In östlichen Lehren gibt es ein Sprichwort: „Alles geht gut, wenn es wahre Harmonie in der Familie gibt.“ Das ist ein guter Spruch. Wenn wir über ein Zuhause sprechen, dann sind die Menschen das Wesentliche. Da sind die Großeltern, die Eltern und die Kinder, aber das ist nicht alles. Das Haus selbst ist ein Mikrokosmos der ganzen Schöpfung. Alle Dinge sind hier versammelt. Wenn wir „mein Zuhause“ sagen, dann denken wir normalerweise an den Ort, wo mein Vater und meine Mutter und Ehefrau und Kinder sind. Aber mein Zuhause ist nicht nur das. Da gibt es auch noch meine Großeltern und das Haus selbst mit dem Garten. Die ganze Umgebung harmoniert gut mit diesem Mikrokosmos der Schöpfung. Das ist unentbehrlich für das Glück.
Wenn die Großeltern in einer unharmonischen Umgebung sind, fühlen sie sich nicht wohl. Wenn man einen Großvater und eine Großmutter miteinander lachen sieht, kann dies nicht mit dem lauten Lachen eines jungen Paares verglichen werden. Das tiefe Lachen in den faltigen Gesichtern von Großeltern ist ehrwürdig. Ihr mögt das nicht wissen, aber alle Dinge werden harmonisch miteinander verbunden durch das Lachen des Großvaters und der Großmutter, die miteinander harmonieren. Das Lachen des Großvaters ist tief und herzlich. Wenn er gestikuliert, sind seine Bewegungen langsam, aber breit, hoch, tief und groß.
Alles sollte mit den drei Ebenen von oben, Mitte und unten verbunden sein, um Harmonie zu verwirklichen. Darum entsteht Harmonie nicht durch eine gerade Linie, die zwei Punkte auf einer horizontalen Ebene miteinander verbindet. Was durch zwei Punkte geht, wird eine Linie genannt, aber nur zwei Punkte können nicht die Schönheit der Harmonie hervorbringen. Würde es Harmonie geben, wenn es nur eine gerade Linie gibt? Sie muss sich biegen und wölben. Darum gibt es nur dann Harmonie, wenn etwas durch drei Punkte geht. Wir haben also den Großvater, den Vater in der Mitte, und dann diejenigen, die darunter sind. Normalerweise denken wir, dass eine Familie aus vier Generationen besteht. Ihr habt den Großvater und die Großmutter, Vater und Mutter, dann euer eigenes Paar und dann eure Söhne und Töchter. (139-12, 26.01.1986)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 458-459)
