Genesis 1,27 besagt: „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild, als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ Daraus können wir schließen, dass Gott maskuline und feminine Qualitäten hat. Gott braucht ein Objekt, weil Er nicht allein leben kann. Deshalb hatte Er keine andere Wahl, als diese Welt zu erschaffen. Als Resultat wurden ein Mann und eine Frau erschaffen. (Chukbokkajeong, 307)
Gott erschuf den Menschen erstens, um eine physische Form zu haben. Zweitens erschuf Gott Adam und Eva, um die Liebe zu vervollkommnen. Wenn Adam und Eva vollkommen sind und substantielle Wesen der Liebe werden, wodurch sie eins werden können, dann kann Gott kommen und bei ihnen wohnen und für die Menschheit Eltern der vollkommenen Liebe werden. Dann können Adam und Eva als die substantiellen Eltern mit sichtbarer Form Kinder zur Welt bringen und so die ideale Welt verwirklichen. Wenn das geschieht, werden die Geistige Welt und die Physische Welt durch die Menschheit miteinander verbunden. Dies bedeutet, dass Gott die Menschen auch zu dem Zweck geschaffen hat, die Geistige Welt und die Physische Welt miteinander zu verbinden. Während Adam und Eva auf der Erde leben, kann Gott als die wahren und substantiellen Eltern der Menschheit mit ihnen in Liebe wohnen. Wenn Adam und Eva in die Geistige Welt eingehen, kann Gott durch ihre Erblinie weiterhin in der Position der Eltern mit physischer Form bleiben. Es muss jedoch klar erkannt werden, dass diese Pläne durch den Fall von Adam und Eva verhindert wurden. (Chukbokkajeong, 307)
Gott ist unsichtbar, und weil Er unsichtbar ist, erschuf Er Adam und Eva als Sein physisches Abbild. Wenn Adam und Eva, in deren Geist Gott wohnt, vollkommen werden, heiraten und Kinder gebären, wird Gott der innere Vater und Adam wird der äußere Vater. Wenn dies geschieht, wird Adam Gott vollständig gleichen. Wenn Adam und Eva als Abbild Gottes Vater und Mutter der Menschheit geworden wären, wäre durch ihr Leben in der Geschichte klar zu erkennen gewesen, dass Gott wirklich existiert. (Chukbokkajeong, 307)
Gott erschuf einen Mann und eine Frau, damit sie sich ineinander verlieben und miteinander eins werden. Er erschuf weder Adam noch Eva für sich selbst. Er erschuf Adam für Eva und Eva für Adam. Gott erschuf Adam und Eva auch für Seine eigene Liebe und Freude. Es geschah nicht für Wissen, Macht oder Geld. Der allmächtige Gott braucht weder Wissen noch Geld oder Macht. Er braucht nur Liebe. (Chukbokkajeong, 307)
Gott erschuf Adam und Eva nicht, um ihnen Wissen oder Macht zu geben oder Reichtum, um in Überfluss zu leben. Der Grund, warum er sie erschuf, liegt darin, sie als substantielle Wesen der Liebe zu etablieren. (Chukbokkajeong, 307)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 446-447)
