Autobiografie

Auf dem Weg, eine Welt des Friedens zu schaffen, führte mich mein Leben an die einsamsten und abgelegensten Orte. Ich begegnete Müttern in Afrika, die hilflos zuschauen mussten, wie ihre Kinder vor Hunger starben, und ich traf Väter in Südamerika, die an einem fischreichen Fluss wohnten, aber ihre Familien nicht mit Fischen ernähren konnten. Alles, was ich anfangs tat, war, mein Essen mit ihnen zu teilen, und sie dankten es mir mit Liebe.

Erfüllt von der Kraft der Liebe säte ich Samen und kultivierte Wälder. Gemeinsam fingen wir Fische, um den hungrigen Kindern zu essen zu geben, und benutzten Bäume für den Bau von Schulen. Auch wenn mich die Nacht hindurch beim Fischen die Moskitos plagten oder ich knietief im Schlamm steckte, war ich glücklich, denn ich konnte die Schatten der Verzweiflung auf den Gesichtern meiner Nachbarn schwinden sehen.

Auf der Suche nach dem kürzesten Weg zum Weltfrieden setzte ich mich ein für Veränderungen in der Politik und im Denken der Menschen. Ich traf den damaligen Präsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow als Teil meiner Bemühungen um Aussöhnung zwischen Kommunismus und Demokratie. Ich traf den damaligen Präsidenten von Nordkorea Kim Il Sung für ernsthafte Gespräche, wie der koreanischen Halbinsel Frieden gebracht werden könnte.

Kapitel 1: Nahrung ist Liebe

Über die Freude, anderen Essen zu geben

Ich habe sehr kleine Augen. Mir wurde erzählt, dass sich meine Mutter nach meiner Geburt verwundert fragte: „Hat mein Baby überhaupt Augen?“ Sie spreizte mit ihren Fingern meine Augenlider auseinander. Als ich dann blinzelte, sagte sie voller Freude: „Du meine Güte! Er hat also doch Augen!“ Meine Augen waren so schmal, dass mich die Leute…

Ein Freund für alle

Wenn ich mich einmal entschlossen habe, etwas zu tun, dann muss ich es sofort in die Tat umsetzen, sonst kann ich nicht schlafen. Als Kind bekam ich manchmal in der Nacht eine Idee, war aber gezwungen, bis zum Morgen zu warten, bevor ich sie ausführen konnte. Ich blieb wach und machte Kratzer an der Wand,…

Ein maßgeblicher Wegweiser für mein Leben

Der Stamm Moon kam ursprünglich aus der Stadt Nam-pyeong bei Naju in der Jeolla-Provinz, die 320 Kilometer südlich von Seoul in der Südwest-Region des Landes liegt. Mein Ururgroßvater Sung Hak Moon hatte drei Söhne. Der jüngste von diesen war mein Urgroßvater Jung Heul Moon, der wiederum drei Söhne hatte: Chi Guk, Shin Guk und Yoon…

Ein unbeugsames Kind, das niemals aufgibt

Meinem Vater fiel es schwer, Schulden einzutreiben, aber wenn er selbst Geld borgte, hielt er sich gewissenhaft an seine Vereinbarungen für die Rückzahlung, auch wenn dies bedeutete, dass er die Familienkuh verkaufen oder gar vom eigenen Haus eine Säule herausbrechen und auf dem Markt verkaufen musste. Er sagte immer: „Du kannst die Wahrheit nicht durch…

Liebe die Natur und lerne von ihr

Es liegt in meiner Natur, dass ich über das, was ich sehe, alles wissen möchte. Ich konnte nicht einfach etwas oberflächlich übergehen. Ich fing an zu denken: „Ich möchte gern wissen, wie dieser Berg heißt. Wie ist es wohl dort oben?“ Ich musste dann selbst losgehen und nachsehen. Als Kind bestieg ich darum in einem…

Mit den Insekten über das Universum reden

Zeit, im Wald zugebracht, reinigt den Geist. Das Rauschen der Blätter im Wind, die Melodie des Windes, der durchs Schilf streicht, die Laute der quakenden Frösche in den Teichen: Man hört nur die Geräusche der Natur, keine befremdlichen Gedanken stören die Sinne. Wenn man seinen Geist leer macht und die Natur in sein ganzes Wesen…

Ein leidenschaftlicher Student

Als ich zehn Jahre alt wurde, schickte mich mein Vater in eine traditionelle Schule in unserem Dorf, wo ein alter Herr chinesische Literatur unterrichtete. Wir mussten jeden Tag den Inhalt eines Heftchens auswendig lernen. Das war alles. Ich konzentrierte mich und war mit dem Auswendiglernen in einer halben Stunde fertig. Wenn ich vor dem Lehrer…

Kapitel 2: Ein Fluss von Tränen fliesst in meinem Herzen

Zwischen Angst und Inspiration

Als ich älter und reifer wurde, beschäftigte mich die Frage: „Was soll ich werden, wenn ich erwachsen bin?“ Es machte mir Freude, die Natur zu betrachten und sie zu studieren. Daher überlegte ich mir, ob ich Wissenschaftler werden sollte. Aber davon kam ich ab, als ich sah, auf welch tragische Weise die Menschen von den…

Je mehr es schmerzt, desto mehr sollst du lieben

Ich war vollkommen verwirrt. Meinen Eltern gegenüber konnte ich mein Herz nicht öffnen und ihnen mein überwältigendes Geheimnis mitteilen. Andererseits fiel es mir schwer, es für mich zu behalten. Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte. Mir war nur klar, dass ich eine besondere Mission vom Himmel erhalten hatte. Das war eine ungeheuer große…

Ein Messer, das man nicht schleift, wird stumpf

Nach Abschluss der Allgemeinen Schule zog ich nach Seoul. Dort lebte ich allein im Heukseok-Dong-Viertel und besuchte die Gyeongseong-Schule für Gewerbe und Technik. Der Winter in Seoul war sehr kalt. Es war nicht ungewöhnlich, dass die Temperatur auf minus 20 Grad Celsius sank. Wenn das geschah, fror der Han-Fluss vollkommen zu. Das Haus, in dem…

Der Schlüssel für ein großes Geheimnis

So wie ich alle Berggipfel rund um meinen Heimatort bestiegen hatte, erkundete ich auch jeden Stadtteil von Seoul. Es gab damals eine Straßenbahnlinie, die von einem Ende der Stadt bis zum anderen fuhr. Der Fahrschein kostete nur fünf Jeon (ein Jeon hat den gleichen Wert wie ein Cent), aber ich wollte das Geld nicht ausgeben…

Wie ein lodernder Feuerball

Nachdem ich 1942 die Kyeongseong-Schule abgeschlossen hatte, reiste ich nach Japan, um dort weiterzustudieren. Ich ging, weil ich das Gefühl hatte, ich sollte Japan genau kennen lernen. Im Zug nach Busan konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten. Ich bedeckte mich mit meinem Mantel und weinte laut. Meine Nase lief und mein Gesicht schwoll an, so…

Mit den Arbeitern durch geteiltes Leiden in Freundschaft verbunden

Wie in Seoul machte ich es mir auch in Tokio zur Aufgabe, die ganze Stadt kennen zu lernen. Wenn meine Freunde zum Beispiel die Stadt Nikko besuchten, um sich die schöne Gegend anzusehen, blieb ich zurück und ging zu Fuß durch alle Viertel von Tokio. Ich entdeckte, dass es eine Stadt war, die zwar äußerlich…

Der ruhige Ozean des Herzens

Die Kriegslage wurde für Japan immer hoffnungsloser. Die schrumpfende Armee brauchte dringend neue Soldaten und so ließ man die Studenten ein halbes Jahr früher graduieren, um sie danach an die Kriegsfront zu schicken. Auch ich graduierte ein halbes Jahr früher. Als meine Abschlussfeier für den 30. September 1943 festgesetzt war, sandte ich ein Telegramm an…

„Bitte stirb nicht“

Ich vertiefte mich weiterhin ins Gebet und intuitiv spürte ich, dass für mich die Zeit gekommen war, um zu heiraten. Da ich mich für Gottes Weg entschieden hatte, sollte alles in meinem Leben dem Willen Gottes entsprechend geschehen. Wenn mir im Gebet einmal etwas klar geworden war, hatte ich keine andere Wahl, als dementsprechend zu…

Ein Befehl, dem gehorcht werden muss

Unmittelbar nach der Befreiung befand sich unser Land in einem unbeschreiblichen Chaos. Einfachste Lebensmittel waren schwer zu bekommen, auch für Leute mit Geld. Zuhause war unser Reisvorrat zu Ende gegangen, daher machte ich mich auf den Weg nach Paekcheon, eine Gemeinde in der Hwanghae-Provinz nördlich von Seoul etwas südlich des 38. Breitengrades, um Reis, der…

Ein Reiskorn ist größer als die Erde

Drei Monate nach meiner Inhaftierung im Pyeongyang-Gefängnis wurde ich am 20. Mai ins Heungnam-Gefängnis überstellt. Ich war empört und zur gleichen Zeit vor dem Himmel beschämt. Ich wurde mit einem Dieb zusammengebunden, damit ich nicht flüchten konnte. Ein Wagen holte uns ab und die Fahrt dauerte 17 Stunden. Als ich aus dem Fenster blickte, stieg…

Das Gefängnis von Heungnam im Schnee

Der wertvollste Besitz im Gefängnis nach Nahrung waren eine Nadel und ein Faden. Unsere Kleidung wurde durch die harte Arbeit abgenutzt und zerrissen, aber es war schwierig, eine Nadel und einen Faden aufzutreiben, um sie zu flicken. Nach einer gewissen Zeit schauten die Gefangenen wie Bettler in Lumpen aus. Es war wichtig, die Löcher in…

UN-Streitkräfte öffnen das Gefängnistor

Während ich in Heungnam gefangen war, begann der Koreakrieg. Drei Tage, nachdem er angefangen hatte, gab die südkoreanische Armee die Hauptstadt Seoul auf und zog sich weiter nach Süden zurück. Danach formten 16 Nationen unter der Führung der Vereinigten Staaten von Amerika eine UN-Streitmacht und griffen in den Koreakrieg ein. Die US-Marine landete in Incheon…

Kapitel 3: Innerer Reichtum durch Kampf und Leid

Das Wichtigste ist ein aufrichtiges Herz

Nach drei Monaten kam ich in die Welt zurück, nachdem man mich für unschuldig befunden hatte. Ich erkannte mehr als je zuvor, dass ich Gott einen enormen Dank schuldete. Um diese Schuld zu begleichen, suchte ich einen Ort, an dem unsere Kirche einen neuen Anfang machen konnte. Ich betete jedoch nicht mit Worten wie: „Gott,…

Unsere Wunden sind ein Training für uns

Die Menschen lehnten den neuen Ausdruck der Wahrheit, den ich predigte, ab und nannten ihn eine Irrlehre. Jesus, der in Israel geboren worden war, wurde in ähnlicher Weise der Häresie beschuldigt und schließlich gekreuzigt. Im Vergleich dazu war meine Verfolgung nicht annähernd so schmerzhaft oder ungerecht. Ich konnte jeglichen Schmerz, der meinem Körper zugefügt wurde,…

Neue Knospen wachsen auf versengten Zweigen

Die Beamten der Geheimdienstabteilung des Amtes für öffentliche Ordnung, die die Razzia in unserer Kirche durchgeführt und mich in Haft genommen hatten, brachten mich zur Chung Bu-Polizeistation. Ich war empört über die Anklage, dass ich mich der Einberufung zum Wehrdienst entzogen hätte, aber ich sagte nichts. Ich hatte einen Mund zum Sprechen, doch ich erhielt…

Zwei Universitäten verweisen Studenten und Professoren

Die Yonsei-Universität und die Ewha-Frauenuniversität befanden sich in einer Krise und wählten schließlich eine Maßnahme, die nie zuvor und auch seitdem nie wieder angewendet wurde. Ewha feuerte fünf Professorinnen, inklusive Professorin Young Oon Kim, und verwies 14 Studentinnen von der Universität. Unter diesen Studentinnen befanden sich fünf in ihrem Abschlussjahr. Auch Yonsei feuerte einen Professor…

Eine Kirche ohne Konfession

Die Koreaner haben ein Sprichwort: „Eine Person, die von anderen beschimpft wird, wird ein langes Leben haben.“ Wäre meine Lebensdauer den Beschimpfungen entsprechend, die ich erhalten habe, könnte ich nochmals hundert Jahre leben. Und auch mein Bauch wurde nicht mit Essen, sondern mit Demütigungen gefüllt. Darum könnte man sagen, dass mein Bauch der vollste von…

Der verrückte, gutaussehende Mann neben dem Brunnen

Als wir die Lehmhütte bauten und mit der Kirchenarbeit in Beom-naet Gol begannen, gab es nur drei Leute, die meine Predigten hörten. Aber für mich war es nicht eine Rede nur für jene drei Personen. Ich sagte zu mir selbst: „Obwohl sie unsichtbar sind, predige ich zu Tausenden, sogar Zehntausenden.“ Wenn ich predigte, stellte ich…

„Du bist mein geistiger Lehrer“

Nachdem wir den Imjin-Fluss überquert hatten, reisten wir über Seoul, Wonju und Kyeongju nach Busan, wo wir schließlich am 27. Januar 1951 ankamen. Zu jener Zeit war Busan voller Flüchtlinge aus dem Norden. Es schien, als ob die ganze Nation in der Stadt versammelt wäre. Jede bewohnbare Unterkunft war bereits belegt. Unser kleines Zimmer hatte…

Kapitel 4: Beginn unserer weltweiten Mission

„Weint nicht um mich, sondern um die Welt“

Auf etwas Gutes folgt oft etwas Schlechtes. Einige Leute malten einen Schnauzbart auf Poster und Reklametafeln, auf denen mein Bild zu sehen war, und versuchten mich dadurch mit Hitler in Verbindung zu bringen. Sie bezeichneten mich als „antisemitisch“ und behaupteten, ich würde etwas lehren, was gegen die Juden sei. Schwierigkeiten gab es auch mit Christen.…

Washington Monument, 1976

1974 und 1975 wurde ich eingeladen, auf dem Capitol Hill zu sprechen. Ich hielt eine Rede vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses mit dem Titel „Eine Nation unter Gott“. Ich sprach zu den Kongressabgeordneten in der gleichen Weise, wie ich zu den jungen Leuten auf der Strasse gesprochen hatte. Ich sagte ihnen: „Amerika entstand durch Gottes Segen.…

Meine Hoffnung auf eine neue amerikanische Revolution

Die anfänglich warme Gastfreundschaft, die mir von den Amerikanern entgegengebracht wurde, begann zu erkalten und schlug sogar in Feindseligkeit um. Sie fragten, wie ein religiöser Leiter aus Korea, einem unbedeutenden Land, das nur knapp Hunger und Krieg überlebt hatte, es wagen konnte, die Amerikaner aufzurufen, zu bereuen und umzukehren. Es waren nicht nur Amerikaner, die…

Das Meer ist unsere Zukunft

Während ich die Welt bereiste, wusste niemand, dass ich bereits Pläne machte, wie auf weltweiter Ebene ein ökonomisches Fundament entwickelt werden könnte. Da die Kirche am Wachsen war und die Anzahl der Missionsaktivitäten stieg, erhöhten sich die dafür benötigten Geldmittel dramatisch. Wir benötigten Einkünfte. Während ich 48 Staaten der USA bereiste, überlegte ich oft, welche…

Das letzte Flugzeug nach Amerika

Ende 1971 reiste ich wieder in die Vereinigten Staaten. Es gab bestimmte Aufgaben, die dort unbedingt erfüllt werden mussten, aber es war nicht leicht, dort hinzukommen. Ich flog nicht zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten, doch diesmal musste ich ungewöhnlich lange auf mein Visum warten. Einige Mitglieder schlugen vor, meinen Abflug zu verschieben, aber…

Welttour

Seit meiner Kindheit hatte ich Sehnsucht nach weit entfernten Orten. In meinem Heimatort kletterte ich auf einen Berg und sehnte mich nach dem Meer. Als ich nach Seoul kam, wollte ich nach Japan gehen. Ich habe immer davon geträumt, zu Orten zu gehen, die größer waren als die, wo ich mich befand. 1965 begann ich…

Engel öffnen einen Pfad durch einen dunklen Wald

Es gibt zwei Dinge, die wir unseren Nachkommen hinterlassen sollten, wenn wir sterben. Das eine ist Tradition und das andere ist Bildung. Ein Volk ohne Tradition hat keinen Bestand. Tradition ist die Seele, die es einem Volk ermöglicht, weiter zu bestehen. Ein Volk ohne Seele kann nicht überleben. Der zweite wichtige Punkt ist Bildung. Ein…

Die Macht des Tanzes bewegt die Welt

Wir waren keine reiche Kirche. Wir waren eine arme Kirche, die von Leuten gegründet worden war, die nicht einmal richtig satt werden konnten, weil sie nicht genug zu essen hatten. Es gab keine schönen Gebäude, wie andere Kirchen sie hatten. Wir aßen Gerste, wenn andere Reis hatten, und wir sparten jeden kleinen Geldbetrag. Dann teilten…

Geld sollte ehrenvoll erworben und nicht ohne Gebet ausgegeben werden

Gelder, die durch geschäftliche Unternehmungen angesammelt werden, sind heilig. Damit ein Geschäftsgewinn heilig sein kann, ist es jedoch wichtig, nicht zu lügen und keinen übermäßigen Gewinn zu machen. Wenn wir ein Geschäft betreiben, müssen wir immer ehrlich sein und niemals mehr als 30 Prozent Gewinn machen. Geld, das auf diese ehrenvolle Weise erwirtschaftet wird, muss…

Gottes Weg gehen, ohne an mein eigenes Leben zu denken

Sobald ich aus dem Seodaemun-Gefängnis entlassen worden war, ging ich zum buddhistischen Gapsa-Tempel auf dem Berg Gyeryong in der Provinz Chungcheong. Meine Wunden von den Folterungen im Seodaemun-Gefängnis mussten heilen. Ich brauchte auch einen Wald, in dem ich beten und mir Gedanken über die Zukunft unserer Kirche machen konnte. Das war kurz nach dem Ende…

„Warum muss mein Vater ins Gefängnis?“

Sogar im Gefängnis von Danbury folgte ich meinem Prinzip, ein Leben für andere zu führen. Ich stand früh auf und putzte dort, wo es dreckig war. In der Cafeteria lehnten sich andere über ihr Essen, machten ein Nickerchen oder unterhielten sich, aber ich setzte mich aufrecht und würdevoll hin. Wenn ich eine Arbeit zugeteilt bekam,…

Kapitel 5: Liebevolle Familien können die Welt ändern

Ein Vermächtnis der Liebe hinterlassen

Ein wahres Leben ist ein Leben, in dem wir unsere privaten Sehnsüchte aufgeben und ein Leben für das Allgemeinwohl führen. Diese Wahrheit wird von allen bedeutenden religiösen Leitern in der Vergangenheit und Gegenwart gelehrt – in Ost und West, von Jesus, Buddha und dem Propheten Mohammed. Das Wissen um diese Wahrheit ist weit verbreitet; es…

Wahre Liebe ist in wahren Familien zu finden

Wie sehr ein Mann und eine Frau einander auch lieben mögen, damit eine glückliche Familie entstehen kann, müssen Eltern da sein, die einen Schutzschild für ihr Heim bilden, und es muss mindestens ein Kind da sein, das von den Eltern geliebt wird. Wenn eine Familie beschützt ist, wird sie zu einem warmen Nest für Glück…

Die wahre Bedeutung der Ehe

Internationale und interkulturelle Ehen sind der schnellste Weg zu einer idealen Welt des Friedens. Was dem Anschein nach eine Ewigkeit dauern würde, kann wie durch ein Wunder in dieser Art von Ehe innerhalb von gerade einmal zwei oder drei Generationen erreicht werden. Die Menschen sollten über nationale und kulturelle Grenzen hinweg Partner aus Ländern heiraten,…

Zehn Jahre Tränen erweichen das Herz eines Schwiegervaters

Vor nicht allzu langer Zeit verbreiteten koreanische Medien die Geschichte einer japanischen Frau in Miryang, Korea, die eine Auszeichnung für ihre besondere Hingabe an ihre Familie erhielt. In dem Artikel stand, dass sie als Ehefrau eines Koreaners, mit dem sie durch eine religiöse Gemeinschaft bekannt gemacht worden war, nach Korea kam. Er hatte sie gegen…

Die friedvolle Familie ist der Baustein des Himmels

Viele westliche Menschen leben ein wirklich einsames Leben. Ihre Kinder verlassen das Haus, wenn sie 18 geworden sind, und die Eltern werden sie vielleicht nur zum Erntedankfest und zu Weihnachten zu Gesicht bekommen. Viele Kinder besuchen ihre Eltern nie, um einfach zu sehen, wie es ihnen geht. Wenn die Leute einmal geheiratet haben, leben sie…

Lieben heißt geben und vergessen

Die Familie ist die einzige Institution, die Gott geschaffen hat. Sie ist die Schule der Liebe, in der Menschen lernen können, wie man einander liebt und miteinander in Frieden zusammenlebt, und sie ist das Trainingszentrum, in dem wir üben, wie man auf dieser Welt einen Palast des Friedens errichtet. Dort lernen wir, Ehemänner oder Ehefrauen…

Versprechen, die niemals gebrochen werden dürfen

Während des Matchings (Partnervorschlag) und der Hochzeitszeremonie bitte ich die Bräute und Bräutigame darum, einander ein Versprechen zu geben, das niemals gebrochen werden darf. Erstens müssen ein Mann und eine Frau einander immer vertrauen und einander lieben. Zweitens dürfen sie dem Herzen ihres Partners keinen Kummer bereiten. Drittens müssen sie ihre Kinder und Enkelkinder lehren,…

Eine unvergleichliche innere Schönheit

Nach unserer Heirat gaben meine Frau und ich einander ein Versprechen. Wir vereinbarten, dass wir, ganz gleich wie aufgebracht oder ärgerlich einer von uns auch sein würde, es nicht soweit kommen lassen würden, dass irgendjemand denken könnte: „Es sieht so aus, als ob Reverend und Frau Moon einen Streit hätten.“ Wir vereinbarten, dass wir unseren…

Meine Frau Hak Ja Han Moon

Als ich meine Frau das erste Mal sah, war sie eine junge Frau von 14 Jahren und hatte gerade die Grundschule (6. Klasse) abgeschlossen. Sie war ein ruhiges Mädchen, das niemals seine Stimme erhob und niemals versuchte, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie nahm immer den gleichen Weg zur Kirche hin und zurück. Als sie…

Inoffizielle Erklärung

Hak Ja Han distanzierte sich zu einem späteren Zeitpunkt von ihrem Ehemann Reverend Sun Myung Moon und trennte somit das Band der Ehe. Nach Reverend Moons Ableben am 3. September 2012 veränderte Hak Ja Han seine Lehren und Worte zu dem Ausmaß, dass sie sich selbst als Messias und Wiederkunft Christi proklamierte und das Leben…

Kapitel 6: Liebe führt zu Vereinigung

Nicht mit Gewehren und Schwertern, sondern mit wahrer Liebe

Es ist nicht nur die Waffenstillstandslinie, die unser Volk teilt. Die Provinzen Yeongnam und Honam sind auch durch eine unsichtbare Linie geteilt. Sogar die Koreaner, die in Japan leben, sind gespalten in Mindan, die pro Südkorea eingestellte Einwohnervereinigung, und in Jochongryeon, die Vereinigung koreanischer Einwohner in Japan, die pro Nordkorea ist. Der Konflikt zwischen diesen…

Auch wenn das Land geteilt sein mag, sein Volk ist es nicht

Die koreanische Halbinsel ist eines der letzten geteilten Länder auf dieser Erde. Wir haben die Verantwortung, die Halbinsel zu vereinen. Wir können unseren Nachkommen kein geteiltes Heimatland hinterlassen. Es ist unverzeihlich, dass ein Volk, das zusammengehört, getrennt ist und dass es friedliebenden Menschen nicht möglich ist, ihre Eltern oder Geschwister zu sehen. Die Grenze, die…

Meine Begegnung mit Präsident Kim Il Sung

Ich war nicht nach Nordkorea gereist, weil ich meinen Heimatort sehen oder eine Tour zum Kumgang-Gebirge machen wollte. Ich wollte Präsident Kim Il Sung treffen und eine ernsthafte Diskussion über die Zukunft unseres Heimatlandes mit ihm führen. Jedoch war auch nach sechs Tagen meines Aufenthaltes noch immer keine Rede davon, ob überhaupt ein Treffen mit…

Die Vereinigung Koreas wird die Vereinigung der Welt zur Folge haben

Als ich nach meinem Treffen mit Herrn Gorbatschow den Kreml verließ, wandte ich mich an Bo Hi Pak, der mich begleitet hatte, und gab ihm einen besonderen Auftrag. „Ich muss Präsident Kim Il Sung noch vor Ende 1991 treffen“, sagte ich zu ihm. „Es bleibt keine Zeit. Die Sowjetunion wird es in ein oder zwei…

„Lassen Sie Religionsfreiheit in der Sowjetunion zu“

Es gibt eine Reihe von Theorien, die auf dem Materialismus basieren und populär, aber nicht verifiziert sind. Eine davon ist Darwins Evolutionstheorie. Eine andere Theorie entstammt den Schriften von Karl Marx. Der Gedanke, dass der Geist aus der Materie hervorgeht, ist von Grund auf falsch. Die Menschen wurden von Gott erschaffen und vereinigen in ihrer…

Der Fluss weist keines der Gewässer ab, die ihm zufließen

Die Selbstsucht blüht in dieser Welt. Ironischerweise wird dadurch der Einzelne zerstört und nicht nur der Einzelne, sondern auch alle um ihn herum und die ganze Nation mit ihm. Das größte Hindernis für eine friedliche Welt ist die Gier in den Herzen der Menschen. Sie beginnt bei der Einzelperson und breitet sich auf die Nation…

Religion hat die Kraft, die Menschen zum Guten zu bewegen

Am 2. August 1990 marschierte der irakische Präsident Saddam Hussein in Kuwait ein und riskierte damit einen Krieg am Persischen Golf. Dieses Gebiet war schon lange ein Pulverfass und ich konnte sehen, wie die Welt Gefahr lief, in den Strudel eines Krieges hineingerissen zu werden. Ich kam zu dem Schluss, dass christliche und muslimische Leiter…

Kapitel 7: Die Zukunft Koreas und die Zukunft der Welt

Über Almosen hinausgehen, um den Hunger zu beenden

Um das Hungerproblem zu lösen, brauchen wir ein geduldiges Herz, das bereit ist, Samen zu pflanzen. Samen werden eingepflanzt und warten unbemerkt unter der Erde, bis sie fähig sind zu keimen und ihre äußere Schale aufzubrechen. In ähnlicher Weise ist es langfristig besser, einer Person zu zeigen, wie sie Weizen anbauen, ernten und dann zu…

Die Lösung für Armut und Hunger

Wer niemals hungrig war, kann Gott nicht verstehen. Wenn man hungrig ist, ist das gleichzeitig eine Chance, um ganz nahe bei Gott zu sein. Wenn man hungrig und dennoch fähig ist, jede herannahende Person in Demut zu betrachten, als ob sie ein nahes Mitglied der Familie wäre, dem man helfen möchte, dann ist es wahrscheinlicher,…

Ein einzelner Löwenzahn ist wertvoller als Gold

Drei der größten Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft sind die Lösung der Umweltverschmutzung, das Schaffen eines Bewusstseins zum Schutz der Umwelt und die Erhöhung der Lebensmittelproduktion. Der Erde wurde schon viel zu viel Schaden zugefügt. Unsere endlose Gier nach materiellen Besitztümern hat zu einer starken Luft- und Wasserverschmutzung geführt, die die Natur zerstört einschließlich der Ozonschicht,…

Großartige Möglichkeiten im Zeitalter der Ozeane

Die Ozeane können zu einem zentralen Punkt werden, um die Welt zu vereinen. Um die Ozeane in Besitz zu nehmen, müssen wir in der Lage sein, auf ihnen genauso gut leben zu können, wie wir es auf dem Land gewohnt sind. Wenn ich Leuten das Fischen beibringe, dann schicke ich zehn kleine Boote zusammen mit…

Herr über die Meere und die Zukunft der Welt

Die Geschichte zeigt, dass eine Nation, die die Meere beherrscht, eine Weltmacht ist. Man denke an Großbritannien. Einst wurde es von Wikingern aus Norwegen und Schweden heimgesucht. Im 16. Jahrhundert, kurz nach ihrer Krönung, erkannte Königin Elisabeth I., dass Großbritannien alles verlieren könnte, wenn es nicht die Kontrolle über das Meer besäße. Sie stärkte die…

Kulturelle Projekte sind Ausdruck von Gottes Kreativität

Im Jahr 1988 war Seoul Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. Ich betrachtete sie als ein potenzielles Friedensfest vor meiner Haustür und lud viele unserer Mitglieder aus aller Welt nach Seoul zu diesem Ereignis ein. Die Mitglieder halfen bei der Betreuung der internationalen Athleten und offiziellen Vertreter, jubelten den Athleten zu, servierten ihnen Speisen und beschenkten sie…

Das Ziel der Religion im 21. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert war eine Zeit ungeheurer Veränderungen. In diesem Jahrhundert geschah mehr als in den vorausgegangenen 2.000 Jahren. Es gab zwei Weltkriege und der Kommunismus entfaltete große Macht und verschwand dann wieder. Es war auch ein Jahrhundert, in dem die Menschheit Gott den Rücken kehrte und sich verstärkt in materielle Dinge vergrub. Wie wird…

Leid und Tränen werden zu Frieden und Liebe

Es liegt eine tiefe Bedeutung in der tragischen Geschichte, die das koreanische Volk bis zu diesem Zeitpunkt durchgemacht hat. Korea hat eine Menge Leid erlebt, weil es dazu bestimmt ist, zum Fundament zu werden, aus dem der Weltfriede hervorgeht. Weil es so lange Zeit Leid und Schwierigkeiten erduldet hat, kann Korea jetzt die zentrale Nation…

Globale Harmonie beginnt auf der koreanischen Halbinsel

Ich vermisse meinen Heimatort so sehr, dass ich ihn oft im Traum besuche. Mein Heimatort liegt weit von Seoul entfernt in Jeongju, Nordkorea. Dieses Gebiet hat beides, die Berge und das Meer. Wo ich auch bin, immerzu sehne ich mich nach diesem Ort der Liebe und des Lebens. Wir alle stammen aus der Erblinie unserer…

Kapitel 8: Eine neue Vision für die Jugend

Finden Sie Ihre Bestimmung und ändern Sie Ihr Leben

Treffen wir jemanden zum ersten Mal, dann möchten wir gern wissen, wer er oder sie ist. Gott betrachtet jeden Menschen mit derselben Neugier. Sein besonderes Interesse gilt jungen Menschen und Er freut sich sehr, wenn Er sie ganz nahe kennen lernt. Warum ist das so? Es ist so, weil unsere Jugend der wichtigste und schönste…

Umarmen Sie die Welt

Sich ein Ziel für sein Leben zu setzen, ähnelt dem Pflanzen eines Baumes. Wer einen Jujube-Baum (chinesische Dattel) in seinem Vorgarten pflanzt, wird Datteln in seinem Haus haben. Wenn man Apfelbäume am Hang hinter dem Haus pflanzt, werden sie später Äpfel tragen. Machen Sie sich sorgfältig Gedanken über die Wahl Ihres Ziels und planen Sie,…

Alles, was wir haben, ist nur vom Himmel geborgt

Manche Leute sagen, ich sei einer der reichsten Männer der Welt, aber sie wissen nicht, worüber sie sprechen. Ich habe mein ganzes Leben lang hart gearbeitet, aber ich besitze nicht einmal ein einziges Haus, das auf meinen Namen eingetragen ist. Alles ist für die Allgemeinheit. Nahezu jeder Erwachsene in Korea hat seinen eigenen offiziellen Stempel,…

Glück ist, ein Leben für andere zu leben

Kinder werden aus dem Fleisch und Blut ihrer Eltern geboren. Ohne Eltern gäbe es keine Kinder. Dennoch rufen die Menschen dieser Welt nach Individualismus, als ob sie von selbst auf diese Welt gekommen wären. Nur ein Mensch, der von niemandem irgendeine Hilfe bekommt, hat das Recht, von Individualismus zu sprechen. Nichts auf der Welt ist…

Der Traum von einer friedlichen Welt

Seit Jahren setze ich mich für eine Welt ein, in der alle Religionen, Rassen und Nationen in Einigkeit zusammenleben. Doch seit Tausenden von Jahren hat die Geschichte eine ständige Zunahme von Spaltungen gesehen. Jedes Mal, wenn eine neue Religion eingeführt wurde oder ein neues Regime die Macht übernahm, wurden noch mehr Grenzen gezogen und Kriege…