Gottes Motiv für die Schöpfung des Universums

Wenn wir bedenken, dass Himmel und Erde nicht aus eigenem Antrieb heraus entstanden, sondern auf der Grundlage einer bestimmten Kraftquelle geschaffen wurden, dann folgt logischerweise, dass auf einer höheren Ebene ein Subjektwesen existieren muss, das Himmel und Erde bewegen kann, das heißt, ein ursprünglicher Motivator mit Schöpferkraft. Wir nennen das Wesen in einer derartigen Position Gott. Da wir von verschiedenen Völkern mit unterschiedlichen Sprachen abstammen, gebrauchen wir verschiedene Worte, um Ihn zu benennen, aber das spielt keine Rolle. In jedem Fall muss es ein Zentrum für dieses Universum geben. Es muss ein zentrales Wesen geben, das seit Milliarden von Jahren im Mittelpunkt der wechselseitigen, sich bewegenden Welt positioniert ist; also ein Wesen, das sich niemals mit dieser Welt bewegt, obwohl alles andere in Bewegung und Aktion begriffen ist. (154-298, 05.10.1964) 

Wenn wir uns in den Ursprung des Universums vertiefen, dann taucht die fundamentale Frage auf: Warum ist Gott entstanden? Warum ist Er existent geworden? Aus welchem Grund ist Er entstanden? Was macht Er? Das sind die Fragen, die wir stellen sollten. Das Zeitalter des blinden Glaubens an das Christentum ist vergangen. Vergangen ist auch das Zeitalter des blinden Glaubens an Gott. Nachdem wir durch folgerichtiges Denken bei dieser Schlussfolgerung angelangt sind, sollten wir als Nächstes Gottes innere Natur, Seine Beziehung zur Welt in Bezug auf Seinen Willen und die Beziehung zwischen Seiner inneren Natur und Seiner äußeren Form betrachten, da diese Beziehungen noch Fragen offenlassen. (191-13, 24.06.1989) 

Die Menschen können nicht die erste Lebensform sein. Wie großartig wir auch sein mögen, wir können nicht das kausale Wesen sein. Wir werden immer die zweite Lebensform sein, das heißt resultierende Wesen. Was wäre dann das kausale Wesen des Universums? Da Gott existiert, wäre Er das kausale Wesen wie auch das absolute Wesen. Was würde ein solches absolutes Wesen für sich selbst benötigen? Auf welcher Grundlage würde Es Beziehungen zu der Menschheit oder der Schöpfung suchen? Das sind die fundamentalen Fragen und die wichtigen Themen, die von der Theologie und der Philosophie untersucht werden sollten. Die Frage, die gestellt werden muss, lautet: Was kann Gott und die Menschheit verbinden, die Ursache und das Resultat? (198-283, 05.02.1990) 

Warum und wie ist Gott entstanden? Er entstand durch die Liebe. Wie ist der Ursprung des Universums geschaffen worden? Der Same der Liebe wurde von Gott als Objektpartner integriert, mit dem Ergebnis, dass Gott selbst dahin gelangte, innere Natur und äußere Form zu besitzen. Auf welcher Grundlage ist das geschehen? Es basierte auf der Liebe. Das Gleiche gilt für euch. Durch die Liebe eures Vaters und eurer Mutter wurde euch der Same des Lebens gegeben, die eine Zelle, die zu dem geworden ist, was ihr heute seid. In ähnlicher Weise wurde Gott das Wesen, das Er heute ist. Seine Augen, Seine Nase und jede Seiner Merkmale wurden auf diese Weise gebildet. Er ist genau wie wir. (207-27, 21.10.1990) 

Wahre Liebe beginnt an der tiefsten Stelle. Was ist also der Ursprung der wahren Liebe? Es ist Gott. Das Wort „Gott“ (Gott) spricht man genauso aus wie das koreanische Wort „gaht“, was früher den Zylinderhut des niederen Adels bezeichnete. Hüte trägt man ganz oben auf dem Kopf, also hat es dieselbe Bedeutung wie das englische Wort. Die Frage bleibt, wie Gottes äußere Form und Seine innere Natur geteilt wurden. Wo ist der Ursprung des Universums und wie ist es entstanden? Das ist die Frage, die wir stellen sollten: Wie ist Gott entstanden? Habt ihr Gott gesehen? Wie ist Er entstanden? Wie seid ihr entstanden? Ihr seid die Wesen, die aus der Synthese der Extrakte aller Elemente entstanden sind, die das Universum ausmachen. (207-24, 21.10.1990) 

Was wäre das Zentrum der Liebe? Es muss Gott sein! Er ist das einzigartige, ewige und unveränderliche Wesen, das vor der Erschaffung des Universums existiert hat. Liebe ist der Fluss des Herzens; es ist die Manifestation des inneren Herzens, das substantiell fließt. Folglich ist die Essenz Gottes das Herz. Ein solcher Gott ist das vereinte Wesen, das die fundamentale Ursache für die Bildung des Universums ist, wie es in der Ontologie besprochen wird. Ich empfinde nicht einmal die Notwendigkeit zu erwähnen, dass sich diese Bildung des Universums genau auf den Prozess von Gottes Schöpfung bezieht. 

Wie konnte Gott dann das Universum und die Menschen erschaffen? Er konnte das tun, weil Er Herz hat. Leben kann nur entstehen, wo es Herz gibt; und wo es Leben gibt, kann der Entwicklungsprozess der Schöpfung stattfinden. Dem Werk der Schöpfung muss ein Zweck zugrunde liegen, aus dem einfachen Grund, weil das Herz von Natur aus immer nach Erfüllung strebt. Daraus folgt, dass der Zweck der Schöpfung darin besteht, Freude hervorzubringen, die Gottes Herz befriedigen kann. Diese Freude kommt von der Schöpfung, im Besonderen von Menschen, die Ihm am meisten ähneln. Gott versuchte daher, Völker und Nationen zu schaffen, die Seiner Liebe und Kreativität ähnlich sind. Das ist klar erkennbar in der Tatsache, dass die Menschheit auch nach den gleichen Dingen strebt. Das universelle Ideal ist nichts anderes als das leidenschaftliche Streben, eine Welt zu errichten, die rechtmäßig die Unsere ist, um sich daran zu erfreuen. (65-258, 26.11.1972) 

Was ist der Ursprung des Universums? Was war da, bevor dieses Universum entstand? Gott? War Gott der Einzige? Ist Liebe sichtbar? Wenn man bedenkt, dass Liebe keine substantielle Form hat, wo ist sie dann? Liebe ist ein Konzept. Sogar für Gott ist Liebe ein Konzept. Ihr müsst verstehen, dass sie auch für Ihn ein Konzept ist. (293-132, 26.05.1998) 

Warum hat Gott das Werk der Schöpfung ausgeführt? Es geschah der Liebe wegen. Liebe kann nicht allein erfüllt werden, denn sie benötigt einen Subjektpartner und einen Objektpartner. Isolierte Liebe ist vertikal und hat deshalb keinerlei Auswirkungen auf ihre Umgebung. (193-303, 08.10.1989) 

Was hat Gott als absolutem Schöpfer gefehlt, das Ihn dazu brachte, Menschen zu erschaffen? Was hat der allmächtige Gott gebraucht – Er, dem es weder an Gold, noch Wissen noch an irgendetwas anderem fehlte –, so dass Er die Menschen erschaffen musste? Kurz: Was ist der fundamentale Beweggrund für die Schöpfung? Er tat es nicht wegen Macht, Wissen oder Besitztum. Es geschah vielmehr, weil Gott keinen substantiellen Liebespartner hatte, das heißt, weil Er Liebe nicht allein erfüllen konnte. Deshalb war das fundamentale Motiv für die Schöpfung des Universums die Liebe. (149-149, 21.11.1986) 

Warum hat Gott Himmel und Erde geschaffen? Was hatte dieses allmächtige und absolute Wesen nicht, so dass Es die Menschen schaffen musste? Es erschuf sie der Liebe wegen. Liebe kann nicht ohne ein Objekt entstehen. Wenn sie ohne ein Objekt in Bewegung gesetzt würde, würde sie nur einen Verlust erleiden. Alles ist gemacht, um sich selbst zu beschützen; nichts bewegt sich, wenn nur ein Verlust zu erwarten ist. Obwohl es scheinen mag, als wäre die Liebe nicht vorhanden, eilt sie hinaus, wenn ein Objekt erscheint. Liebe existiert zuerst in Gott, aber wenn der maskuline Gott allein ist, wird sie nicht in Erscheinung treten. Das Objekt, das sie aus Ihm herauslocken kann, ist die Menschheit. (60-76, 06.08.1972) 

Was war es, was dem allwissenden, allmächtigen und allgegenwärtigen Gott fehlte und Ihn dazu brachte, die Menschheit zu schaffen? Brauchte Er Geld, Goldbarren oder Diamanten? Er hatte mehr als genug davon. Brauchte Er Wissen? Er besitzt soviel Wissen, wie Er sich nur wünschen kann; schließlich ist Er der König des Wissens. Brauchte Er dann Macht? Es würde für Ihn keinen Unterschied machen, ob Er Macht besitzt oder nicht. Was ihm fehlte, war Liebe. 

Liebe kann nur durch eine wechselseitige Beziehung entstehen. Ohne das Bedürfnis nach Liebe wäre auch Gott nicht fähig, mit der geschaffenen Welt und den Menschen eine Beziehung aufzubauen. Also kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass Er mit der bestehenden Welt keinen Austausch haben kann, ohne ihr mit Liebe zu begegnen; und aus diesem Grund hat Er die Liebe als Standard gesetzt. (121-100, 24.10.1982) 

Warum hat Gott Himmel und Erde geschaffen? Es geschah aus der Tatsache heraus, dass auch das absolute Wesen nicht auf sich allein gestellt Freude erleben kann. Selbst wenn Er voller Freude sein könnte, wäre das für Ihn nicht stimulierend. Wie sehr das absolute Wesen auch behaupten würde: „Ich bin das absolute Wesen. Ich bin der Herr der Liebe und des Lebens“, Es würde doch nicht die Stimulation der Liebe allein fühlen können, genauso wenig, wie Es den Reiz Seiner Existenz durch das Wissen empfinden würde, dass Himmel und Erde in Ihm sind. (38-152, 03.01.1971) 

Hätte Gott das Universum geschaffen, wenn Er nur an sich selbst gedacht hätte? Der Schöpfungsakt benötigte eine gewaltige Investition an Energie. Der Wunsch eines jeden Künstlers ist es, das größte Meisterwerk zu schaffen, und er erspart sich keine Schmerzen und legt alles, was er hat, in sein Werk. Das vollkommene Meisterwerk kann nur geschaffen werden, wenn er sich vollkommen darin investiert hat. Ein Meisterwerk kann nur dann vollkommen sein, wenn es nichts mehr gibt, was man noch verbessern könnte. Der Prozess der Schöpfung nimmt seinen Lauf und wird nur durch das Hinzufügen von Energie möglich. Nichts kann ohne die Anwendung von Energie gemacht werden. Wenn wir das Prinzip bedenken, dass ein vollständiges Objekt durch den vollständigen Einsatz von Energie geschaffen wird, dann wird uns klar, dass Gott alles investiert hat, was Er als Subjektpartner besaß, um Sein Objekt zu erschaffen. Durch den Akt der Schöpfung begann Er, nicht für sich selbst, sondern für Seine Objektpartner zu existieren. (78-111, 06.05.1975) 

Schöpfung beinhaltet den Einsatz von Energie. Wenn das so ist, wie viel sollte dann investiert werden? Ihr denkt vielleicht, dass für Gott das Schaffen mit den Worten: „Es werde dies …, es werde das …“, wie ein Kinderspiel war. Aber das war tatsächlich nicht der Fall. Er hat wahres Leben, wahre Liebe, und das wahre Ideal total in sie investiert. Auch wir können etwas nicht lieben, das ohne jede Anstrengung unsererseits geschaffen wurde, oder ohne unser Fleisch und Blut dafür einzusetzen. (78-111, 06.05.1975) 

Darum war die Situation vor der Schöpfung eine ganz andere als danach. Bevor man ein Objekt schafft, denkt man nur an sich selbst. Aber sobald man beginnt, Liebesbeziehungen aufzubauen, fängt man an, zum Wohl seines Objektpartners zu leben, weil man dann denkt, dass man für dessen Wohl existiert und zum Wohl seiner Söhne und Töchter, anstatt für sein eigenes. (69-81, 20.10.1973) 

Als Gott Menschen erschuf, wollte Er Seinen Objekten der Liebe erlauben, größer zu werden, als Er selbst ist; aus diesem Grund hat Er unaufhörlich investiert, um all Seinen unsichtbaren Elementen vollkommene Substanz zu verleihen. Das bedeutet, dass der Ursprung wahrer Liebe nur an dem Punkt gefunden werden kann, an dem man gibt und vergisst, dass man gegeben hat, und dann wieder gibt. Es ist sehr einfach. Das ist das fundamentale Prinzip der Existenz des Universums. (203-231, 26.06.1990) 

Um Liebe zu besitzen, muss man wiederholt geben und vergessen, dass man gegeben hat. Warum sollte man eine solche Liebe besitzen? Weil Liebe, je mehr sie in Bewegung ist, sich umso mehr vermehrt, anstatt sich zu verringern. Wissenschaftlich gesprochen nimmt jedes physikalische Phänomen ab, je mehr es sich bewegt und agiert, oder? In der Physischen Welt erschöpfen sich Dinge umso mehr, je mehr sie sich in Bewegung befinden und Energie verbrauchen. Aber in der Welt der wahren Liebe wird diese umso größer, je mehr sie sich bewegt. Da Er um diese Realität wusste, konnte Gott Sein Schöpfungswerk auf der Grundlage wahrer Liebe beginnen. (237-127, 13.11.1992) 

Wie hat das Universum begonnen? Aus Gottes Sicht hat alles mit dem Prinzip begonnen, für andere zu leben, und damit, sich voll und ganz zu investieren und sogar sich selbst aufzubrauchen. Was hat Er dann zu erreichen versucht, als Er sich selbst aufgebraucht hat, um Seine Objektpartner zu erschaffen? Was entsteht, wenn sich Subjekt- und Objektpartner zum Wohl des anderen selbst aufbrauchen? Es ist die Liebe! Es macht ihnen nichts aus, wie sehr sie sich auch verbrauchen, wenn sie dafür die Liebe besitzen können. Liebe gründet sich auf ein solches Konzept und darum hat Gott das Schöpfungswerk dementsprechend begonnen. Er hat am Ende überhaupt nichts verloren. Warum würde Gott sich selbst vollkommen investieren, wenn Er wüsste, dass daraus ein Verlust resultiert? Innerhalb der Liebe gibt es eine Energie, die mehr kann, als alles zu erfüllen; deshalb hat Gott Liebe zurückerhalten, obwohl Er sich selbst verbraucht und investiert hatte. Wahre Liebe ist etwas, das durch sein Investieren nicht weniger wird, sondern dadurch vermehrt wird. Wenn das nicht der Fall wäre und das Prinzip bestünde, dass wahre Liebe sich verringert, dann wäre Gott selbst aufgebraucht worden, indem Er sich vollkommen investierte. Es war tatsächlich ziemlich genau das Gegenteil der Fall, denn die Realität ist diese: Je mehr man wahre Liebe einsetzt, umso mehr wächst sie an. (237-124, 13.11.1992) 

Der Liebe wohnt schöpferische Kraft inne und deshalb kann sie nicht erschöpft werden. Wie viel Energie ihr auch investiert und verbraucht, wenn ihr ein liebendes Gemüt besitzt, werdet ihr trotzdem noch die Kraft der Liebe in euch haben, die das mehr als ausgleichen kann, und so könnt ihr niemals erschöpft sein. Obwohl ihr also den Weg womöglich als schwierig und erschöpfend empfindet, werdet ihr ihn niemals ablehnen. Ihr könnt einem solchen Weg nicht folgen, wenn ihr ihn nicht mögt. Auf dem Weg der Liebe kann euer Gemüt niemals hasserfüllt sein. Auf dem Weg der wahren Liebe gibt es niemals einen Platz für einen hasserfüllten Geist. Im Wesen Gottes findet sich kein Konzept für Feindschaft oder für das Böse, weil es von wahrer Liebe umgeben ist. (237-130, 13.11.1992) 

Gottes Schöpfungsideal verlangt ein immerwährendes Geben. Investition bewirkt Zirkulation. Wenn es Gebiete mit hohem und Gebiete mit niedrigem Luftdruck gibt, dann wird zwischen den beiden eine Region mittleren atmosphärischen Drucks gebildet. Ihr könnt in der mittleren Position stehen, um der niederen Position zu geben und um dann von der hohen Position wieder aufgefüllt zu werden. Der Himmel kommt herunter, ohne gerufen worden zu sein. Darum werden diejenigen, die mehr als 100 Prozent geben wollen, von Gott aufgefüllt. Das sind die Gesetze des Universums. Der Prozess des sich vollkommen Investierens und wieder Vergessens etabliert ein ewiges Handeln, und auf dieser Grundlage kann die Logik der Unsterblichkeit entstehen. 

Von wo anders her als von der Unsterblichkeit und dem ewigen Leben konnte das Prinzip der Vereinigung gewonnen werden? Wenn ihr zum Wohl anderer lebt, wird dann nicht ein Kreis gebildet? Wo bewegt ihr euch hin? Während ihr leichter werdet, bewegt ihr euch aufwärts. Ihr würdet aufsteigen. Wenn es euer idealer Lebensweg wäre, zu zirkulieren und euch auszudehnen, dann würde sich die himmlische Tradition verbreiten. Gott hätte dann keine andere Wahl, als automatisch beide Füße auf die Schultern dieses aufsteigenden idealen Paares zu stellen. (205-95, 07.07.1990) 

Warum existiert Gott? Zu welchem Zweck existiert Er? Er existiert für die Liebe. Folglich musste der allmächtige Gott den Objektpartner Seiner Liebe erschaffen. Bis in diese Zeit war es nicht bekannt, dass das essentielle Ideal Seiner Schöpfung, wofür der Schöpfungsprozess begonnen wurde, die Liebe war. Die gesamte Welt der Schöpfung entstand der Liebe wegen. (208-235, 20.11.1990) 

Gottes Wunsch ist es, sich selbst durch ein globales Fundament vollständig zu verausgaben. Er sehnt sich nach einer freien, friedlichen und glücklichen Welt, in der Ihn niemand für das Geben anklagen könnte, und in der es nicht erforderlich wäre, Bedingungen für das Empfangen zu legen. Sein ersehnter Zweck ist es, eine solche Welt zu erschaffen und die gesamte Menschheit dort glücklich leben zu lassen. (13-249, 12.04.1964) 

Was kommt zuerst, Liebe oder Leben? Liebe kommt zuerst. Obwohl die Erde ihren Ursprung in Gott hat, der ursprünglichen Quelle des Lebens, betrachten wir nicht das Leben als den Anfang. Stattdessen sagen wir, dass Liebe zuerst kam. (86-79, 07.03.1976) 

Obwohl Gott aus irgendeiner Form vitaler Existenz Himmel und Erde geschaffen hat, ist doch die Quelle und das Motiv hinter dieser Existenz die Liebe. Um es noch einfacher zusagen: Das Leben kam durch die Liebe zur Existenz. (86-82, 07.03.1976) 

Was ist das Größte im Universum? Es ist Gott! Wir sind geschaffen, um dort hinaufzusteigen, wo Er wohnt. Was werden wir tun, wenn wir dorthin gelangen? Wir werden uns durch Seine Liebe das Universum zu eigen machen. Habt ihr nicht alle ein gewisses Maß von Ambitionen in euch? Um diese Ambition und diesen Wunsch zu befriedigen, werdet ihr mehr brauchen als euer Wissen, eure Macht oder euer Geld. Nur Liebe ist dazu fähig. Das ist die Essenz des Göttlichen Prinzips und die Grundlage unserer Lebensphilosophie. Das habt ihr bis jetzt nicht verstanden, aber es ist sehr einfach. (144-132, 12.04.1986)

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 1705-1711)