Ihr solltet nicht leichtfertig mit Menschen umgehen. Darum ließ ich bis 1970 jedem, der hungrig am Hauptquartier vorbeiging, eine Mahlzeit geben, bevor er weiterging. Es ist unsere Pflicht als Menschen, den Hungrigen Essen zu geben. Selbst wenn ihr eine Mahlzeit umsonst bekommt, wäre es richtig, sie mit anderen zu teilen. Wenn jemand mit einem reichlichen Vorrat Reis einen hungrigen Menschen schlagen würde, der im Vorbeigehen um etwas zu essen gebeten hat, würde dieser Haushalt nicht lange währen. (56-37, 10.05.1972)
Es gab Zeiten, in denen ich jemanden sah, der so bedauernswert war, dass ich helfen wollte, indem ich ihm alles anbot, was ich hatte. Wenn ihr großzügig seid, wenn es ums Geben und Helfen geht, wird Gott euch preisen. Es ist gut, anstatt für das eigene Wohl für das öffentliche Wohl und für die Verbesserung des Lebens der Menschen in der Zukunft großzügig zu sein, selbst wenn das Leben gegenwärtig elend ist. (42-168, 04.03.1971)
Ihr solltet nicht einfach nur eine Menge kostenloses Essen geben. Ihr solltet gleichzeitig in ein Bewusstsein für die Öffentlichkeit investieren. Das wird Segen bringen. Niemand wird einem Menschen abgeneigt sein, der freies Essen gibt und dabei gleichzeitig ein Bewusstsein für das Allgemeinwohl zeigt. (56-37, 10.05.1972)
Ihr solltet Menschen nicht ignorieren. Sagen die Leute nicht, dass ein Wurm sich windet, wenn auf ihn getreten wird? So ist es mit Sicherheit. Wenn ein Mensch stirbt und Groll und Bitterkeit einem anderen gegenüber in sich trägt, dann wird der Mensch, der diesen Groll verursacht hat, nicht lange überstehen. (56-38, 10.05.1972)
Wenn ihr mit Menschen zu tun habt, solltet ihr das nicht in unbefriedigender Weise tun. Das Werk der Auferstehung geschieht nicht auf eine Weise, die zwingend ist. Sie sollte spannend sein. Ihr müsst in der Nacht aufbleiben, ohne zu bemerken, dass es Nacht ist. Ihr entdeckt den Wert des Himmels nur, wenn ihr den Punkt erreicht, an dem ihr sagen könnt: „Der Ort, an dem ich jetzt bin, ist der Himmel.“ Trifft das nicht zu? Sogar bei Bäumen funktioniert es nicht mit dem Einpfropfen, wenn sie nicht vollständig verbunden sind. (75-177, 02.01.1975)
Ich versuche, jene in freundlicher Weise zu behandeln, die zu uns kommen, auch wenn wir hungern müssten. Wenn sie eine bestimmte Stufe der Spiritualität erreicht haben, sagen wir 100, dann werden wir geschlagen und gerichtet werden, wenn wir sie als geringer behandeln. In solchen Situationen solltet ihr solche Menschen doppelt, dreimal, fünfmal, sogar zehnmal besser behandeln, als ihrer Stufe zusteht. Ihr werdet dadurch nicht ruiniert werden. Gott wird tief beeindruckt sein und sagen: „Dieser Bursche ist besser als der Himmel!“ (56-38, 10.05.1972)
Ein Hund wird sogar den Garten des besten Hauses betreten, um sich zu entleeren. Wenn sich der Hauseigentümer beschwert: „Oh du schmutziger kleiner Hund! Warum kommst du zu unserem Haus, um in unserem Garten dein Geschäft zu machen?“, dann wird er seinen Segen verscheuchen. Stattdessen sollte er sagen: „Komm rein und erleichtere dich!“ (60-158, 19.08.1972)
Ich sage nicht, dass wir nicht kämpfen oder argumentieren sollten. Wenn es beiden Seiten zugute kommt, dann sollten wir kämpfen. Wir sollten nicht kämpfen, wenn eine Seite dabei unterginge. Wir kämpfen, um sie zu erziehen und sie auf unsere Seite zu bringen, nicht, um Feinde zu machen. (104-33, 25.03.1979)
Ihr müsst mit einem elterlichen Herzen geben. Ihr solltet nicht ausgerichtet auf eure eigenen Ambitionen und Wünsche geben. Da der Wahre Vater es auf diese Weise gemacht hat, müsst ihr es auch so machen. (11-268, 14.12.1961)
Wenn ihr Menschen liebt, solltet ihr nicht geizen. Ihr solltet euch nicht erinnern, was ihr investiert habt. Ich möchte mehr geben… Wenn ihr etwas Gutes zu essen habt und es allein in irgendeinem Versteck esst, dann seid ihr ein Leiter, der sofort niedergehen wird. Wenn ihr etwas zu essen habt, dann solltet ihr es nicht essen, sondern es aufbewahren. Ihr solltet wünschen, es jemand anderem zu geben, selbst wenn ihr es nicht essen könnt, und ihr solltet an die Mitglieder denken, weil ihr es nicht allein essen könnt. Diese Art von Mensch solltet ihr werden. Ihr müsst Leiter werden, die ein solch elterliches Herz in sich genährt haben. (70-166, 09.02.1974)
Wenn ihr etwas gebt, wie solltet ihr geben? Ihr solltet keine Reste geben. Wenn ihr das gebt, was von eurer Mahlzeit übrig geblieben ist, dann werden Menschen sich abgestoßen fühlen und es ausspucken, auch wenn sie es schon gegessen haben. Wenn ihr zum Beispiel Reiskuchen gebt und eine lange Zeit braucht, um einen von fünf auszusuchen, wobei ihr einen hochnehmt, ihn wieder hinlegt, und dann einen anderen aufnehmt, dann ist das schlimmer, als wenn ihr gar nichts geben würdet. Wenn ihr anderen etwas gebt und es sind fünf Reiskuchen vorhanden, dann solltet ihr nicht zögern, die Hälfte davon zu nehmen, um sie zu geben. Dann werden euch die Leute danken. Wenn ihr jedoch so zögernd und wählerisch seid, dann werden die Leute euch verurteilen, auch nachdem sie in eure Schuld geraten sind. Aus diesem Grund solltet ihr, wenn ihr gebt, zusammen mit Gott und mit einem elterlichen Herzen geben. (60-170, 17.08.1972)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 1102-1103)
