Der Tod ist der unvermeidbare Abschluss des irdischen Lebens

Es gibt viele Menschen, die bis zum heutigen Tag gelebt und geglaubt haben, dass der Tod das Ende des Lebens ist. Sie meinen: „Wenn ich 70 oder 80 Jahre lebe, bin ich zufrieden. Und wenn ich sterbe, dann soll es so sein.“ Im Verlauf der Geschichte gab es auch Menschen, die tief darüber nachgedacht haben, wie man für immer leben kann. Sie fragten sich, ob es denn keine Möglichkeit gibt, über den Tod hinaus weiterzuleben. Je mehr man sich an dieses Wunschbild klammerte, desto mehr dachte man nach und fragte: „Was ist der Sinn des menschlichen Lebens? Warum werden wir geboren und warum gehen wir unseren Weg, wie Wanderer es tun?“ Die Menschen würden vielleicht antworten: „Das Leben ist ein bitterer Ozean“, oder: „Das Leben ist vergänglich wie der Tau auf dem Gras.“ Wenn sie jedoch ewig leben könnten, dann gäbe es keinen Grund für solche Sorgen. (39-229, 15.01.1971)

Zahlreiche kluge und weise Menschen und Religionsgründer haben auf ihrem Lebensweg innegehalten, die Sorgen ihres Geistes und die Neigungen ihrer Herzen beiseite gelegt und gefragt: „Wohin gehe ich?“ Sie haben gekämpft, um diese Frage zu beantworten. Diese Menschen haben sich alle an der Beantwortung dieser Frage versucht, doch bis heute konnte niemand mit Überzeugung behaupten: „Mein Körper, mein Gemüt und Herz, mein Leben und meine Ideale eilen zu dem idealen Bestimmungsort; deshalb sollte jedermann und alle im Himmel und auf der Erde existierenden Wesen mir an diesen Ort folgen. (8-194, 20.12.1959)

Würdet ihr lieber ewig hier auf der Erde leben oder für immer an einem Ort bleiben, an dem ihr eine Verkörperung der Liebe ohne einen physischen Körper sein könnt? Wenn Gott euch die unendliche Welt Seiner Schöpfung zeigen möchte, könnt ihr Ihm dann mit eurem Körper folgen? Deshalb braucht ihr euer geistiges Selbst. Das ist eine Tatsache, keine Einbildung. Wenn Gott sich im Zentrum der Spiritualität befindet und wenn Er jemanden braucht, mit dem Er eine Beziehung haben kann, dann wird Er Menschen mitnehmen wollen, um ihnen Seinen gesamten ewigen, idealen Bereich der Schöpfung zu zeigen und zu schenken. (111-112, 01.02.1981)

Angenommen, ihr hättet nur ein einziges Kleidungsstück zum Tragen. Wenn jemand versuchen würde, es euch gewaltsam wegzunehmen, würdet ihr euch verzweifelt dagegen wehren. Nehmen wir an, ihr hättet Kleidung für jede der vier Jahreszeiten, also für Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Nehmen wir außerdem an, es wäre Frühling und jemand würde Winterkleidung tragen. Ihr könntet zu ihm gehen und sagen: „Das ist Winterkleidung. Warum legst du sie nicht ab?“ Ihr würdet Frühjahrskleidung herbeibringen müssen. Einer Person, die Frühjahrskleidung im Sommer trägt, würdet ihr Sommersachen bringen müssen und ihn oder sie dann auffordern, sich umzuziehen. Diese Person hat vielleicht die Notwendigkeit, sich umzuziehen, nicht erkannt. Ebenso verhält es sich mit der Frage des Sterbens. Menschen wissen oft nicht, dass es ein zukünftiges Leben gibt. Sie wissen nicht, dass es etwas Wertvolleres gibt als dieses physische Leben. (200-91, 24.02.1990)

Gott hat unzählige Bemühungen unternommen, um Menschen, die auf der Erde mit säkularen, humanistischen Hoffnungen leben, dahin zu führen, stattdessen mit einer frischen, neuen Hoffnung zu leben, die sich nach der ewigen Welt sehnt und so das Tal des Todes überwinden kann. Deshalb haben die Menschen, die ein Glaubensleben führten, gelehrt, dass wir nicht mit Hoffnungen leben sollten, die auf diese Welt begrenzt sind. Vielmehr sollten wir die Hoffnung, die den Tod überwindet, hegen; wir sollten von einer Welt der ewigen Hoffnung träumen. (6-44, 22.03.1959)

Ihr alle werdet eines Tages in die Geistige Welt gehen. Ist das ein Bereich oder sind es zwei Bereiche? Es ist eine Welt. Wie wird das Leben in dieser Welt aussehen? Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Fische können nicht außerhalb der Welt des Wassers überleben, in der sie sich befinden. Wasser ist unbedingt lebensnotwendig für ihr Leben. Fische, die in einem Fluss leben, sollten nicht nur im Flusswasser leben. Sie sollten sich zwischen Fluss und Meer hin- und herbewegen. Warum sollten sie so leben? Einige Süßwasserfische können sich nicht fortpflanzen, ohne Wasser zu schmecken, das mit Meerwasser verbunden ist. Ihr solltet euch dessen bewusst sein. Einige Meeresfische müssen in Süßwasser kommen und es schmecken, um sich fortzupflanzen. Sie müssen beide Welten erleben. Ebenso solltet ihr im Hinblick auf euer Gemüt und euren Körper die beide Welten, nämlich die Physische und die Geistige, erleben. (210-128, 17.12.1990)

Es gibt keine Freunde auf dem Pfad des Todes. Dies ist ein Weg, den ihr allein gehen müsst, ohne eure Eltern, ohne eure geliebten Geschwister, ohne euren geliebten Partner und ohne eure geliebten Kinder. Es ist ein Pfad, den ihr allein gehen müsst. Diesen Pfad könnt ihr nicht noch einmal besuchen, und ihr könnt von ihm auch nicht zurückkehren. Wenn ihr ihn einmal genommen habt, könnt ihr niemals zurückkehren. Mit welcher Herzenshaltung werdet ihr diesen Weg gehen? Dies wird euer Ende sein, es sei denn, ihr habt eine Hoffnung, die euch im Angesicht des Todes die Kraft gibt, ihn zu überwinden. (6-53, 22.01.1959)

In der koreanischen Sprache sagen wir, dass ein Mensch „zurückgekehrt“ ist, wenn jemand an Altersschwäche stirbt. Wenn jemand nach unseren verstorbenen Großeltern fragt, sagen wir: „Sie sind zurückgekehrt.“ Wohin sind sie zurückgekehrt? Sie sind in die Geistige Welt zurückgekehrt. Da wir ursprünglich von Gott abstammen, der keine materielle Form hat, ist die Geistige Welt unsere ursprüngliche Heimat. Aus der Welt ohne materielle Form kommen wir in die Physische Welt, wachsen und gedeihen auf dieser Erde und kehren dann wieder in die Welt ohne materielle Form zurück. Auf diese Weise kehren wir zurück in die Geistige Welt. Wir entstehen aus dem Vater, der keine materielle Form hat, werden dann durch unseren leiblichen Vater geboren, der seinen Körper zur Verfügung stellt, und leben hier in der Physischen Welt. Später legen wir unseren physischen Körper ab und kehren in unserer ursprünglichen Form in die Geistige Welt zurück. (242-166, 01.01.1993)

Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, haben fünf Sinnesorgane. Von diesen fünf Sinnesorganen befinden sich vier in unserem Kopf. Unsere Augen, Nase, Mund, Ohren und die Hände ergeben diese fünf Sinnesorgane. Die wichtigsten befinden sich in unserem Kopf. Die vier Sinnesorgane unseres Kopfes symbolisieren die Geistige Welt mit Gott als Zentrum. Diese Welt ist von unserem Körper getrennt. Der Kopf kann sich frei bewegen. Der Grund dafür liegt darin, dass wir damit in alle vier Richtungen sehen, hören, riechen, und sprechen können. Was würde geschehen, wenn unser Kopf sich nicht bewegen könnte? Dies wäre sicherlich eine sehr große Unannehmlichkeit. (228-125, 27.03.1992)

Die Menschen auf dieser Erde müssen nach ihrem physischen Leben in die ursprüngliche Welt – die dritte Stufe – zurückkehren. Um eine Person zu werden, die in die Welt der Liebe eingehen und dort leben kann, müssen wir für diese Welt der Liebe entsprechende Atmungsorgane vorbereiten. Wir gehen in jene Welt, wenn unser physischer Körper versagt, so wie ein Baby die Fruchtblase durchbricht und zerstört, um geboren zu werden. Deshalb empfindet die Mutter Geburtswehen. In vergleichbarer Weise stellt der Tod die zweiten Geburtswehen dar. Wofür sollten wir während unseres Lebens in diesem physischen Körper Vorbereitungen treffen? Während unserer Zeit im Mutterleib entwickelten sich unsere Lungen in Vorbereitung auf das Atmen der Luft. In gleicher Weise müssen wir während unseres physischen Lebens ein Organ entwickeln, mit dem wir in der Geistigen Welt Liebe atmen können. Nachdem wir unseren Körper abgelegt haben, müssen wir mit unserem Atemorgan der Liebe atmen, die begrenzte Umwelt unseres vergangenen Lebens überwinden und als ein Mensch mit unbeschränkter Freiheit leben. (274-104, 29.10.1995)

Die Menschen möchten Gott ähneln, und wenn sie Seine Söhne oder Töchter sind, dann muss Gott auch die Vorstellung gehabt haben, dies den Menschen zu erlauben. Ich möchte Gott ähneln und Gott möchte mich mit zu sich nehmen. Deshalb wird Gott nach einem Weg suchen, um dies möglich zu machen. Deshalb kommen wir zu dem Schluss, dass der Mensch mit einer Form geboren werden muss, mit der er Gott ähnlich sein kann. Gott wartet auf den Tag dieser Geburt. Menschen warten ebenfalls auf diesen Tag. Brauchen wir also einen Tag, an dem wir mit dieser Form geboren werden, oder nicht? Dieser Tag wäre der Tag unseres physischen Todes! Sollten Menschen den Tod willkommen heißen, oder sollten sie es nicht tun? Wenn wir gefragt werden, was der Zweck des Todes ist, sollten wir antworten: “Wir sterben um der wahren Liebe Gottes willen.“ Der Grund, warum wir unseren physischen Körper ablegen, ist der, dass wir so am Werk von Gottes unendlicher Liebe aktiv teilhaben können, das heißt, es geschieht um Gottes Welt der Liebe willen. (116-172, 01.01.1982)

Tod bedeutet, in der Liebe Gottes geboren zu werden. Aber in der Welt des Menschen regen wir uns darüber sehr auf und sagen: “Oh, ich sterbe!“ Wenn Gott so etwas sieht, wird er fröhlich darüber lachen oder ausrufen: “Oh, nein!“? Wenn Gott die Menschen betrachtet, wie sie so in ihrer Welt weinen, empfindet er dann Kummer oder Freude? Wenn wir die Welt der begrenzten Liebe verlassen, treten wir ein in den freudigen Bereich der unendlichen Liebe. Ist der Tod nicht der Moment, um dies freudig zu begrüßen? Ist nicht das Passieren des Pfades des Todes in Wirklichkeit der Augenblick unserer zweiten Geburt? Wenn das der Fall ist, wird Gott froh sein über den Tag, an dem euer physischer Körper vergeht? Wird er froh sein, wenn jemand als Sohn oder Tochter geboren wird, der um der Liebe willen in der zweiten, unendlich weiten Welt tätig sein kann? Warum rede ich über solche Dinge? Weil ihr mit Gott keine Beziehung aufbauen könnt, ohne euch von der Todesangst zu befreien. Ich rede darüber, weil ihr diese Tatsache verstehen müsst. (116-172, 01.01.1982)

An dem Tag, an dem ihr wirklich als Gottes Sohn geboren werdet … Glaubt ihr, dass es unter den unzähligen Sternen einen Bereich von Diamantsternen gibt, oder nicht? Denkt einmal darüber nach. Ihr möchtet doch gern Diamanten haben, nicht wahr? Ihr könnt nicht behaupten dass es keinen Stern gibt, der nur aus Gold besteht. Möglich ist es! Wie reich ist Gott, unser Vater! Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Wir können dieses unendliche Universum in einem Augenblick durchqueren. Würde euch das interessieren? Hättet ihr wirklich Interesse daran? In diesem Fall müssen wir die als Richtschnur dienenden Gesetze in Übereinstimmung mit Gottes Geboten: „Dies darfst du nicht tun!“, oder: „Tu jenes!“ befolgen. Dies ist nur möglich, wenn man befolgt, was Gott sagt. Es ist nur logisch, dass dies jedoch unmöglich ist, wenn ihr nach euren selbstsüchtigen Wünschen lebt. 

Könnt ihr euch daran halten, wenn Gott sagt, dass ihr etwas tun oder lassen sollt? Da Menschen Polarität besitzen, bestehen sie aus Gemüt und Körper. Da das Gemüt der Subjektpartner ist und der Körper der Objektpartner, müssen Gemüt und Körper vereint sein. Ist das richtig oder falsch? (116-172, 01.01.1982)

Worin bestand Gottes große Qual? Sie rührte von der Tatsache her, dass Er Seine wahren Söhne und Töchter nicht so erziehen konnte, dass sie Menschen mit einem vervollkommneten Herzen wurden und dass Er sie nicht über das geschwisterliche Herz und über das Herz eines Ehemanns und einer Ehefrau belehren konnte. Er konnte ihnen nicht den Maßstab des Herzens beibringen, der vorschreibt, wie sich ein Ehepaar auf Erden verhalten sollte. Gott konnte sie nicht lehren, wie man ein Paar und danach ein Vater oder eine Mutter wird. Diese Erziehung hätte das Lehrbuch des menschlichen Lebens werden sollen. Der Mensch verlor jedoch dieses Lehrbuch und führte seitdem ein egoistisches Leben. Wenn ein solcher Mensch in die Geistige Welt eintritt, geht er daher in die Hölle. Selbst wenn Menschen in die Hölle gehen, kommen sie nicht alle an den gleichen Ort. In der Hölle gibt es alle möglichen Gruppen, die dort umherwandern. Adam und Eva sollten die Erziehung des Herzens leiten, aber wegen ihrer Ignoranz sind sie gefallen und konnten sich nicht vervollkommnen. Die Konsequenz war, dass der allwissende Gott dafür die Verantwortung übernehmen musste. Wer initiierte die Vorsehung der Erlösung? Das tat Gott. Gott gab den Anstoß zur Vorsehung der Wiederherstellung, und er muss auch die Vorsehung für die Neuschöpfung initiieren. (228-268, 05.07.1992)

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 807-811)