Am Anfang wussten wir in natürlicher Weise um Gott

Wenn die Menschheit nicht gefallen wäre und wir von Eltern des ursprünglichen Guten geboren worden wären, gäbe es keinen Grund, darüber zu diskutieren, ob Gott existiert. Die Menschen würden Ihn von Geburt an in natürlicher Weise kennen. Babys beginnen zu saugen, sobald sie geboren wurden, wenn sie die Brust ihrer Mutter vor sich spüren. Müssen sie im Mutterleib lernen, wie man saugt? Sie wissen automatisch, wie man das macht. Wenn die Menschen nicht gefallen wären, würden sie ganz natürlich ihre Beziehung zu Gott erkennen und pflegen und automatisch verstehen, dass sie sich in der Position befinden, sich zu Ihm hinzubewegen. Aber der Fall führte dazu, dass die Menschen alles vergessen haben. Darum ist die Welt im Zweifel, ob Gott existiert. Das ist eine tragische Tatsache. (20-306, 14.07.1968) 

Menschen sind das Meisterwerk unter all den geschaffenen Wesen im Universum. Was für ein großartiges Meisterwerk sind sie? Sie sind so großartig, dass es jede Vorstellung übertrifft. Sollte der absolute Gott angesichts dieser Tatsache, als er sie schuf, sie in einer solchen Weise geschaffen haben, dass sie nicht verstehen, was Er sagt, sieht oder fühlt? (53-51, 08.02.1972) 

Wenn Adam und Eva, die Gott ähnlich waren, Wahre Eltern der Menschheit geworden wären, hätten sie Gottes ständige Gegenwart in ihnen durch Seine Werke erkannt. Wenn das geschehen wäre, gäbe es keine Zweifel an Gott. Wenn der Fall nicht geschehen wäre, wären wir fähig, Gott jederzeit wahrzunehmen, und Er würde sofort erscheinen, sobald wir Ihn rufen. Wenn wir diese Ebene erreichen, wer wird dann noch Seine Existenz verleugnen? Niemand! (Blessed Family, 307) 

Gottes Existenz ist nicht einfach eine Sache von Worten. Aus der Sicht der Subjekt-Objekt-Partnerbeziehung im Göttlichen Prinzip müssen wir nicht 

nachweisen, dass Gott existiert. Wir müssen vielmehr die Position einnehmen, dass Gott existierte, bevor wir Kenntnis von Ihm hatten, und dass Er über alle unsere Sinne und über alles, was mit uns zu tun hat, herrscht. Dies zu erkennen, ist wichtiger als alles andere. Die Grundregel ist, dass Erkenntnis dem Wissen vorausgeht, nicht umgekehrt. Wenn uns kalt ist, dann fühlen wir zuerst, dass es kalt ist, bevor wir denken: „Mir ist kalt.“ Wir denken nicht zuerst: „Mir ist kalt“, bevor wir es fühlen, nicht wahr? In gleicher Weise müsst ihr, weil Gott existiert, Seine Existenz mit euren Zellen fühlen. Diesen Zustand zu erreichen, ist das, was wirklich zählt. In anderen Worten, es geht darum, wie wir den Zustand erreichen, in dem wir diese Dinge erleben. (58-291, 25.06.1972) 

Ihr solltet fähig sein, „Vater!“ zu rufen, selbst in eurem Schlaf und selbst wenn ihr ganz allein seid. Wenn ihr in eurem täglichen Leben vergesst zu essen oder zu schlafen, und dann mit einer tiefen Sehnsucht „Vater!“ ruft, dann seid ihr fähig, Seine Hand zu halten. Wunderbare Dinge werden geschehen. Wenn ihr „Vater!“ ruft, wird Er euch umarmen. Ihr müsst wissen, dass das Wertvollste in eurem Glaubensleben ist, wie ihr in jene Gefühle eintauchen könnt, die euch jene tiefen Erfahrungen bringen. Die Tiefe und Vielfalt eurer Erfahrungen und Gefühle kann der Maßstab eures Glaubens sein. Wenn ihr ein solches Herz der Liebe habt und beschließt: „Ich muss dies verwirklichen“, dann wird Gott euch bereits unterstützen, sogar bevor ihr bittet: „Himmlischer Vater, bitte sei mit mir.“ Wenn ihr Seine Unterstützung spürt, werdet Ihr sagen: „Danke Gott!“ (58-297, 25.06.1972) 

Das Göttliche Prinzip lehrt, dass Gott der unsichtbare, absolute Herr ist, der polare Wesenszüge harmonisch vereint. Als ein Wesen mit polaren Wesenszügen schuf Gott Adam und Eva als Manifestationen Seiner Polarität. Er beabsichtigte, ihr vertikales Zentrum zu sein, wenn sie aufwachsen und horizontal durch Liebe verbunden werden. In anderen Worten, wenn Adam und Eva ihre Reife erreicht hätten, dann hätten sich Gottes männliche Eigenschaften in Adams Gemüt und Gottes weibliche Eigenschaften in Evas Gemüt manifestiert. Das bedeutet nicht, dass Gott geteilt ist. Gott kann im Gemüt von Adam und von Eva gegenwärtig sein, weil Er der Herr mit polaren Wesenszügen ist. (138-245, 24.01.1986) 

Wir sagen, dass Gott ein Wesen ist, in dem die polaren Wesenszüge harmonisch vereint sind, nicht wahr? Aber ich habe noch nicht darüber gesprochen, dass Er ein vereintes Wesen der Liebe ist, und zwar zusätzlich zur Vereinigung der polaren Wesenszüge. Wir müssen die Tatsache hinzufügen, dass Er das vereinte Wesen der Liebe ist. (223-268, 12.11.1991)

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 61-63)