Die Gesellschaft der Interdependenz, des gemeinsamen Wohlstands und der universell geteilten Werte

Was Gott am meisten anzieht, ist die Kultur der Liebe. Braucht Er Geld, Macht, Wissen oder ähnliche Dinge? Um ein schönes Haus zu entwerfen und zu bauen, braucht man Ziegelsteine, Türen und verschiedene andere Materialien, aber am wichtigsten ist die gesamte Schönheit der Vollendung, die den endgültigen Eindruck schafft. 

Die größte Hoffnung, die Gott für die Menschheit hegt, besteht nicht darin, dass wir wohlhabend sind oder Akademiker werden. Wie es in der Bibel steht, sollt ihr Gott mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele und mit eurer ganzen Kraft, lieben. Dies ist das erste Gebot. Das zweite Gebot ist, euren Nächsten wie euch selbst zu lieben. Dies sind erstaunliche Worte. (142-273, 20.03.1986) 

Im Ersten Brief an die Korinther, Kapitel 13, dem Kapitel über die Liebe, wird gesagt, dass von den drei Qualitäten, Glaube, Hoffnung und Liebe, die ewig sind, die Liebe die größte von allen ist. Ist das nicht wahr? Die Menschheit hat diese Wahrheit nicht verstanden. Was bedeutet es, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft zu lieben? Es bedeutet zu lieben, indem man alles gibt, was man hat, sogar sein Leben. 

Habt ihr jemals jemanden so vollkommen geliebt? Haben Frauen ihre Männer so vollkommen geliebt, haben Studenten ihre Lehrer so vollständig geliebt und haben Bürger ihre Nation so vollständig geliebt? Da keiner jemals vollkommene Liebe praktiziert hat, müssen wir beispielhafte Modelle schaffen. 

In Fabriken entwirft man zuerst Gussformen und dann werden, entsprechend dieser Formen, Massenprodukte hergestellt; in ähnlicher Weise müssen wir ein Modell eines wahren Menschen machen, der als eine Form dienen kann. Nur dann können sich wahre Menschen vermehren und über die Welt ausbreiten, indem sie dem Beispiel dieses Modells folgen. (143-273, 20.03.1986) 

Wenn die Zeit reif ist, wird das Zeitalter der Selbstbehauptung vergehen und wir werden in ein neues Zeitalter eintreten, in dem man nicht in der Lage sein wird zu behaupten, selbst der Beste zu sein. Wir werden von da an in einer Welt der Gegenseitigkeit, das heißt in einer Welt der Interdependenz, des gemeinsamen Wohlstands und der universell geteilten Werte leben. […] Diese Welt kann nicht allein durch die Anstrengungen einer Person etabliert werden. (24-298, 31.08.1969) 

Die Welt der Interdependenz, des gemeinsamen Wohlstands und der universell geteilten Werte wird von der Menschheit ersehnt und reflektiert Gottes ideales Königreich. Eine solche Welt kann nicht von einem Einzelnen allein errichtet werden; und daraus folgt wiederum, dass man in dieser Welt nicht allein leben würde. Der Partner und folglich auch die Familie würden mit einem zusammenleben. Dies sollte nicht nur ein Konzept bleiben, sondern vielmehr im realen Leben gelebt werden. Die Welt, in der dieses Konzept auf der Bühne des Lebens in die Realität umgesetzt wurde, wäre Gottes Königreich. (24-300, 31.08.1969) 

Wie wäre die ideale Welt? Sie wäre auf keinen Fall ein Ort, an dem sich die Leute streiten oder eifersüchtig aufeinander sind, sich gegenseitig den Erfolg nicht gönnen und vor Neid über das Glück anderer krank werden. Stattdessen wäre es eine Welt, in der der Erfolg einer Person der Erfolg aller und die Freude einer Person die Freude aller wäre. Die Vergnügen und Freuden einer Person könnten mit allen in der Welt geteilt werden. (18-102, 28.05.1967) 

Arbeitet das linke Auge nicht in Übereinstimmung mit dem rechten? Dies zeigt gegenseitiges Wohlergehen. Jeder Teil des Körpers lebt für einen Zweck, und so funktioniert auch jeder menschliche Bereich. Obwohl jeder zwei Nasenlöcher hat, würde es sich gut oder schlecht anfühlen, wenn eines verstopft wäre? Ebenso, wenn ein Ohr verstopft ist, wäre das gut oder schlecht? Ist es gut, verkrüppelt zu sein oder nicht? Versucht, euch einen Körperteil abzuschneiden, einen Fuß oder einen Arm. Ihr würdet euch nicht gut fühlen. Deshalb legen alle Formen der Existenz, die gegenseitige Beziehungen miteinander haben, durch ihr Dasein Zeugnis von der Existenz des Himmels und der Erde ab. Mit anderen Worten, die Menschen sind selbst der lebendige Beweis für diese Tatsache, und das Herz ist sich dessen bewusst. Das Sprichwort: „Das menschliche Herz reflektiert Gottes Herz“, stammt daher. (24-300, 31.08.1969) 

(Rev. Dr. Sun Myung Moon, „Cheon Seong Gyeong“, S. 1609-1610)