns, der gegen die Worte des Gewissens angeht. Dieser Rebell ist unser Körper. (201-208, 09.04.1990)
„Bevor du den Wunsch hast, das Universum zu beherrschen, musst du zuerst die Herrschaft über dich selbst gewinnen!“ Dies war das Motto in der Zeit, als wir als Pioniere den Weg der Wahrheit bereiteten. Ich sagte allen: „Bevor man das Verlangen hegt, das Universum zu regieren, bevor man eine Beziehung zu allem in dieser Welt aufbaut, muss man zuerst das Selbst beherrschen!“ (201-154, 30.03.1990)
Das ursprüngliche Gemüt hat drei große Rollen. Es kann der Meister, Lehrer oder Eltern sein; und nur wenn der Körper mit seinem Dienst am Gemüt unzufrieden ist und ihn für nicht ausreichend erachtet, auch nachdem er zehntausend Jahre lang dem Gemüt gedient hat, kann schließlich der himmlischen Segen kommen und in euch wohnen. Das Gemüt möchte dem Körper dienen, aber der Körper dient nicht dem Gemüt. Dies ist das Problem. Das Problem liegt im Selbst, nicht in der Gesellschaft. (201-154, 30.03.1990)
Das ursprüngliche Gemüt versucht euch in Form des wahren Meisters zu beschützen. Dennoch behandelte der verräterische Körper diesen Lehrer immer wieder verächtlich, obwohl er der einzigartige und ehrwürdige Lehrer ist, der vom Universum zu uns gesandt wurde. Er trampelte auf dem Gewissen herum, welches an Stelle der Eltern gesandt wurde, um den Körper mit dem Gemüt der ursprünglichen Liebe zu verbinden. Liebt ihr diesen Körper, der zum Feind des Gemüts geworden ist? Nein, das sollt ihr nicht! Ohne dass ihr den Konflikt zwischen Gemüt und Körper beendet, kann das Reich Gottes niemals errichtet werden. Kein einziger Heiliger hat daran gedacht. (201-154, 30.03.1990)
Yang und Yin, die innere Natur und die äußere Form, das Positive und Negative sind komplementär; sie können nicht in Konflikt geraten. In der heutigen gefallenen Menschheit jedoch kann man sowohl die Stimme des Gemüts als auch die des Körpers vernehmen. Diese sind bisher nicht vereinigt worden. Wie kam es, dass das Gemüt und der Körper von Mann und Frau, die geschaffen wurden, um Gott zu gleichen, getrennt wurden? Dies ist das Problem. Gott ist absolut, und deshalb sollten die grundlegenden menschlichen Eigenschaften von Gemüt und Körper absolut vereinigt und in die gesamte von Ihm geschaffene Welt integriert sein. Sie sollten gemeinsam als Zentrum für diese Welt dienen. Stattdessen wurden sie jedoch getrennt. Wie ist das geschehen? Wenn sie dafür bestimmt gewesen wären, sich voneinander zu trennen, dann gäbe es keinen Gott und es könnte niemals eine Grundlage für so etwas wie Ideale, Einheit, Frieden oder Glück gefunden werden. (195-304, 17.12.1989)
Gott ist nicht weit von uns entfernt, sondern in uns. Ist euer ursprüngliches Gemüt euer Meister? Wenn ihr nachts versucht, eine schlechte Tat durchzuführen, steht euer Gemüt vor euch und verbietet euch zu gehen. Es erscheint jederzeit und an jedem Ort, wo ihr euch befindet, als euer Meister; es führt euch, wie es eure Mutter oder euer Lehrer tun würde. Somit ist euer Körper euer Feind. (201-74, 01.03.1990)
Wie ist Gott? Er ist sowohl männlich als auch weiblich, genau wie der Mensch. Ihr könnt euer Gemüt nicht sehen, nicht wahr? Möchtet ihr es sehen oder nicht? Das Gleiche gilt für Gott. Aus der geistigen Perspektive heraus verstehen wir, dass Gott keinen Körper hat. Bis jetzt war es so. Da Adam keine Vollkommenheit erreichen konnte, war Gott seines Körpers beraubt. Er existiert stattdessen als der dem Gemüt ähnliche Meister, Lehrer oder Manager, als dem Gemüt ähnliche Eltern in einem dem Gemüt ähnlichen Universum. (197-44, 07.01.1990)
Es kann nichts erreicht werden, wenn Gemüt und Körper nicht eins sind. Das ist es, worauf ihr euch konzentrieren sollt. Wenn etwas während des Gebets euer Gemüt belastet, sollt ihr bereuen. Wenn ihr bereut, sollt ihr es nicht allein tun. Die vier Himmelsrichtungen von Nord, Süd, Ost und West müssen zuerst arrangiert werden. Ihr müsst es laut aussprechen vor denjenigen, die euch am nächsten stehen, wie euren Eltern oder eurem Lehrer. Danach müsst ihr das, was ihr falsch gemacht habt, auch vor euren Kindern und Studenten öffentlich machen. „Ich habe diese Dinge getan; denkt ihr, mir kann vergeben werden?“ Auf diese Weise müsst ihr einen Weg gehen, auf dem euch diejenigen, die euch am nächsten stehen, von ganzem Herzen unterstützen können. Versteht ihr, was ich versuche zu sagen? (184-301, 01.01.1989)
Wann können euer Gemüt und euer Körper vereinigt werden? Habt ihr je darüber nachgedacht? Dies ist ein sehr ernstes Thema. Sie befinden sich in einem lebenslangen Kampf, und wer kann ihn stoppen? Dies ist das Problem. Euer Vater und eure Mutter, euer König oder euer Lehrer und sogar Heilige können ihn nicht beenden. Wo ist der Meister, der ihn stoppen kann? Habt ihr je ernsthaft nach ihm gesucht? Dieser Meister ist die wahre Liebe. (184-211, 01.01.1989)
Das ursprüngliche Gemüt ist euer Wächter; es beschützt euch Tag und Nacht und gibt euch keine Ruhe, indem es euch immer wieder sagt: „Tue Gutes. Tue Gutes!“ Könnt ihr euch vorstellen, wie ausgelaugt es sein muss? Von dem Tag an, an dem ihr geboren wurdet, von dem Tag an, an dem ihr für euch selbst denken könnt, von dem Tag an, an dem ihr die intellektuellen Eigenschaften erwerbt, um jede Situation innerhalb der Gesellschaft zu analysieren, folgt euch das Gewissen bis zum Tod und sagt euch unaufhörlich, was ihr tun sollt. Dies ist etwas, was nicht einmal euer Lehrer, eure Mutter oder euer Vater tun können. Es sagt euch, dass ihr Gott, den Heiligen, den Patrioten und den treuen Kindern ähneln sollt. Es weist euch an, diesen allen ähnlich zu werden und sagt immerzu: „Du, Körper, du sollst mir ähneln!“ (179-311, 14.08.1988)
Die Einheit von Gemüt und Körper kann durch wahre Liebe zu Stande kommen. Somit opfert sich das Gemüt für den Körper und vergisst wiederholt, dass es dies getan hat. Das ursprüngliche Gemüt steht für Gott und ist für euch der Lehrer aller Lehrer. Euer ursprüngliches Gemüt ist euer Zentrum, von Gott an Seiner Stelle gesandt. Es ist das vertikale Du. (226-60, 01.02.1992)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 1545-1549)
