Eltern sind uns näher als Freunde

Eltern existieren für ihre Kinder. Wenn Eltern für sich selbst leben, würde es das Wort Eltern nicht geben. […] Wie sollten Eltern leben? Eltern, die Kinder auf die Welt bringen, sollten für diese Kinder leben. Das ist der erste Artikel des moralischen Prinzips. Das bedarf keiner Erklärung. Für Kinder zu leben ist keine unglückliche Sache, sondern etwas Glückliches und Erfreuliches. (62-214, 25.09.1972) 

Keine Eltern lehren ihre Kinder, Falsches zu tun. Aber für einen Lehrer ist es möglich, seine Studenten zu lehren, Falsches zu tun. Wenn der Lehrer in der Position eines Feindes ist, dann könnte er ihnen Dinge lehren, die sie ruinieren. Es gibt zwei Arten von Lehrern und zwei Arten von Brüdern. Aber es gibt nur eine Art von Eltern. Sogar schlechte Eltern lehren ihre Kinder, gute Dinge zu tun. (28-85, 04.01.1970) 

Wem gehört ihr? Ihr gehört euren Eltern und auch euren Kindern. Wem gehören die Eltern? Sie gehören gleichzeitig den Kindern und Gott. Darum gehört ihr zuerst Gott und dann euren Kindern. Danach gehört ihr euch selbst. Wenn ihr diese Stufe erreicht, seid ihr vollkommen. Darum ist das moralische Prinzip, seinen Eltern Respekt zu zeigen, immer noch im menschlichen Leben anzutreffen. Die Worte „Respekt für deine Eltern und Liebe für deine Kinder“ stammen von diesem Prinzip ab. Ein Mensch ohne Eltern ist ein Waise. Nur nachdem ihr die Erfahrung von elterlicher Liebe und Liebe zu Kindern gemacht habt, könnt ihr eure Position in den vier horizontalen Richtungen und in Bezug auf oben und unten erkennen. (18-209, 08.06.1967) 

Eure Kinder sollten sagen können: „Unsere Eltern sind die besten in der ganzen Welt.“ Die Menschen der Welt werden auf der Suche nach vorbildlichen Familien nach Korea kommen. Dann solltet ihr etwas zu sagen und zu zeigen haben. (21-87, 03.11.1968) 

Ein Vater sollte der beste Freund aller Freunde sein. Wenn der Vater erscheint, sollte der Sohn zu seinem Vater hochspringen und dabei sogar seine Freunde stehenlassen. Ein Vater sollte auch der Lehrer aller Lehrer sein. Folglich sollte ein Vater als jemand angesehen werden, der sogar besser ist als der Präsident, der Beste, gleich nach Gott. Kinder sollten ihren Vater als ihren besten Freund und Lehrer betrachten, den sie niemals gegen einen anderen Freund oder Lehrer austauschen würden. Söhne sollten sagen können: „Ich würde lieber meine geliebte Frau verlassen als meinen Vater.“ (57-282, 04.06.1972) 

Ich streichle immer die Gesichter meiner schlafenden Kinder, wenn ich nach Hause komme. Es ist nicht leicht, gute Eltern zu sein. Dadurch wird automatisch der folgende Gedanke in den Gemütern der Kinder eingepflanzt: „Ich werde meine Söhne und Töchter auch so lieben, wie mein Vater mich liebt.“ Sie sollten erkennen können, dass ihr Vater der Beste in der ganzen Welt ist. (97-310, 26.03.1978) 

Jeder möchte einen hervorragenden Sohn haben. Man mag sich fragen, wie man ein Kind erzieht, damit es hervorragend wird. Erziehung dauert das ganze Leben der Eltern hindurch an. Eltern sollten sich wirklich aufopfern. Wenn die Eltern ihren Haushalt an die Kinder, die sie mit ihrer ganzen Hingabe großgezogen haben, weitergeben oder sie als ihre Repräsentanten einsetzen, dann ist es der Wunsch aller Eltern, dass ihre Kinder ihnen gleichgesinnt sind und dem Weg der Eltern folgen. (24-257, 24.08.1969) 

Eltern leiden für ihre Kinder so sehr, dass es ihr Knochenmark zum Schmelzen bringen könnte, aber trotzdem empfinden sie keinen Schmerz. Warum nicht? Weil sie ihre Kinder so sehr lieben. Schreiben Eltern den Preis auf, den es gekostet hat, nachdem sie ihr Fleisch und Blut hingegeben haben? So etwas würden sie nicht tun! Stattdessen fühlen sie sich frustriert, weil sie nicht alles geben können. (39-334, 16.01.1971) 

Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern kommt nicht einfach nur von dem täglichen Umgang, den sie mit ihnen haben. Es ist eine Liebe, die aus dem Knochenmark hervordringt. Eltern haben ein liebendes Gemüt für ihre Kinder, das niemals vergessen oder abgeschnitten werden kann. Darum lieben Eltern ihre Kinder, solange sie leben. Wenn Eltern die Erfahrung machen, dass ihr Leben mit ihren Kindern verbunden ist, erwacht auf natürliche Weise ihr liebendes Herz. Eltern können nicht anders, als ihre Kinder zu lieben, nicht einfach nur auf Grund einer bewussten Absicht, sie zu lieben, weil sie zu ihnen gehören, sondern auch wegen der Lebenskraft, die sie mit ihren Kindern tiefer verbindet als ein solches Bewusstsein. Wir empfinden diese Realität lebhaft in unserem täglichen Familienleben. (32-15, 14.06.1970) 

Der Mann sollte Verantwortung für all die Streitereien übernehmen, die in der Familie vorkommen. Er sollte die zentrale Position der Autorität in der Familie innehaben. (21-87, 03.11.1968) 

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 1117-1118)