Liebe ist grenzenloses Geben

Liebe erfordert hundertprozentige Hingabe. Als Gott das Universum schuf, investierte er sich zu hundert Prozent durch Seine Liebe. Deshalb beginnt wahre Liebe damit, für andere zu leben. (189‐202, 06.04.1989) 

Gott ist kein Diktator. Gott hat alles für die Menschen gegeben. Gott ist uns nahe, weil Er für uns leben möchte. Deshalb möchten wir Ihm auf ewig folgen. Für das Wohl anderer zu leben ist ein Naturgesetz; daher müssen wir auf diese Weise leben, um unsere Existenz in der Welt zu erhalten. Nur indem wir für das Wohl anderer leben, kann die Verbindung zwischen Osten und Westen sowie zwischen Vergangenheit und Gegenwart hergestellt werden. (187‐89, 06.01.1989) 

Geben und immer wieder zum Wohl anderer geben bringt euch in die gleiche Position wie die von Gott, der sich zur Zeit der Schöpfung vollkommen hingab. Indem ihr alles, was ihr habt, in etwas investiert, schafft ihr ein zweites Selbst. Damit seid ihr in der gleichen Lage wie Gott, als Er das Universum erschuf, indem Er alles, was Er hatte, investierte. Die Geschichte der Neuschöpfung ist der Weg der Wiederherstellung durch Wiedergutmachung. Bezahlung wird durch die Geschichte der Neuschöpfung geleistet, daher kann Neuschöpfung nur geschehen, wenn man alles investiert, was man hat. (82‐239, 31.01.1976) 

Die Logik des ewigen Lebens funktioniert nur, wenn man immer wieder gibt und sich selbst investiert. Ihr werdet niemals zugrunde gehen, wenn ihr für das Wohl anderer lebt. Zuerst gebt ihr kleine Dinge, und dann werdet ihr weitermachen und größere Dinge geben. Wohin führt das alles? Was ihr gegeben habt, wird zu euch zurückkommen. (204‐106, 01.07.1990) 

Liebe stellt uns nicht zufrieden, selbst nachdem wir sie gegeben haben; stattdessen möchtet ihr, nachdem ihr gegeben habt, noch mehr geben und schämt euch, wenn ihr dazu nicht in der Lage seid. Diejenigen, die sich schämen, selbst nachdem sie gegeben haben, sind die wahren Eigentümer der Liebe. Je mehr wir daher in der Liebe geben, desto mehr werden wir zurückbekommen. Wenn wir danach handeln, wird es so sein, dass die Kraft dessen, was zurückkommt, immer mehr die Kraft des Gegebenen übersteigt. Auf diese Weise werdet ihr niemals zugrunde gehen; vielmehr werdet ihr vorankommen. Es ist nicht möglich, ohne die Liebe zu gedeihen. (38‐326, 08.01.1971) 

Die Liebe kann sich niemals erschöpfen. Je mehr sie in Bewegung gesetzt wird, desto größer wird sie. Nach den Gesetzen der Dynamik wird etwas, das in ständiger Bewegung ist, mit der Zeit verbraucht. Aber wahre Liebe ist so, dass sie umso größer wird, je mehr sie in Bewegung kommt. (219‐18, 25.08.1991) 

Die Essenz der wahren Liebe ist die, dass eure Liebe größer wird, wenn ihr für andere lebt; wenn ihr aber Menschen für euch leben lassen möchtet, wird eure Liebe mehr und mehr abnehmen. (129‐264, 13.11.1983) 

Was ist wahre Liebe? Es ist geben, und es dann vergessen. Es ist geben, geben und dann noch etwas mehr geben. (240‐298, 13.12.1992) 

Die Welt der Liebe wird ewig bestehen, auch wenn ihr gebt und gebt und gebt. (121‐173, 24.10.1982) 

Das Wort „Liebe“ ist wirklich mächtig. Es gibt ein koreanisches Sprichwort, das besagt: „Ein gut gesprochenes Wort kann eine große Schuld tilgen.“ Das bedeutet, dass ihr mit nur einem Wort alles wiedergutmachen könnt. Auch wenn ihr Milliarden von Dollar schuldet, kann ein Wort der Liebe die Schuld mehr als entschädigen. (227‐253, 14.02.1992) 

Es gibt nichts anderes als das Haus der wahren Liebe, das die Autorität hat, dieses Universum von unendlicher Größe zu beherrschen. Liebe kommt durch ein Leben für andere. Selbst Gott, der große, allmächtige Schöpfer, muss seinen Kopf vor der Liebe neigen. (162‐287, 17.04.1987) 

Liebe ist etwas, das noch nicht einmal Gott allein erfüllen kann. Liebe kann nur erlangt werden, wenn eine Beziehung zu etwas anderem besteht. Wo fängt Liebe an? Sie beginnt nicht bei einem selbst, sondern wächst und entwickelt sich dadurch, dass man einen Partner hat. (Chukbokkajeong, 342) 

Wo befindet sich die Wurzel der wahren Liebe? Obwohl Gott allwissend und allmächtig ist, wird die Wurzel der Liebe nicht in Ihm aufbewahrt. Obgleich der allwissende und allmächtige Gott die zentrale Person der wahren Liebe ist, möchte Er die Wurzel der Liebe nicht in seinem Inneren aufbewahren. Gott möchte, dass die Liebe in der Person, die das Objekt der Liebe sein soll, ihre Wurzeln hat. (177‐269, 20.05.1988) 

Je mehr Liebe ihr gebt, desto mehr Liebe habt ihr. Sie kommt zu keinem Ende. Ihr werdet die Reserven haben, in größerem Umfang zu geben. Aber alles andere kommt zu einem Ende; Geld, Wissen und Autorität sind eines Tages erschöpft. Alles, was mit menschlichen Umständen und Stimmungen in der Welt zu tun hat, kommt früher oder später zu einem Ende. Aber ewige wahre Liebe kommt nie an ein Ende, wie viel auch immer ihr davon ausgeben werdet. Liebe ist erstaunlich, weil sie in die Ewigkeit hinein fortbesteht. (121‐243, 27.10.1982) 

Liebe ist etwas, das ihr nicht erfüllen könnt, wenn ihr um euch selbst kreist. Liebe fängt nicht bei einem selbst an; sie beginnt durch euren Liebespartner und kommt später durch ihn zur Erfüllung. Deshalb kann Liebe nicht ohne ein Gegenüber verwirklicht werden. (145‐215, 11.05.1986)

Ihr könnt Liebe nicht allein finden. Sogar die größte Person in der Welt kann keine Liebe erleben, solange sie allein bleibt. Das ist so, weil Liebe nur in der Beziehung zwischen einem Subjektpartner und einem Objektpartner entsteht. Also kann sogar der allwissende und allmächtige Gott keine Stimulation und keinen Antrieb spüren, wenn Er versucht, Liebe um Seiner selbst willen zu erlangen. Deshalb brauchen wir einen Partner. (219‐14, 25.08.1991) 

Das Kernstück des Universums sind die Menschen und das Kernstück der Menschen ist das Leben. Die Wurzel des Lebens ist die Liebe, und die Wurzel der Liebe ist Gott. Aber diese Liebe kann nicht von jemandem ganz allein verwirklicht werden. Um zu lieben, braucht ihr eine Beziehung mit einem Partner. Da Gott der Ursprung der Liebe ist, sind die Menschen die einzigen Wesen, die berechtigt sind, Partner in dieser Liebe zu sein. (48‐205, 19.09.1971) 

Das Wort „Liebe“ und sogar das Wort „Hoffnung“ kann nicht in Zusammenhang mit jemandem verwendet werden, der allein ist. Sogar Leben kann nicht entstehen, wenn man für sich allein bleibt; Leben kann nur durch die Bande einer Beziehung entstehen. (69‐59, 10.09.1973) 

Lasst mich euch eine Frage stellen. Die zwei Dinge, die auf ewig Bestand haben, sind Leben und Liebe. Was kommt dann zuerst, das Leben oder die Liebe? Welches von beiden? Für Gott gab es die Liebe nicht, bevor Er existierte; Liebe trat erst in Erscheinung, nachdem Er existierte. Darum kommt für Gott zuerst das Leben und als Zweites die Liebe; aber für die Menschen kommt zuerst die Liebe und dann das Leben. (105‐75, 23.09.1979) 

Welche Art von Wesen sollten wir werden, als Gott uns schuf? Wir wurden geschaffen, um Objektpartner für die Liebe Gottes zu sein, um Seinen absoluten und einzigartigen Wert zu besitzen. Er schuf Mann und Frau, damit sie mit Ihm eine Partnerschaft der Liebe eingehen, wobei Er ihnen sogar größeren Wert verlieh als dem gesamten Universum. Menschen sind aus Liebe geboren, werden in Liebe erzogen und leben in Liebe, bis sie in Liebe sterben. Aber dann verschwinden sie nicht einfach. Da das Subjekt der Liebe, Gott, ewig, unveränderlich und einzigartig ist, haben auch wir ewiges Leben, wenn wir Menschen vor einem solchen Gott als Objektpartner Seiner Liebe stehen. (142‐143, 08.03.1986) 

Der Zweck, warum Gott Adam und Eva schuf, war, Freude zu erleben. Dies war nicht die Freude, sie zu beobachten oder mit ihnen zu sprechen oder sie anzufassen, sondern eine Freude, die auf der Liebe basiert. Er schuf uns, um Freude zu erleben. (114‐11, 14.05.1981) 

Gott ist das absolute Wesen, aber Er braucht ein anderes Wesen als Partner der Liebe. Dieser Partner ist kein anderer als ein Mensch. Sobald die Menschen, die Partner Seiner Liebe sind, Gott mit vollkommener Liebe gegenüberstehen, kann Er der Gott des Glücks werden und der Gott, der Sein Ideal der Freude gefunden hat. (145‐267, 15.05.1986) 

Gott hatte nur einen Traum: das Ideal der Liebe zu verwirklichen. Aber Gott kann diesen Traum der Liebe nicht allein verwirklichen. Weder Liebe noch Glück noch Freude können von einem Wesen allein erlangt werden. Sie können niemals ohne Partnerschaft verwirklicht werden. (Chukbokkajeong, 302) 

Woher kommt die Liebe? Sie manifestiert sich durch euren Partner. Wenn euer Partner hässlich ist und ihr ihn oder sie nicht mögt, möchtet ihr eure Liebe zurückziehen. Und wenn euer Partner schön und gut ist, beginnt die Dynamik der Liebe viel schneller zu wirken. In anderen Worten, wie sich die Liebe entfaltet, hängt von der Qualität der beteiligten Partner ab, zum Beispiel von ihren Worten, ihrer Schönheit, ihrem Geruch und Geschmack. (Chukbokkajeong, 342) 

Woher kommt die Liebe? Sie kommt nicht von uns, sondern von unserem Partner. Da sie von unserem Partner kommt, sollten wir uns vor ihm oder ihr verbeugen und für diese Person leben. Darum leitet uns das Gesetz der Natur an: „Lebt für das Wohl anderer.“ Da etwas so Kostbares und Wertvolles zu uns kommt, sollten wir, um es zu empfangen, die Philosophie des Lebens zum Wohl anderer praktizieren. Dies bedeutet, dass wir unseren Partner ehren und für ihn leben müssen. (143‐277, 20.03.1986) 

Es ist nicht ohne Bedeutung, dass ich dynamisch und in vielen Lebensbereichen aktiv bin; ich tue das, weil ich einen Zweck verfolge. Dieser Zweck ist kein anderer, als die Welt der Liebe zu verwirklichen. Menschen existieren mit dem Ziel, Liebe zu erlangen und zu verwirklichen. Da der Zweck des menschlichen Lebens darin liegt, wahre Liebe zu verwirklichen, wird der Wert menschlichen Lebens auch von dieser wahren Liebe bestimmt. Wie großartig das ist! (Chukbokkajeong, 1062) 

Alle Menschen hoffen, dass ihr Liebespartner tausendmal mehr oder sogar unendlich viel mehr Wert besitzt, als sie selbst. In gleicher Weise wünscht sich Gott, dass die Menschen, Seine Partner der Liebe, Geschöpfe von unendlichem Wert sind. Wenn ein Mensch vollkommen wird, erlangt er oder sie eine göttliche Natur, wird damit so makellos wie der Himmlische Vater und erreicht denselben Wert. (277‐196, 16.04.1996) 

Was ist wahre Liebe? Es ist eine Liebe, die euch dazu bewegt, mit eurem Partner Tausende von Jahren zusammenbleiben zu wollen, und die euch veranlasst, diese Person auf ewig lieben zu wollen. Mit einer solchen Liebe kann es keine Hölle geben und Satan kann euch nichts anhaben. (Chukbokkajeong, 380) 

Wenn Gott einen absoluten Partner der Liebe sucht, wen wird Er in diese Position stellen? Niemand anderen als die Menschen. Es folgt daraus, dass ein Partner der Liebe, der mit der ewigen Liebe des Schöpfers eins geworden ist, auch ewig leben muss. Eine wichtige Frage der Religion ist, wie ein logisches Verständnis des ewigen Lebens auf der Grundlage von Beziehungen der Liebe etabliert werden kann. Das ewige Leben liegt nicht in einem Mann oder einer Frau. Es liegt auch nicht in Gott. Ihr müsst euch darüber klar sein, dass ewiges Leben in der Liebe Gottes ist. (218‐210, 29.07.1991) 

Wenn man keinen Subjektpartner der Liebe hat, fühlt man sich leer und allein. Aber wenn es einen Subjektpartner der Liebe gibt, seid ihr erfüllt. Nur wenn etwas bis zum Rand mit Liebe gefüllt ist, kann alles andere auch gefüllt werden. Dann könnt ihr endlos und wahrhaftig Liebe ausgeben. Der Grund, warum ihr mit anderen Liebe austauscht, ist, um ein Ideal zu erreichen und dieses zu vervielfachen. Die Welt der Liebe übersteigt Entfernungen. Liebe ist so schnell, dass nicht einmal das Licht ihr folgen kann. Liebe ist das schnellste Phänomen in der Welt. Es ist auch das Hellste und Vollkommenste. Liebe ist die einzige Kraft, die alles vollkommen ausfüllen kann. (95‐39, 11.09.1977) 

Wer ist näher am Zentrum: jemand, der willens ist, Liebe aufzugeben, um sein Leben zu erhalten, oder jemand, der bereit ist, sein Leben für die Liebe zu opfern? Wer ist näher an der Wahrheit? Wer sein Leben hingibt, um Liebe zu gewinnen, ist näher am Zentrum und näher an der Wahrheit. Das ist deshalb so, weil derjenige, der die Liebe um seines Lebens willen aufgibt, auf sich selbst konzentriert ist, wohingegen derjenige, der sein Leben für die Liebe gibt, nicht auf sich selbst bezogen ist. (174‐15, 23.02.1988) 

Als ich die fünf Weltmeere und die sechs Kontinente bereiste, predigte ich ernsthaft über den Pfad der Liebe. Ich versuchte, das Licht der Liebe auf alle Menschen scheinen zu lassen, deren Leben ohne die Liebe einer Wüste gleicht. Wenn der Weg, dem die Menschen letztlich folgen sollten, sie zu dieser anderen Welt der Liebe führt, muss das Wichtigste für die Menschheit der „Leuchtturm der Liebe“ sein. Nur dieser Leuchtturm der Liebe kann die Menschen in ihr ursprüngliches Heimatland geleiten. (Chukbokkajeong, 404) 

Wenn ihr einmal mit Gott eins geworden seid, manifestiert sich die kreisförmige Bewegung in allen erdenklichen Erscheinungsformen. Darum müssen die älteren Geschwister ihre jüngeren Geschwister in der Weise lieben, wie die Eltern es ihnen vorleben. In einer solchen Familie, die in liebevoller Einheit lebt, gedeiht die Liebe im Überfluss. Diese Liebe wird dann zur Liebe innerhalb der Gesellschaft und innerhalb der Nation. Auf diese Weise wird sie später zur Liebe der ganzen Welt. (28‐168, 11.01.1970) 

Versunken in der Verzückung der Liebe hat Gott den Menschen geschaffen, um ewig zu leben. Deshalb ist das Älterwerden nicht unser Feind. Menschen werden aus Liebe geboren, sie leben mit Liebe und werden schließlich als Früchte der Liebe geerntet. Wenn ihr sterbt, werdet ihr als eine Frucht der Liebe geerntet. Wir haben in unserem Leben die Liebe unserer Eltern und unserer Kinder erfahren, und nachdem wir die Liebe als Ehepaar erlebt haben, haben wir unsere Kinder als deren Eltern geliebt. Deshalb soll die Liebe Gottes und alles, was wir in der inneren Welt der Liebe gesät haben, im Verlauf unseres Lebens zur Reife gebracht werden. Wenn wir in die nächste Welt hinübergehen, ernten wir die Früchte unseres Lebens und nehmen sie mit uns. (83‐198, 08.02.1976) 

Gott bewahrt und erhält das Leben auf dem Fundament der wahren Liebe. Seine Allwissenheit und Seine Allmacht sollten auf wahrer Liebe beruhen. Nur so kann Gott der ideale Subjektpartner für uns Menschen sein, ein Subjektpartner, der über die Geschichte hinausgeht. Wenn Er die Position des Subjektpartners nur mit der Macht des Lebens erreichen wollte, wären alle Seine Geschöpfe nicht willens, sich zu vereinigen. Selbst mikroskopisch kleine Tiere und Pflanzen wünschen sich einen Meister der Liebe, der sie hegt und pflegt. Sie mögen die Berührung liebender Hände. Ihr solltet nicht sagen: „Ich bin stärker als alle anderen, darum musst du tun, was ich sage!“ Nur wenn Liebe im Spiel ist, wird Leben in Gang gesetzt. Die Wurzel des Lebens beginnt in der Liebe. Die Basis von Gottes fortwährender Existenz ist nicht das Leben, sondern die Liebe. (173‐84, 07.02.1988)

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 330-335)