Woher kommt die Liebe? Niemals von uns selbst, sondern immer von unserem Partner! Ohne einen Partner kann keine Liebe entstehen. In der Menschheit ergänzt die Frau den Mann, und die Kinder ergänzen die Eltern. Liebe kann ohne Partner nicht verwirklicht werden. Dies nennen wir die „Liebe der drei Objektpartner“. Wer die Liebe von drei Objektpartnern noch niemals erfahren hat, kann nicht in einer Position stehen, in der er die vollkommene Liebe Gottes substantiell erlebt hat.
„Lasst uns Söhne und Töchter zur Welt bringen und uns in gleichem Maße freuen, wie Gott sich freute, nachdem Er Adam und Eva geschaffen hatte.“ […]
Nachdem Er Adam und Eva erschaffen hatte, sagte Gott: „Von nun an werdet ihr über die Erde herrschen. Unsere Familie wird die zentrale Familie der Welt werden. Bitte werdet schnell erwachsen, werdet schnell erwachsen!“ Er empfand Freude und Zufriedenheit, während Er sie beschützte und mit Hoffnung nährte und sich nach dem Tag ihrer Hochzeit sehnte, als sie langsam älter wurden. In gleicher Weise möchten Väter und Mütter ihre Kinder gut aufziehen und gute Partner für sie finden, damit sie gute Ehemänner und Ehefrauen werden. Wenn dies geschieht, wird die Familie gedeihen. (57-119, 29.05.1972)
Wer sind die besten Freunde eurer Kinder? Nicht die jungen Leute aus dem Nachbarort. Ihre besten Freunde sind keine anderen als ihre Eltern. So sollte es sein. Die Kinder sollten ihre Eltern sogar mehr als ihre Freunde mögen. So solltet ihr denken. Deshalb müssen die Eltern die besten Freunde und die besten Lehrer ihrer Kinder sein.
Wenn sie ihre Kinder erziehen, sollten Eltern nicht sagen: „Du da, lass das!“ Und Lehrer sollten nicht sagen: „Du Balg, du bekommst einen Schlag auf die Wade, wenn du nicht tust, was ich sage. Lass das sein!“ Sie sollten die Kinder in Liebe erziehen. Eltern sollten ihre Kinder so erziehen, dass, wenn man sie fragt: „He, glaubst du, dass du das tun solltest?“, sie antworten würden: „Stimmt, das ist nicht gut, denn wenn ich es täte, wären meine Eltern traurig.“ Deshalb sollten die Eltern die besten Freunde und die besten Lehrer ihrer Kinder sein.
Glaubt ihr, dass Adam und Eva im Garten Eden Freunde hatten? Wenn Adam einen Freund hatte, war es nur Eva. Sonst gab es nur noch Gott. Gott wollte nicht, dass sie mit dem Erzengel befreundet sind, der ein Diener war. Doch Adam und Eva wurden zerstört, weil sie mit der falschen Person befreundet waren. Deshalb sollten Eltern die besten aller Lehrer und die besten aller Freunde sein und die besten aller Formen der Liebe darstellen. Die Liebe beginnt mit Gott. Da das so ist, stammt die eheliche Liebe letztlich von den Eltern. Wenn die Eltern also sagen: „He, ihr mögt einander nicht euretwegen, sondern wegen der guten Eigenschaften eurer Eltern“, sollten ihre Kinder antworten: „Es wäre eine Katastrophe gewesen, hätten uns unsere Eltern nicht so gut erzogen und nicht solche Partner für uns gefunden.“
Ehen auf der Grundlage persönlicher Auswahl können deshalb diesen Standard nicht erreichen. Von wem sollten die Kinder in der Liebe erzogen werden? Von ihren Eltern. Sie sollten ihren Vater und ihre Mutter sehen, wie sie sich mit großer Freude lieben und wie die Tauben gurren, und davon lernen. Sie sollten sagen: „Aha! Wenn ich meinen Vater und meine Mutter so zusammen sehe, fühle ich mich einsam, wenn ich allein bin. Ich brauche auch einen Partner, den ich lieben kann und mit dem ich gurren kann wie meine Eltern.“ Die Eltern sollten ihren Kindern auch beibringen, so zu empfinden. Dann werden die Kinder wiederholen, was ihre Eltern getan haben, die Welt wird eine Welt des Guten werden und die menschliche Geschichte wird eine Geschichte des Guten werden. […] (57-121, 29.05.1972)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 525-526)
