80 Prozent der Weltbevölkerung kennen die Geistige Welt nicht. Sogar Gläubige sind sich ihrer Existenz und der Existenz Gottes nicht sicher, aber es gibt sie wirklich. Stellt euch einen reichen Menschen vor, der bereit ist, all seinen Reichtum in einen Garten des Glücks zu investieren. Mit diesem Gedanken im Sinn können wir nun erforschen, wie Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, Seinen Wohnort geschaffen hat. Die Geistige Welt ist eine Welt der Schönheit, die unsere Vorstellung übersteigt. Ihr werdet niemals müde werden, diese Welt anzuschauen, gleichgültig welchen Teil ihr euch anschaut, selbst wenn ihr ihn tausend Jahre lang betrachtet. Die kostbarsten Besitztümer der Welt sind nichts im Vergleich auch nur zu einer Ecke der Geistigen Welt. Darum möchte ich diese Erde nicht besitzen, und das soll heißen, dass ich eher zurückgehen möchte, weil diese Erde meinem Zweck nicht dient. (15-149, 07.10.1965)
Die meisten Menschen denken nicht einmal an die Geistige Welt. Sie leben, weil sie geboren wurden, sie dienen ihren Eltern, weil es sie gibt, und sie leben in ihren Familien, weil sie in sie hineingeboren wurden. Sie leben und denken, dass der Grund dafür, dass sie so leben, darin besteht, dass sie eben so geboren wurden. Was steht bei einem derartigen Lebensstil im Mittelpunkt? Es geht darum, wie Menschen essen sollten und wie sie ihr Leben gestalten sollten. Darum halten viele Menschen Nahrung, ein Dach über dem Kopf und Kleidung als die wichtigsten Elemente des Lebens.
Die Themen, wie man lebt, sich ernährt und kleidet, sind für die meisten Menschen zentral. Natürlich gibt es Moral und Ethik in menschlichen Beziehungen, die es den Menschen ermöglichen, sich zu verbessern, zu entwickeln und gemeinsam eine gewisse Befriedigung zu erlangen. Der Standard dieser Moral variiert jedoch, wie sich auch Völker und Nationen voneinander unterscheiden. Die moralischen Standards und das soziale System variieren in Übereinstimmung mit den verschiedenen kulturellen Gegebenheiten in der Welt.
Aus dieser Sicht sind der ursprüngliche Standard, dem die Menschen die Geschichte hindurch folgen sollten, und die existierende Moral und die ethischen Standards, die wir in unserem Leben angenommen haben, zerstreut in alle Richtungen und verschieden. Sie wurden nicht in ein integriertes Ganzes systematisiert. Auf der Grundlage, geboren zu sein und in der ursprünglichen Welt zu leben, können wir fragen: Welche Richtung sollten wir einschlagen? Die Menschen sind sich darüber nicht im Klaren. Deswegen wissen gewöhnliche Menschen nicht, ob die Geistige Welt und Gott existieren. (140-121, 09.02.1986)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 654-655)
