In der Offenbarung des Johannes steht, dass man entweder kalt oder heiß, aber niemals lauwarm sein sollte. In der Welt der Liebe wird eine lauwarme Haltung nichts bringen. Wenn ihr ein Herz der Liebe habt, könnt ihr auch mit einem Stock züchtigen. Wenn ihr eure Kinder erzieht und diese darin versagen, dem Standard gemäß zu leben, obwohl ihr sie geliebt habt, solltet ihr sie manchmal kalt behandeln. Wenn ihr sie nicht ausschimpft, wenn sie etwas falsch gemacht haben, werden sie ihre Fähigkeit verlieren, richtig und falsch zu unterscheiden. Ihr solltet wissen, dass ich als euer Lehrer, obwohl ich freundlich aussehe, manchmal streng sein kann. Ich kann dem Bösen gegenüber unerbittlich sein, aber dem Guten gegenüber heiß wie ein Schmelzofen mit Tausenden Graden. (103-32, 28.01.1979)
Als ich neulich hörte, dass ein Lehrer an einer Schule im Westen Probleme mit den Autoritäten bekam, weil er körperliche Züchtigung benutzt hatte, sagte ich mir: „Nun wird diese Nation zugrunde gehen!“ Es sollte Schülern nichts ausmachen, wenn die Lehrer versuchen, sie in die richtige Richtung zu lenken, selbst wenn es eine starke Züchtigung beinhaltet. In Korea gibt es eine Redewendung, die lautet: „Gib jemandem, den du nicht leiden kannst, einen zusätzlichen Reiskuchen; aber schwinge einen Stock für jemanden, den du magst.“ Es gibt keinen anderen Weg sicherzustellen, dass die richtige Tradition weitergeführt wird. Kinder sollten fähig sein, vor der Liebe ihrer Eltern Tränen zu vergießen und den Schmerz der Strafe zu vergessen. (Chukbokkajeong, 1027)
Je näher ihr jemandem steht, desto mehr könnt ihr ihn ausschimpfen und sagen: „Du Schuft! Warum hast du das getan?“, anstatt ihn zu belohnen. Wenn es ein Junge aus einem Nachbarort ist, könnt ihr seine Missetaten ignorieren. Wenn es aber euer eigenes Kind ist, werdet ihr es auf die Waden schlagen und ausschimpfen: „Du kleiner Schuft, hast du etwas Gutes oder etwas Schlechtes getan?“ Die Intensität der Sorge, die ihr für es empfindet, muss größer sein als die Strenge der Bestrafung; andernfalls wird es eine Sünde sein. Wenn die Strenge der Strafe eure Sorge um es übertrifft, könnte es einer eurer größten Feinde werden. Selbst wenn ihr es aus Liebe bestraft, aber die Härte der Strafe den Grad eurer Liebe übertrifft, würde alles zerbrechen. Im gegenteiligen Fall wäre es jedoch in Ordnung. Das bedeutet auf einem Maßstab von eins bis zehn: Wenn eure Liebe für euer Kind auf der Stufe zehn steht, aber durch die Strafe ein Minus von fünf entstünde, wäre es auf der Stufe fünf immer noch dankbar. (26-32, 18.10.1969)
Wenn euer Kind es nicht leicht annehmen kann, solltet ihr es, um es zum Bereuen zu bringen, mit einer größeren Liebe lieben, als ihr es ihm in der Vergangenheit gezeigt habt; dann wäre sogar ein auf die schiefe Bahn geratenes Kind fähig, zu bereuen und umzukehren. Wenn ihr aber euer Kind wiederholt ausschimpft und immer wieder betont, wie gut ihr es erzogen habt, wird es anfangen, seine Koffer zu packen. Wenn ihr eure Kinder aber mit einer größeren Liebe liebt und Tränen vergießt, als ob euer Herz für sie schmelzen würde, dann werden sie umkehren. Stärkere Liebe übernimmt gewöhnlich die Führung darin, alle geringeren Formen der Liebe aufzusaugen und zu integrieren. (Chukbokkajeong, 1027)
Selbst in der säkularen Gesellschaft lieben Eltern ihre Kinder nicht wirklich, wenn sie sie nicht zum Lernen auffordern, weil sie zu müde zu sein scheinen. Sie sollten sie auffordern, wach zu bleiben und zu lernen, selbst wenn sie ihnen den Hintern versohlen müssten. Warum ist das so? Sie sind eher um ihr zukünftiges Wohl besorgt, anstatt sich nur um ihr gegenwärtiges Wohl zu kümmern. Eltern tun dies, weil sie große Träume bezüglich der Zukunft ihrer Kinder haben. (Chukbokkajeong, 1027)
Wenn ihr Kinder zur Welt bringt und sie ernährt, solltet ihr dies mit wahrer Liebe tun. Dadurch werden eure Familienmitglieder, wenn sie sich eng miteinander vereinigen und es lernen, die Nation zu lieben, Patrioten genannt werden.
Deshalb wachen Eltern über den Wachstumsprozess ihrer Kinder und erziehen sie und schwingen manchmal den Stock der Liebe, damit sie sich auf die richtige Weise entwickeln. Kinder sollten sich nicht beschweren und nicht protestieren, wenn sie von ihren Eltern wegen ihrer Fehler ausgeschimpft oder sogar geschlagen werden. Sie sollten es als eine Lektion hinnehmen und ernsthaft bereuen und versuchen, ihre Irrtümer wiedergutzumachen. Solche Menschen werden es schaffen, richtig aufzuwachsen und dem Zentrum näherzukommen, in dem Gott wohnt. (Chukbokkajeong, 1027)
(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 526-527)
