Nachdem wir geboren sind, leben wir alle auf ähnliche Art und Weise. Werden wir langsam schwächer oder stärker, während das Leben sich entwickelt? Wenn ihr herausfinden würdet, wer ihr seid, und wenn ihr einen festen Entschluss fassen würdet, dann würde dieser Entschluss nach 10, 20 oder 30 Jahren allmählich an Kraft verlieren. Während ihr durch eure fünfziger und sechziger Jahre geht und 70 oder 80 Jahre alt werdet, wird das zu einem Problem. Beobachtungen auf dem Sektor der Dynamik belegen das Prinzip, dass sich jede Bewegung mit der Zeit verringert; jede Aktion, die durch eine Kraft verursacht wurde, wird in der Folgezeit vergehen.
Nehmen wir die Elektrizität als Beispiel: Die potentielle Energie einer jeden Kraftquelle wird geringer, wenn sie einen Motor antreibt oder eine Arbeit verrichtet. Ein Zustand der Erschöpfung tritt unausweichlich ein. Wenn wir die Sache so betrachten, dann können wir nicht unser ganzes Leben lang stillstehen. Wir müssen unser ganzes Leben lang in Bewegung bleiben – ob wir das mögen oder nicht. Auch wenn wir uns bewegen, ergibt sich die Frage, ob es auf die richtige oder falsche Art und Weise geschieht. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu bewegen. In welche Richtung sollten Menschen dann gehen oder rollen? Wir rollen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Wenn wir wie ein rollender Stein leben, der in einen Felsen kracht oder die Abflussrinne hinunterfällt, dann ist das sehr gefährlich! Wie bedauernswert! Wie unsicher! Es ist ein Problem. Nachdem ihr einmal die Geistige Welt betreten habt, könnt ihr nicht länger mit all den Dingen in Beziehung stehen, die wir hier in den Grenzen von Zeit und Raum bemessen. Jene Welt übersteigt Zeit und Raum. (141-269, 02.03.1986)
Was geschieht, wenn wir die Geistige Welt betreten? Ihr habt eure eigene geistige Ebene. Jeder besitzt eine bestimmte geistige Stufe innerhalb bestimmter Grenzen, die sich manchmal nur um ein Grad unterscheiden. […] Warum? Weil die geistige Ebene eines jeden Menschen verschieden ist. (194-61, 15.10.1989)
Was wollt ihr im Himmelreich werden? Ein Botschafter oder ein Diener, der in der Botschaft Botengänge macht? Seid ein Botschafter! Das ist nicht einfach. In einer lebensgefährlichen Situation ist der Botschafter der erste, der stirbt. Wir wissen um die Existenz der Geistigen Welt. Sie ist gewisser als diese Welt. Was für eine Welt ist es? Es ist eine Welt, in der alles möglich ist, solange es mit Gottes Plan übereinstimmt. (107-55, 20.01.1980)
Habt ihr ein Geschenk, das ihr mitbringen könnt, wenn ihr in den Himmel geht? Wenn ihr in die Geistige Welt eingeht, werden religiöse Märtyrer sich vor euch aufstellen. Könnt ihr das Paket vor ihnen öffnen, das ihr mit euch gebracht habt? […] Wie könnt ihr sagen, dass ihr für die Nation und für die Welt gelebt habt, ohne solche Schwierigkeiten überstanden zu haben?
Ich habe gelitten, aber ich betrachte es nicht als Leiden. Naturgemäß haben wir noch einen langen Weg vor uns. Wenn ihr in der Geistigen Welt ankommt, müsst ihr imstande sein, euer Gepäck zu öffnen und zu sagen: Hier ist das Geschenk, das ich mein ganzes Leben lang vorbereitet habe; nehmt es bitte an.“ Wenn Frauen eine Mitgift mitbringen müssen, wenn sie zu ihren Schwiegereltern ziehen, wie könnt ihr dann mit leeren Händen in die Geistige Welt gehen? (32-71, 21.06.1970)
Wenn ihr nicht eigenständig seid, könnt ihr die Geistige Welt nicht betreten. Sie besitzt ihre eigene Welt, ihre eigenen Nationen, Stämme, Familien und Einzelpersonen. Ohne die Eigenständigkeit zu haben, die es euch ermöglicht zu sagen, dass ihr dort ein absolut nötiges Individuum seid, könnt ihr den Himmel nicht betreten. Seid so eigenständig, dass ihr behaupten könnt, für eure Familie und euren Stamm unbedingt vonnöten zu sein. Nur dann könnt ihr den Himmel betreten. (19-43, 24.12.1967)
In der Geistigen Welt kommt einem die Erde wie ein Staubkorn vor. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie unermesslich die Geistige Welt ist. Es ist eine unendliche Welt, die Zeit und Raum übersteigt. Ihr braucht nur auszurufen: „Wer auf der Erde mit so einem und so einem Herzen, zu dieser und jener Zeit gelebt hat, der soll sich zeigen!“, und schon wird jene Person in einem Augenblick vor euch erscheinen.
Es ist eine Welt, in der intuitive Empfindungen real werden. Es wir kein Problem sein, ein Bankett für eine Million Menschen gleichzeitig zu halten. Ihr müsst nur sagen: „Ich möchte mit jedem diese Freude der idealen Liebe teilen, indem ich ein Bankett veranstalte, auf dem die Frauen so und so gekleidet sind und die Männer diese und jene Kleidung tragen, und ich möchte, dass es jetzt geschieht!“ Sobald diese Worte gesprochen sind, werden sofort Mahlzeiten und Früchte entsprechend euren Wünschen erscheinen. Was werdet ihr mit den Resten machen, nachdem sich jeder satt gegessen hat? Es gibt dort keine Küchen. Ihr braucht euch um nichts zu sorgen. Es gibt dort keine Nahrungsmittelfabriken und keine Automobilfabriken oder Ähnliches. Es gibt dort alle möglichen Blumen. Entsprechend der Qualität eures Herzens könnt ihr so viele Häuser errichten, wie es euch gefällt. (224-105, 23.11.1991)
Wenn gewöhnliche Menschen an ihre Vergangenheit denken, dann sind die Erinnerungen dunkel, aber wenn Heilige sich an ihre Vergangenheit erinnern, dann sind sie hell. Was ist diese Helle? Sie existiert nicht für die Heiligen, sondern um die Nation der Hoffnung entstehen zu lassen. Wenn es das Himmelreich der Hoffnung gibt, dann muss es aus diesem Grund von ihnen angefangen werden. Das ist dann der Himmel.
Während ihr euren Weg durch den Bereich des Falls mit seiner düsteren Umgebung navigiert, werdet ihr Höhen und Tiefen erahnen, euren Lebensweg nach euren Wünschen planen und zu euch sagen, dass ihr dieses Jahr diesen Weg und nächstes Jahr jenen Weg gehen werdet, oder diesen Weg für diese 10 Jahre und jenen Weg für die nächsten 10 Jahre. Wenn ihr auf euch selbst ausgerichtet Höhen und Tiefen erfahrt, dann werden all die Aufzeichnungen, nach denen ihr andere für euch selbst geopfert habt, zu einem großen Hindernis werden. (31-308, 07.06.1970)
Habt ihr jemals gedacht, dass ihr diesem Weg folgen werdet, auch wenn ihr 70 oder 80 Jahre alt seid, oder sogar noch im Augenblick eures Todes? Sogar auf eurem Sterbebett müsst ihr den Beweis liefern können und sagen: „Ich habe die Vergangenheit auf diese Art erhellt und in der Gegenwart diese Dinge getan. Ich würde jene Dinge in der Zukunft tun, aber ich sterbe. Kümmert euch also bitte um sie an meiner statt.“
Das dürfen nicht nur leere Worte sein. Die Menschen, die sich um euer Totenbett versammelt haben, sollten sich an euch klammern und ausrufen: „Geh noch nicht! Geh noch nicht!“ (73-114, 16.08.1974)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 632-634)
