Jesus hat alles gelehrt: „Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.“ Wo sonst findet ihr einen solch merkwürdigen Satz in dieser Welt? Nirgendwo! Aber er ist wahr. Warum sterben wir dann? Zu welchem Endzweck? Um zu leben! Es gibt einen Zweck, für den wir leben. Menschen leben für verschiedene Zwecke. Warum gibt es das Gebot „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken“? Um Gottes Sohn zu werden! Es bedeutet, euren Kopf herzugeben, um Gott zu lieben – und ihr besitzt nur einen –, aber ihr müsst ihn Gott darbieten. Wo sollten wir sterben? In der höchsten statt in der niedrigsten Position. Folglich sollten wir für das Himmelreich sterben. Es ist großartiger als jede Nation in dieser Welt. Wir müssen in Gottes Königreich sterben, dem einzigen im Himmel und auf der Erde. Wo werden wir sterben? Das ist die Frage. Auch zum Sterben gibt es einen Weg. Es gibt eine geeignete Position, in der man sterben sollte. Sterbt nicht auf die gewöhnliche koreanische Art. Wenn ihr das tut, dann zählt es nicht, wie oft ihr auch sterben mögt. Sterbt in der höchsten Position für die Nation des Herzens Gottes, im Herzen des himmlischen Königreiches – dem besten Ort, um zu sterben. Euer Tod sollte jeden im Universum dazu inspirieren, eine Fahne zu hissen und euch willkommen zu heißen. (34-184, 06.09.1970)
Heute sehnen wir uns nach dem Tag der letzten Auferstehung, dem Tag der Hoffnung. Diese Zeit der Hoffnung, nach der sich alle sehnen, ist eine Zeit, an der sich die ganze Menschheit erfreuen kann, aber sie lässt sich nicht leicht verwirklichen. Diese Hoffnung können nur jene besitzen, die den Tod überwinden. Nur diejenigen, die für Gott gegen Satan gekämpft haben, können sie in Besitz nehmen. Nur diejenigen, die zusammen mit Gott für das Wohl des Himmels Verfolgung erlitten haben, werden sich diese Hoffnung aneignen können. Während wir darüber nachdenken, wie eine derartige Zeit anbrechen kann, müssen wir mit einem brennenden Herzen unsere Lebensumstände und sogar unsere Furcht vor dem Tod überwinden. Wenn diese Zuversicht nicht von innen aus euch heraus leuchtet, dann könnt ihr diesen Tag der Hoffnung nicht in eurem täglichen Leben verwirklichen. Darum werden diejenigen, von denen gesagt wird, dass sie einen wahren Lebensstil praktizieren, sich fragen, wie das Szenarium ihres Todes sein wird. Wartet nicht, bis ihr 80 Jahre alt seid und kurz vor dem Tod steht, bevor ihr euch die Frage stellt: „Auf welche Weise werde ich meinen letzten Tag feiern?“ Als er den Ort seines Todes erreichte, sagte Jesus: „Es ist vollbracht!“, und: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ Tatsächlich ist Jesus der Einzige, der auf allen Stufen seines Lebens siegreich gewesen ist.
Ihr werdet eines Tages den Tod treffen. Während ihr in diesem Moment auf eure Vergangenheit zurückblickt, solltet ihr euch überlegen, welche Worte ihr zurücklassen wollt. Auf diesem Weg gibt es keine Freunde. Es ist ein Weg, auf dem uns auch nicht die geliebten Eltern, Geschwister, Ehepartner oder Kinder beistehen können. Es ist ein Weg, den man ganz allein gehen muss. Es ist ein Weg, den man nicht noch einmal besuchen und zu dem man auch nicht zurückkehren kann; es ist der Weg, zu dem man bis in alle Ewigkeit nie zurückkehren kann, nachdem man ihn einmal gegangen ist. Mit was für einem Herzen geht ihr diesen Weg? Wenn ihr im Angesicht des Todes die Hoffnung vermissen lasst, mit der ihr ihn überwinden könnt, dann wird euer Ende genau dann und dort eintreten. Die vielen Menschen, die Gottes Willen aufrechterhalten und danach gelebt haben, waren nicht der Typ von Mensch, der vor dem Weg des Todes zurückweichen würde, sondern sie haben vielmehr den Tod voller Verachtung ausgelacht und ihn beherzt überwunden. Solche Menschen sind erschienen und haben den himmlischen Weg etabliert.
Ihr alle müsst die Hoffnung umarmen, mit der ihr den Tod überwinden könnt, wenn ihr mit ihm konfrontiert seid. Nachdem ihr diesen Weg gegangen seid, müsst ihr voller Freude in jenes ursprüngliche Heimatland laufen können, nach dem ihr euch mit dem hoffnungsvollen Gedanken gesehnt habt, vor dem Himmel mit erhobenem Kopf dastehen zu können. Nur diejenigen, die sich leidenschaftlich nach Gottes idealer Welt sehnen, können den Tod überwinden.
Alle Dinge dieser Welt werden vergehen. Eure geliebten Eltern, Ehepartner und alles, was ihr liebt, wird vergehen, und ihr werdet schließlich dem Tod gegenüberstehen. Trotzdem können nur diejenigen vor dem Himmel stehen, die von der siegreichen Hoffnung, die sogar den Tod überwindet, besessen sind. Die Menschen, die heute auf der Erde leben, wünschen sich keinen Weg des Leidens und des Kummers. Wenn freudige Ereignisse vorüberziehen, lässt dies in ihnen nostalgische Gefühle entstehen. So ist die menschliche Natur. Die Welt, in der wir leben, ist eine Mischung von Trauer und Freude. All die Freude, die wir erfahren, wird mit dem Tod verschwinden und kann nicht über ihn hinweg bestehen. Unser Herz sucht Freude, verlangt nach besseren Dingen und sehnt sich nach der ewigen Welt. Wenn Kummer und Freude mit dem Tod verschwinden, ist dann auch unser Herz mit dem Tod am Ende? Nein! Die Tatsache, dass unser Herz und unser Gemüt in jene Richtung streben, ist ein Beweis dafür, dass diese Welt tatsächlich existiert.
Menschen sind geistige Wesen und ihr Leben währt ewig. Menschen, die den Weg des Todes treu für den Himmel gegangen sind und die Hoffnung aufrecht hielten, während sie einem Weg folgten, der für viele Menschen abstoßend ist, haben so gehandelt, weil sie etwas gefühlt haben, das gewöhnliche Menschen nicht fühlen konnten, und weil sie etwas wertgeschätzt haben, was gewöhnliche Menschen nicht wertschätzen konnten. Aus diesem Grund konnten sie sogar den Weg des Todes gehen. Ihr werdet Menschen werden, die den Tod bedauern und sich vor Schmerz und Kummer fürchten, wenn euer Sehnen nicht stärker wird als jeder Gegner, jede Schwierigkeit, Traurigkeit oder der Tod, denen ihr in eurem tatsächlichen Leben begegnen mögt.
Wie Jesus den Gipfel des Todes überwand, die ewige Welt betrat und den Bereich der Auferstehung eröffnete, so sind auch wir heute dazu ausersehen, den Gipfel des Todes zu überwinden. Welche Art von Menschen leben mit himmlischer Hoffnung? Es sind jene, die freudig den Gipfel des Todes überwinden können, welcher der Menschheit Kummer bereitet. Diese Menschen hegen und schätzen die himmlischen Hoffnungen.
Werdet also keine Menschen, die vor dem Tod die Dinge dieser Welt begehren und um sie trauern. Werdet Menschen, die vor dem Himmel stehen und auf den Wert ihres Todes stolz sein können. Gott sucht nach solchen Söhnen und Töchtern der Hoffnung. Wenn es Menschen gibt, die die Freude des Himmels in einer solchen Lage empfinden können, dann kann Gott nicht anders, als sie zu lieben. Wenn es viele Menschen gäbe, die aus dieser Haltung heraus den Himmel anrufen würden, dann könnte der Himmel nicht anders, als diesen Ruf zu beantworten. (6-52, 22.03.1959)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 626-629)
