Kann Gott, weil Er Liebe mag, verrückt nach Liebe werden? Kann der allwissende, allmächtige und wunderbare Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, verrückt nach Liebe werden? Es gibt Zeiten, in denen ein Großvater, der normalerweise wie ein Tiger dominiert, sanftmütig unter die Kontrolle der kleinen Großmutter kommt. Was lässt ihn das tun? Er macht das, weil er am Haken der Liebe hängt. Liebe hat große Macht. Darum kapituliert Gott hilflos vor der Liebe. (137-84, 24.12.1985)
Wenn der fähige, allwissende und allmächtige Gott existiert, welche Art von Dingen würden Ihm gefallen? Die logischste Schlussfolgerung ist: Da Gott besser als der Mensch ist, würde Er zwangsläufig die Liebe mögen. Was in aller Welt ist dann Gottes Liebe? Sogar vor dem Anfang der Zeit hatte Gott die Liebe, die unaufhörlich für andere lebte, und Er strebte danach, diese Art der Liebe zu praktizieren. (90-86, 19.12.1976)
Ihr solltet Söhne Gottes sein. Welchen Weg wollt ihr als Gottes Söhne einschlagen? Den Weg des Geldes? Würde Gott sagen: „Ich bin allwissend und allmächtig und auf der Grundlage Meiner großen Macht müsst ihr mit Mir in eine Eltern-Kind-Beziehung kommen“? Wie steht es mit Wissen? Das sind alles periphere Dinge. Gott will sich auf die Liebe konzentrieren und sagt: „Ich muss mit dieser Liebe eins sein.“ Ihr solltet sagen: „Nur diese Liebe ist die Beste.“ Wenn ihr diese Liebe total eingenommen habt, wird sogar der mächtige Gott dieses Universums sagen: “Ja, ja!“ (69-181, 12.11.1973)
Wie allwissend und allmächtig Gott auch sein mag, kann Er Männern und Frauen befehlen, der wahren Liebe absolut zu gehorchen? Um eine gebietende Präsenz als Vater zu haben, sollte Gott befehlen: „Auch Ich gehorche der wahren Liebe absolut, darum gehorcht der wahren Liebe, so wie Ich es tue.“ Wenn Gott Seinen Söhnen und Töchtern sagen würde, sie sollten der wahren Liebe absolut gehorchen, ohne es jedoch selbst zu tun, würde das Sinn machen? Gott, der wahre Liebe besitzt, würde ein Diktator werden. Nur wenn Gott sagt: „Genau wie Ich ewig und absolut der wahren Liebe gehorche, so müsst ihr Söhne und Töchter ewig der wahren Liebe gehorchen“, werden sie sagen: „Amen!“ Andernfalls würden sie Ihn verspotten und sagen: „Der Vater lebt, wie es Ihm gefällt, und wir haben nichts zu tun als zu gehorchen? Puh!“ Es würde dann Probleme geben. Darum müssen wir die Ansicht etablieren, dass auch Gott der wahren Liebe absolut gehorcht. (211-84, 29.12.1990)
Wie allwissend und allmächtig Gott auch sein mag, Er gehorcht der wahren Liebe absolut. Wie klingt das, gut oder schlecht? Würde diese wahre Liebe gut sein, wenn sie aus dem Osten vernommen wird, und schlecht, wenn sie aus dem Westen vernommen wird? Sie ist immer gut, ob ihr sie aus dem Westen, Süden oder Norden, von oben oder von unten vernehmt. Tag und Nacht, während der vier Jahreszeiten und durch die Zeit eurer Jugend bis zum hohen Alter wird es in alle Ewigkeiten erfreulich sein, den Klang der wahren Liebe zu vernehmen. (211-75, 29.12.1990)
Gott, der absolute Macht geltend macht, sucht auch einen Ort, an dem sich die Liebe niederlassen kann, einen Ort, an dem die Liebe sein kann. Auch Gott mag die Liebe absolut. Wie sehr mag Er sie? Mehr als Seine Absolutheit, Allwissenheit, Allmacht und Allgegenwart. Gott wird den Gesetzen der wahren Liebe absolut gehorchen, auch wenn Er dafür alles andere aufgibt. Nur dann macht es Sinn. Man sagt, dass Gott der Vater der Menschheit ist, nicht wahr? Kann dieser Vater dann Seinen Söhnen und Töchtern sagen, sie sollen der wahren Liebe absolut gehorchen, wenn Sein eigenes Leben nicht auf die Liebe ausgerichtet ist? Dieses Grundprinzip ist unverzichtbar. Daher kann Gott nur wenn Er selbst in absolutem Gehorsam der Liebe gegenüber lebt, Seine Kinder erziehen und sagen: „Ihr sollt so leben, weil Ich selbst auf diese Weise lebe.“ (207-261, 11.11.1990)
Der absolute Gott denkt auch: „Obwohl Ich absolut, allwissend, allmächtig und allgegenwärtig bin und alles habe, will Ich auch in Gehorsam etwas Absolutem gegenüber leben.“ Gott hat auch den Wunsch, zum Wohle anderer zu leben. Da Gott so ist, verlangt Seine Liebe nicht, dass andere Ihm dienen. Er liebt nicht auf die Art, dass Er verlangen würde, bedient zu werden. (201-115, 27.03.1990)
Auf welcher Grundlage wird Einheit erreicht werden? Wird sie, da Gott allwissend und allmächtig ist, auf der Grundlage Seiner Allwissenheit oder Seines Wissens kommen? Nein! Oder auf der Grundlage von Macht? Auch mit Macht wird es nicht gehen. Wie mächtig der Frühling auch sein mag, er kann nichts anderes sein als eine Jahreszeit, in der Blumen blühen. Obwohl dem Sommer nachgesagt werden mag, dass er mächtig ist, kann er nichts anderes als eine Jahreszeit sein, in der die Bäume voller Blätter sind. Im Herbst werden sie alle vergehen. Obwohl man sagt, dass der Herbst die Jahreszeit der Ernte ist, kann er den Winter nicht überwinden. Um diese Grenzen zu überwinden, müssen die Jahreszeiten immer der Sonne als ihrem Zentrum dienen. Indem sie dem Zentrum dienen, werden alle vier Jahreszeiten triumphieren; auf keine andere Art können sie sich vereinigen. Was bedeutet das? Wenn Gott mit der Tradition der Eltern eine Bühne betritt, auf der die Söhne und Töchter, Schwestern und Brüder miteinander kämpfen, und im Zentrum steht und sagt: „Tut es auf diese Weise“, werden sie sich dann nicht vereinen? Alle, die etwas anderes behaupten, sind verrückt. (221-190, 24.10.1991)
Die moderne Theologie ist dem Untergang geweiht, weil sie sagt, dass Gott lieben kann, wie Er will, weil Er allwissend und allmächtig ist. Kann ich, wenn ich allein bin, lieben, wie es mir gefällt – ohne meine geliebte Frau? Kann ich das? Jene, die sagen, dass ich es kann, sind verrückt. Kann Gott lieben, wenn Er für sich allein ist? (209-81, 27.11.1990)
Gott ist allwissend und allmächtig. Wie würde die Welt aussehen, wenn es noch ein allwissendes und allmächtiges Wesen gäbe, genau wie Gott, und die beiden würden einander lieben? Sie würden nicht miteinander im Gleichgewicht sein und würden stattdessen voneinander wegrennen. Alles, was zwischen ihnen festgefahren wäre, könnte sich nicht mehr vor oder rückwärts bewegen; es würde seitwärts ausscheren. Das Schwache wird vom Starken angezogen und das Starke vom Schwachen; nur so zusammengefügt passen sie genau ins Zentrum. Das Schwache sucht das Starke und das Starke sucht das Schwache. Frauen, die unmännliche Männer mögen, könnten genauso gut sterben. Das Gleiche gilt für Frauen, die unmännliche Männer lieben wollen. Wenn eine Frau [mit sexueller Motivation] die Hand einer anderen Frau berührt, fühlt sie sich dann gut? Wenn Frauen Hände halten, fühlen sie sich dann gut? Wenn die sanfte Hand einer Frau eine andere sanfte Hand hält, wie schlecht muss sich das anfühlen! Wie schlecht muss das Gefühl von zwei sanften Händen sein! Es ist schlimmer als Sterben. Wir können also sagen, es ist wie Sterben. (167-300, 20.08.1987)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 85-87)
