Die Liebe der Eltern bleibt vollständig, auch wenn sie immer wieder geteilt wird

Warum lieben wir unsere Kinder? Warum können wir nicht anders, als sie zu lieben? Weil unsere Kinder zu lieben soviel bedeutet, wie Gottes großes Werk der Schöpfung auf der horizontalen, substantiellen Ebene zu erben. Wir empfinden die Freude, die Gott empfunden hat, nachdem Er Adam und Eva geschaffen hatte. Wir erben Gottes Liebe und Seine Autorität zum Schaffen. (76‐45, 26.01.1975)

Auch wenn Menschen das nicht verstehen mögen: Eltern, die viele Kinder erzogen haben, können erkennen, dass ihr liebendes Herz weit, groß und tief ist. Menschen, die viele Kinder erzogen haben, spüren aus sich selbst heraus, dass sie auch ihre schlimmsten Feinde nicht schlagen können. Sie stehen auf einem solch breiten Fundament und leben nach einem ebenso umfassenden Gesetz. (51‐318, 05.12.1971)

Wenn ein Kind geboren wird, folgt es dem elektrischen Fluss der Liebe und sucht automatisch nach einem Brustnippel. Es spielt keine Rolle, ob sie hässlich oder hübsch ist – sie muss nur seine Mutter sein. Das ist wahrhaftig ein Anblick von unvergleichlicher Harmonie und Heiligkeit. (298‐304, 17.01.1999)

Menschen werden in Liebe geboren und wachsen auf, während sie Liebe empfangen. Jeder von uns ist die Frucht der Liebe unserer Eltern. Ihr seid die sichtbare, reale Frucht der Qualität der Liebe eures Vaters und eurer Mutter. Eltern müssen den Menschen lieben, der die Frucht ihrer Liebe ist. Durch diese Frucht trägt die unendliche Liebe aufs Neue ihre Früchte. Hier zeigt sich der Weg, durch den wir mit individueller Liebe verbunden sein können, aber auch mit der Liebe der Familie, des Stammes, der Welt, des Universums und sogar mit der fundamentalen Liebe Gottes. (126‐245, 24.04.1983)

Ihr seid vor euren Eltern ein einzigartiger Teilhaber und Partner der Liebe. Durch die Liebe könnt ihr eurem Vater und eurer Mutter gleichwertig sein und in eine gleichwertige Position hineinwachsen. Das ist das Vorrecht der Liebe. Eltern wollen alles, was sie besitzen, ihren Söhnen und Töchtern vererben, die sie wahrhaftig lieben. Um das Universum zu erben, könnt ihr hineinspringen und 100 Prozent erben, wenn ihr eine gleichwertige Position der Liebe innerhalb der Tradition der Liebe gefunden habt. Darum wollen Eltern Kinder haben, die ihnen treu ergeben sind. Treu ergebene Kinder geben die Erbschaft der Liebe als Teilhaber an der ewigen Liebe ihrer Eltern weiter. (140‐233, 12.02.1986)

Ein Baby, das aus Liebe geboren wurde, kann machen, was es will, ihr werdet ihm nicht abgeneigt sein; ihr werdet es vielmehr gern haben, was immer es auch tut. Das ist so, weil das Baby aus eurem eigenen Fleisch und Blut gemacht und euer zweites Selbst ist, das durch Liebe geschaffen wurde. Selbst wenn es pinkelt oder einen Haufen macht oder seine Nase läuft, ist es niedlich und liebenswert. Der Grund liegt darin, dass diese Dinge von Liebe durchtränkt sind. (Chukbokkajeong, 887)

Die Liebe zwischen Eltern und Kindern kommt von den Eltern. Wir erhalten die Liebe unserer Eltern vom Augenblick unserer Geburt an. Wir erhalten elterliche Liebe und wachsen heran und dann praktizieren wir die horizontale Liebe von Ehemann und Ehefrau. Damit die Liebe zwischen Ehepartnern anhalten kann, müssen sie Kinder haben und diese lieben. Die Eltern können echte Liebe nur empfinden, wenn sie Kinder haben. Die Liebe von Brüdern und Schwestern allein kann uns nicht lehren, was elterliche Liebe ist. In anderen Worten, wir können diese Liebe nur kennenlernen, wenn wir den Kreislauf durchleben, der mit unseren Eltern beginnt und sich vollendet, wenn wir selbst Eltern werden. (66‐119, 18.04.1973)

Mit jedem von uns sind das Band der Liebe unserer Mutter – unserer Eltern – und das Band unserer Ideale verbunden, die von niemandem durchtrennt werden können. Vielmehr werden sie durch die gesamte Macht des Universums beschützt. Wo immer ich auch hingehe, werden mir meine Eltern also folgen. Meine Eltern wollen immer mit mir sein, sogar in der Geistigen Welt. Folglich ist es eine Sünde, es nicht zu mögen, wenn eure Eltern euch begleiten. Ihr solltet daher wissen, dass es für die Menschen von höchstem Wert ist, an ihre Eltern zu denken, sie zu lieben, als wären sie der eigene Körper, und kindliche Treue zu praktizieren. (298‐300, 17.01.1999)

Es geschah durch die Liebe unserer Eltern, dass wir geboren wurden. Dadurch wurden wir an die Liebe unserer Eltern angepfropft. Bevor die Bande des Lebens und der Erblinie durch die Liebe geknüpft werden, sind diese bereits vorbereitet. Warum ist jede Einzelperson so kostbar? Sie ist nicht nur deshalb kostbar, weil sie Leben in sich trägt, sondern weil sie an der Liebe ihrer Eltern teilgehabt hat. Es waren die Eltern, die geliebt haben, aber die Einzelperson ist die Frucht ihrer Liebe. Jeder Einzelne ist deshalb so kostbar, weil er mit dem Ausgangspunkt und der Frucht geboren wurde. (140‐233, 12.02.1986)

Wahre Eltern werden alles versuchen, um die Tradition der Liebe weiterzuführen. Das ist für Menschen aus dem Osten und aus dem Westen das Gleiche. Alle Eltern versuchen, die universelle Tradition der Liebe zu etablieren, indem sie über die Grenzen ihres eigenen Stammes hinausgehen. Menschen, wer immer sie auch sein mögen, versuchen, ihre Familie vollständig und harmonisch zusammenzubringen und ein glückliches und friedvolles Leben zu führen. Unabhängig davon, ob jemand aus dem Osten oder dem Westen kommt, dürstet jeder nach einem solchen Leben. In diesem Fall ist die Tradition das Wesentliche. Das ist deshalb so, weil nur die Tradition mit der Zukunft verbunden ist. (Tongil Segye, 11.11.1978)

Was ist größer, eheliche Liebe oder die Liebe zwischen Eltern und Kindern? Menschen aus dem Westen denken, dass eheliche Liebe größer ist. Aber das stimmt nicht. Die Liebe zu einem Kind ist größer als die Liebe zwischen Ehemann und Ehefrau. In der ehelichen Liebe streiten sich Ehemann und Ehefrau, weil sie denken, dass einer den anderen nicht liebt, aber Eltern und Kinder streiten mit dem Gedanken, dass sie den anderen mehr lieben sollten. Das ist so, weil die Liebe zwischen Eltern und Kindern den Mittelpunkt darstellt und vertikal ist, und weil sie dem Weg folgt, der dem himmlischen Gesetz nahekommt. Daher stellen wir fest, dass die Liebe, die anderen dient, der wahren Liebe näher ist. Wie stark ein Mann auch sein mag und wie zäh eine Frau auch sein mag, sie werden sich vor dieser Liebe verbeugen. (90‐84, 19.12.1976)

Der Grund dafür, dass Eltern wertvoll sind, liegt darin, dass Eltern sich für ihre Kinder hingeben. Die Dinge liegen am Ende also andersherum: Wenn Eltern alt werden, werden sie wie Kinder. Lange davor waren die Eltern die Lehrer ihrer Kinder, aber wenn sie einmal 70 oder 80 Jahre alt werden, werden sie wie die Kinder. Zu dieser Zeit übernimmt das Kind den Platz des Vaters oder der Mutter. Das Kind sollte seine Eltern lieben, so wie es von ihnen gelehrt wurde. Das ist das Prinzip des Himmels und der Erde. (137‐95, 24.12.1985)

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 369-371)