Gott erschuf alle Dinge des Himmels und der Erde nicht als Spielzeug oder als ein Hobby. Er erschuf sie nicht ohne Zweck oder Richtung oder ohne eine bestimmte Philosophie. Vielmehr erschuf Er sie mit einem großartigen Zweck auf der Basis der Philosophie des großartigen Universums. Darum können wir nicht leugnen, dass die Philosophie, die auf Gottes Herz beruht, in allen existierenden Dingen gegenwärtig ist, von den unscheinbarsten Geschöpfen bis hin zum gesamten Universum. Zu welchem Zweck erschuf Gott dann alles mit einer solchen Philosophie? Sein Ziel war zweifellos, eine ideale Welt zu sehen, die auf Seiner Liebe gegründet ist, also eine Welt, in der wir mit Liebe kommunizieren, mit Liebe froh sind, mit Liebe leben und mit Liebe sterben. Wenn wir aufwachen und unsere Augen öffnen, sehen wir alles sich vor uns entfalten. Von all den Dingen, die wir sehen, erhalten wir einen geheimnisvollen, indirekten Eindruck, und durch die Art, wie unsere Sinne antworten, werden diese Dinge durch unser tägliches Leben aufgewertet.
Sogar die kleinsten Geschöpfe um uns sind gewiss mit uns verbunden und haben eine Beziehung zu uns. Auch wenn wir diese unscheinbaren Geschöpfe vielleicht ignorieren, treten sie doch in Beziehung zur Menschheit und enthüllen so jeden Tag den Wert ihrer Existenz entsprechend dem Ideal des himmlischen Prinzips. Das ist so, weil vom Standpunkt des Zwecks des Lebens sich alle – von den kleinsten Lebewesen bis zu den Menschen, die Herren der Schöpfung genannt werden und über alles herrschen können – innerhalb des Bereichs des Ideals der Liebe befinden, wo sie Gottes Ideal für dieses unermessliche Universum umarmen können. Bei der Erfüllung des Zwecks des Universums kommt es zu Bewegung, wenn kleine Dinge von jenen absorbiert werden, die einen größeren Bereich beherrschen. Kleine Dinge werden von großen Dingen absorbiert und werden so zu einem Teil ihrer materiellen Form und Elemente. Das führt zur Verwirklichung eines einzigen Zwecks, der auf einem großen Ideal beruht.
Wir können nicht leugnen, dass die Geschichte auf diese Weise fortgeschritten ist und sich die existierende Welt entlang der Schiene eines himmlischen Prinzips bewegt hat, um einen einzigen Zweck zu erfüllen. (9-163, 08.05.1960)
Warum erschuf Gott alle Dinge? Es geschah, um ein Objekt der Liebe, einen Partner zu haben und um eine liebevolle Beziehung zu schaffen. Er wollte, dass die Menschen hier leben und dann in die ursprüngliche Welt zurückkehren und dort in Gottes ewigem, ursprünglichen Heimatland der Liebe wohnen können. (142-75, 01.03.1986)
Die Bibel beschreibt Gottes Schöpfung von Himmel und Erde in einfachen Worten. Sie sagt aus, dass Gott Himmel und Erde durch das Wort geschaffen hat. Als Gott sagte: „Es sollen Sterne sein“, erschienen die Sterne, und als Gott sagte: „Es soll die Erde sein“, erschien die Erde. Aber ihr müsst euch bewusst sein, dass Gott in diesem Schöpfungsprozess das Prinzip der Progression befolgt hat, indem Er kleine Dinge zu großen Dingen entwickelt hat in Übereinstimmung mit der unendlichen Ordnung und dem Gesetz. Gemäß diesem Prinzip schuf Gott nach der Erschaffung aller Dinge unsere Vorfahren, Adam und Eva, indem er die Essenz aller Dinge im Universum konzentrierte. (65-20, 13.11.1972)
Christen sagen heutzutage: Weil Gott allwissend und allmächtig ist, entstanden die Dinge, indem Gott einfach sagte: „Es sollen ein solcher Himmel und eine solche Erde entstehen.“ Aber das ist nicht der Fall. Gott investierte alles, die gesamte Energie, die Er besaß. Indem Er die ganze Kraft Seiner Liebe investierte, schuf Er alle Dinge als ein Geschenk für Seine geliebten zukünftigen Söhne und Töchter, Seine geliebte zukünftige Familie. Alles wurde so geschaffen. Dessen sollten wir uns bewusst sein, wenn wir alle Dinge betrachten. (112-306, 25.04.1981)
Womit erschuf Gott? Am Anfang waren Gottes Wille und Gottes Gedanken. Zusammen mit Gottes Gedanken gab es einen Plan. Wir können sehen, dass es Gottes ursprünglichen Willen und Plan gab, nach der Erschaffung der Menschen eine menschliche Welt zu bauen. (76-91, 01.02.1975)
Eine Sache, die ihr wissen solltet, ist, dass Gott bei der Erschaffung der Welt zuerst die Umwelt schuf. Das ist die Welt, die durch die Beziehungen von Subjekt- und Objektpartnern entstand. Die Schöpfung entwickelte sich als eine Welt der Phänomene, in der Subjektpartner und Objektpartner in Verbindung miteinander handeln. (131-217, 04.05.1984)
Wenn wir die Prinzipien betrachten, die bei der Schöpfung von Himmel und Erde angewendet wurden, dann sehen wir, dass Gott nicht zuerst die zentralen Wesen und danach die Umgebung für sie schuf. Vielmehr bereitete Gott eine Umwelt vor, die auf Beziehungen beruht, bevor er die Menschen schuf. Um Menschen zu erschaffen, machte Er zuerst den Erdboden. Er errichtet das Innere auf der Grundlage des Äußeren. Das ist das Prinzip, nach dem Himmel und Erde erschaffen wurden. Dinge, die zu einem Zeitpunkt existierten, machten Platz für größere Dinge, und Dinge ohne Wert wurden die Grundlage für wertvolle Dinge. Das ist das Prinzip, das der Schöpfung von Himmel und Erde zugrunde liegt. Bei der Erschaffung des Menschen machte Gott zuerst den menschlichen Körper und dann den Geist. (152-318, 18.08.1963)
Als Gott alles sah, was Er während der sechs Tage geschaffen hatte, war Er voller Stolz und Er wollte es stolz zeigen. Seine Freude war unendlich groß, als Er Seine Schöpfung betrachtete. Als Gott mit freudvollem Herzen immer wieder sagte: „Es ist gut, es ist gut!“, zu wem sprach Er da? Er sprach zu allen Dingen der Schöpfung. Wir müssen verstehen, dass Er mit einem solch erwartungsvollen Herzen zu all den Dingen der Schöpfung sprach. (5-238, 08.02.1959)
Als Gott die Welt erschuf, gab es viel Freude. Nachdem Er sie geschaffen hatte, sagte Er, dass sie gut anzusehen war. Er fühlte Freude. Was ist Freude? Es ist etwas, was ihr empfindet, wenn ihr ein bestimmtes Ziel erreicht. Was für eine Welt ist dann die wiederhergestellte Welt? Einfach ausgedrückt, es ist eine Welt, in der Menschen leben, die mehrdimensionale Herzensverbindungen haben, durch die sie Gott preisen können, während sie jedes einzelne Ding im Universum betrachten. Vom Standpunkt des Himmelreiches aus liegt dort der Wert des Charakters. Die Überlieferung, dass der heilige Franziskus zu Tieren und Vögeln predigte, ist keine Lüge. Es hört sich wie ein Traum an, aber es ist die Realität. (9-166, 08.05.1960)
Obwohl Liebe auch existiert, wenn ihr allein seid, kann sie erst funktionieren, wenn ihr einen Partner habt. Sogar Gott kann ohne Partner nicht lieben. Obwohl Gott die Liebe am meisten mag, kann diese Liebe nicht verwirklicht werden, wenn Er allein ist. Wenn jemand allein ist, kann er weder die Freude noch den Impuls der Liebe empfinden. Aus diesem Grund schuf Gott das Universum als einen Partner, mit dem Er Liebe und Freude teilen kann. Nach der Erschaffung des Universums schuf Gott Adam und Eva als dessen Eigentümer. (143-81, 16.03.1986)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 114-116)
