Wenn ich diejenigen von euch, die im mittleren Alter oder älter sind, fragen würde: „Als ihr jung wart und nach einem Ehepartner suchtet, wolltet ihr da jemanden finden, der besser ist oder schlechter ist als ihr?“, dann würdet ihr alle die gleiche Antwort geben: „Jemand besseren!“ Ganz gleich, wen ihr fragt, ob aus dem Osten oder dem Westen, ihr werdet immer die gleiche Antwort bekommen. In ähnlicher Weise ist es in der Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Die Eltern wollen niemals, dass ihre Kinder zweitklassig sind. Zum Beispiel wenn ein gut aussehendes Paar heiratet und ein Baby bekommt und dieses Baby nicht einmal ansatzweise so gut aussieht wie die Eltern, dann will dieses Paar trotz allem das Lob über das Aussehen ihres Babys hören. (77-102, 01.04.1975)
Wie attraktiv eine Frau auch immer sein mag, sie wird trotzdem glücklich sein, wenn ein Passant über ihr Baby sagt: „Oh, es sieht so viel besser aus als seine Mutter!“ Obwohl das zum Ausdruck bringt, dass die Mutter weniger attraktiv ist als ihr Baby, würde keine Mutter protestieren, wenn sie so etwas hört, und murren: „Was? Ist es wirklich viel attraktiver als ich? Heißt das etwa, dass ich viel weniger attraktiv bin?“ Es wird eher so sein, dass sie ihre Freude nicht für sich behalten kann. Das ist das mütterliche Herz. Was glaubt ihr, wem ein solches Herz ähnelt? Mütter sind resultierende Wesen, nicht ursächliche Wesen. Jede Familie, deren Sohn weniger erreicht als der Vater, wird abnehmen. Wenn der Vater der Präsident seines Landes ist, aber die Leistungen des Sohnes darunter liegen, und dieses Muster dann für einige Generationen so weitergeht, dann wird diese Familie langsam abnehmen und letztlich in einen elenden Zustand getrieben werden. Wenn ein Sohn seinen Vater fragt: „Sollte ich es nicht besser machen als du?“, würde der Vater dann antworten: „Wie kannst du es nur wagen, so etwas zu sagen!“, oder: „Natürlich, mach weiter so!“? Natürlich würde er Letzteres sagen. (41-281, 17.02.1971)
Wenn bestimmt werden soll, wer Verantwortung für die Familie übernehmen soll, dann würden die Eltern nicht jene auswählen wollen, die ihnen unterlegen sind. Warum ist das so? Es ist so, weil die Eltern immer hoffen, dass ihre Kinder sie übertreffen werden. Das Gleiche gilt für die Nation. Die Machthaber einer Nation sollten für ihre Nachfolger wünschen, dass sie besser sind als sie selbst. Ob in der Familie oder in der Nation, es sollte immer der Wunsch nach Nachfolgern bestehen, die in jeder Weise besser sind als sie selbst. Das ist etwas, was ewig gewünscht wird und das die Schicksale der Geschichte übersteigt. (Chukbokkajeong, 1002)
Wenn wahre elterliche Liebe für immer andauern soll, dann muss jemand ihre Tradition erben. Da unsere Kinder eindeutig unsere Nachfolger sind, müssen wir sie dazu erziehen, die Erben dieser Tradition zu werden und sie auf höhere Ebenen zu führen. Während jede Generation die Wichtigkeit der existierenden Tradition anerkennen sollte, sollte sie diese Tradition nicht nur erben, sondern sie auch für die Zukunft weiterentwickeln. Eine solche Tradition kann nur in wahren Familien beginnen, und mit Eltern, die ständig von der Hoffnung erfüllt sind, dass ihre Kinder sie übertreffen werden. Solche Eltern werden ihre Kinder ständig ermutigen, erfolgreich zu sein. Eltern, die sich nach dem Tag sehnen, an dem ihre Kinder sie übertreffen, werden ihr Bestes tun, um das bestmögliche Umfeld für sie vorzubereiten. Solche Eltern werden alles für das Glück ihrer Kinder opfern und sie in die Richtung drängen, die ihre Kinder besser macht, als sie selbst es sind. (Chukbokkajeong, 1002)
Die Eltern sind glücklich, wenn ihre Kinder sie übertreffen. Darum werden Frauen, die Kinder gebären, die nicht so gut sind, nicht die Würde besitzen, den Himmel zu betreten. Ihr solltet fähig sein, eure Söhne und Töchter mehr zu lieben, als euer Vater und eure Mutter euch geliebt haben. Weiterhin, wenn Kinder auch so denken, wird naturgemäß eine Welt der Liebe entstehen und das Himmelreich wird verwirklicht werden. (97-310, 26.03.1978)
Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 513-514)
