Warum hat Gott alle Dinge erschaffen? Es geschah, um einen Objektpartner und einen Bereich von Objektpartnern zu haben, die Er lieben konnte. Sie könnten essen und leben und anschließend in Seine ursprüngliche Welt zurückkehren und im ursprünglichen Königreich der Liebe leben. Das müsst ihr wissen. (142‐75, 01.03.1986)
Heutzutage denken Christen, dass die Welt – da Gott doch allwissend und allmächtig ist – nur durch ein paar einfache Worte entstand: „Lasst dieses und jenes sein im Himmel und auf Erden.“ Aber es geschah nicht auf diese Weise. Gott gab alles, die gesamte Energie, die Er hatte. Er schuf ein Geschenk für Seine geliebten Söhne und Töchter und für Seine geliebte zukünftige Familie, indem Er alle Macht der Liebe investierte, die Er besaß. Deshalb sollten wir alle Dinge der Schöpfung mit diesem Verständnis betrachten. (112‐306, 25.04.1981)
Als Gott die Welt erschuf, herrschte Freude. Nachdem Er sie geschaffen hatte, sagte Er, dass es gut war. Das bedeutet, dass es Freude gab. Was ist Freude? Es ist etwas, das ihr fühlt, wenn ihr einen bestimmten Zweck erfüllt habt. Da alle Dinge, die Gott geschaffen hat, sein Zweckbewusstsein enthalten, empfand Er mit ihnen Freude. Was für eine Welt ist dann die Welt der Wiederherstellung? Kurz gesagt ist es eine Welt, die von Menschen bevölkert wird, die eine dreidimensionale Herzensverbindung besitzen, durch die sie Gott besingen und preisen können, auch wenn sie bloß ein einzelnes Meisterstück der Schöpfung betrachten. Das ist es, worin Gott den Wert der Persönlichkeit sieht. Die alte Geschichte vom heiligen Franziskus, der zu Tieren und Vögeln gepredigt hat, ist keine Lüge. Es ist eine Geschichte, die wie ein Traum anmutet, aber sie ist tatsächlich wahr. (9‐166, 08.05.1960)
Alles in der geschaffenen Welt wurde von Gott wie ein Lehrbuch gemacht, damit Seine geliebten Söhne und Töchter das Ideal der Liebe finden und zur Entfaltung bringen können. Die geschaffene Welt hat deshalb Strukturen von Wechselbeziehungen. Mineralien funktionieren durch die Beziehung zwischen Subjektpartner und Objektpartner, und in Atomen interagieren Protonen und Elektronen durch eine Subjekt‐Objekt‐Beziehung. Ohne Interaktion können sie nicht existieren. Ohne in Bewegung zu sein, können sie nicht fortdauernd existieren. Mit dem Menschen als Mittelpunkt wurde das Universum für eine Beziehung mit diesem zentralen Punkt geschaffen. (137‐59, 18.12.1985)
Das Universum ist eine geheimnisvolle Welt. Gott hat es nicht zum Herumalbern geschaffen oder um damit herumzuspielen. Mit größter, hingebungsvoller Mühe schuf er es für Seine geliebten Menschen, und tatsächlich ist es wunderschön geworden! Wenn wir uns also dieses Universum anschauen, sollten wir ein äußerst dankbares Herz haben und bedenken, dass der Vater es für uns geschaffen hat. Wenn ihr mit einem solchen Herzen in Gärten herumspaziert und die Bäume, Pflanzen, Blumen und Vögel betrachtet, wenn ihr das Fließen der Bäche und Flüsse beobachtet und fühlt, wie der Wind weht, dann könnt ihr nicht anders, als von Staunen überwältigt zu sein. (87‐319, 27.06.1976)
Die Vollkommenheit des Universums beinhaltet nicht nur die Freude der äußeren Welt, sondern verlangt auch, dass sich mein innerstes Selbst ebenfalls erfreut. Dabei müssen sowohl mein Gemüt als auch mein Körper sich freuen und alle meine Zellen müssen entzückt sein. Die Zellen in meinen Augen und die auf der Sohle meiner Füße sind unterschiedlich, nicht wahr? Sie unterscheiden sich, aber dies muss eine Welt sein, in der sich alle diese Zellen erfreuen können. Die Zellen meiner Hand und auch alle anderen Zellen, einschließlich des gesamten Gemüts und des ganzen Körpers, ohne irgendeinen Teil auszulassen, können sich freuen. In diesem Erleben sollten sie nicht voneinander getrennt bleiben, sondern sich in widerhallender Freude der Liebe miteinander verbinden, basierend auf der Polarität des Zweckes. Nur so wird das Universum Vollkommenheit erlangen. (166‐210, 07.06.1987)
Verbindungen beginnen bei äußerst kleinen Dingen. Ihr seid auch ein lebender Körper, der aus bis zu 400 Billionen Zellen besteht, die miteinander verbunden sind. In der Welt des Schöpfungsideals, das auf Gott ausgerichtet ist, das heißt unter allen Wesen in diesem großen Universums, gibt es kein einziges, das außerhalb des Herzens Gottes entstanden wäre. Ein Dichter, der diese Dinge empfinden kann, wäre ein großer Poet. Wenn es einen Dichter gäbe, der ein kosmisches Herz empfinden und ausdrücken könnte, selbst wenn er nur ein Blatt wackeln sieht, würde zu einem Dichter für das Universum werden. Wir haben noch nicht alle Phänomene des Himmels und der Erde um uns herum kennen gelernt, aber auch ohne unser Wissen darüber gibt es Dinge, die in Einklang mit der Liebe Gottes existieren. Wenn ihr euch in einen mystischen Zustand begebt, könnt ihr sehen, dass sogar ein kleines Sandkorn die Prinzipien des Universums in sich trägt, und sogar ein Atom enthält die unergründliche und unerschöpfliche Harmonie des Universums. Wir können nicht leugnen, dass jede Existenz das Resultat einer komplexen Kraft ist, auch wenn wir sie nicht klar verstehen können. Atome existieren unterhalb der Moleküle, Elementarteilchen unterhalb der Atome; diese Dinge existieren nicht unbewusst, sondern mit einem bestimmten Bewusstsein und Zweck. Darum sollten wir deutlich und klar die Tatsache verstehen, dass alle Dinge, die existieren, durch Gottes liebende Hände entstanden sind und notwendigerweise in einer Herzensbeziehung mit Gott existieren. (9‐166, 08.05.1960)
Was für Menschen sind die erleuchteten Meister? Es sind solche mit einem so tiefen Herzen, dass sie selbst den Wert eines Grashalms mit ihrem eigenen gleichsetzen und staunend „Gott!“ ausrufen. Das wären erleuchtete Meister der höchsten Ebene. Diejenigen, die diesen Wert auf solche Weise besingen können, wären Künstler von höchstem Format. Wenn es Menschen mit einem Herzen gäbe, das es ihnen ermöglicht, den Charme der Liebe Gottes und Seines Herzens in jeder Art der Schöpfung und in all ihren Formen und Farben zu entdecken, mit ihnen Freundschaft zu schließen und sich mit ihnen gemeinsam zu freuen, dann wären das Menschen, die das gesamte Universum repräsentieren könnten. Wenn es Menschen gibt, deren einzelne Zellen sich mit diesem Gefühl bewegen, dann sind sie die Herren der Schöpfung. Wenn jemand dagegen nur weiß, wie man sich Nahrung beschafft, und sonst nichts weiß, kann er dann ein Herr der Schöpfung werden? (9‐166, 08.05.1960)
Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 397-399)
